In der II. Liga Nord hat FC Andau das Bezirksderby gegen FC Illmitz trotz früher Führung mit 1:3 verloren. Nach einem 0:1 zur Pause drehte Illmitz die Partie in Halbzeit zwei – alle drei Treffer fielen nach Eckbällen, einer davon direkt verwandelt. Obmann Wilhelm Haider sprach von „Gastgeschenken“ des Gegners und hob die körperliche Überlegenheit seiner Mannschaft nach dem Wechsel hervor. Lukas Bukovinsky traf doppelt, Maximilian Gartner besorgte den zweiten Treffer.

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Die Anfangsphase trug die Handschrift des Abstiegskampfs: viel Vorsicht, wenig Risiko und einige Unsicherheiten auf beiden Seiten. „Man hat gesehen, dass beide Mannschaften im Abstiegskampf verwickelt sind. Es war ein nervöses Spiel beider Seiten“, sagte Illmitz-Obmann Wilhelm Haider. Andau stand tief und machte die Räume eng. „Erste Halbzeit waren wir spielerisch nicht so besonders. Andau ist sehr tief gestanden, das hatten wir erwartet. Wir haben nicht viele Ideen gefunden, diese Mannschaft herauszufordern“, ordnete Haider ein. In Minute 26 ging Andau nach einem Eckball in Führung: Torschütze war Matias Llorente Unger. Haider sprach sogar von einem Geschenk: „Der Tormann segelte nach dem Eckball vorbei, dann traf unser Verteidiger den Gegner am Schienbein und von dort ging der Ball ins Tor.“ Mit dem 1:0 für Andau ging es in die Pause.
Nach dem Wechsel kam Illmitz wacher und zielstrebiger aus der Kabine, während bei Andau die Kräfte schwanden. Haider brachte den Knackpunkt klar auf den Punkt: „Es waren die Gastgeschenke, die uns drei Standardtore serviert haben.“ In der 72. Minute glich Lukas Bukovinsky zum 1:1 aus, in der 83. drehte Maximilian Gartner die Partie auf 1:2, nur zwei Minuten später legte erneut Bukovinsky zum 1:3 nach. Nach Haiders Schilderung fielen alle drei Illmitzer Treffer nach Eckbällen, „wobei das zweite ein direkter Corner war“. Aus seiner Sicht sah „die Hintermannschaft inklusive des Tormannes nicht gut aus“. Den Unterschied sah er aber nicht nur bei den Standards, sondern auch in der Physis: „Andau war zweite Halbzeit meines Erachtens ziemlich tot und unsere körperliche Überlegenheit hat sich dann im Ergebnis widergespiegelt.“
Trotz des Derbysiegs fand Haider respektvolle Worte für den Gegner: „Die kämpferische und läuferische Einstellung des Gegners war gut.“ Diskussionen rund um den Schiedsrichter blieben aus, auch das passte ins faire Bild: „Es gab keine strittigen Situationen und die Schiedsrichterleistung inklusive des Linienrichters war in Ordnung.“ Rund um den Platz herrschte starke Kulisse. „Stimmung war sehr gut. Natürlich ein Bezirksderby mit vielen Zuschauern, Prachtwetter und im Endeffekt ein verdienter Sieg meiner Mannschaft“, so Haider. Besonders wichtig war ihm der Dank an die eigenen Anhänger: „Es waren sehr viele Illmitz-Fans in Andau. In dieser Situation, wo wir uns befinden, spreche ich meinen größten Respekt aus, dass sie uns trotzdem zur Seite stehen.“