In der II. Liga Nord stemmte sich der UFC Pama daheim lange gegen den FC Winden, am Ende stand jedoch ein 0:1. Nach torloser erster Hälfte fiel die Entscheidung nach der Pause. Co-Trainer Harald Bösner sprach von einem ausgeglichenen Auftritt und haderte vor allem mit einem Elfmeterpfiff, den er klar als Fehlentscheidung sah. Aus seiner Sicht wäre ein Remis verdient gewesen; den Unterschied hätten Strafstöße und mehrere Platzverweise gegen Pama ausgemacht.

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Die Partie begann offen, beide Teams hielten die Null, das 0:0 zur Halbzeit passte zum Bild. Nach Wiederbeginn bekam das Spiel jedoch einen Knick: In Minute 66 sah Pamas Thomas Werdenich auf der Bank Rot. In Minute 67 Markus Fabsich Gelb/Rot. Pama musste in Unterzahl weitermachen. Nur eine Minute später schlug Winden zu – Simon Kientzl traf in der 68. Minute zum 0:1. Die Hausherren fanden danach trotz aller Anläufe keinen Weg zurück ins Spiel. In der langen Nachspielzeit kam es noch dicker: Auch Fabian Hruby musste nach Rot vom Feld (90+4), womit der Schlussakkord für Pama besonders bitter ausfiel.
Harald Bösner sah ein Duell auf Augenhöhe, das aus seiner Sicht unglücklich kippte. „Ausgeglichenes Spiel. Eigentlich gerecht wäre ein Unentschieden gewesen“, sagte der Co-Trainer. Besonders haderte er mit einer Strafraumszene: „Spielentscheidend war sicher der erste Elfmeter, der keiner war.“ Zur Beschreibung blieb er knapp, aber eindeutig: „Der Stürmer kam im Strafraum zu Fall, aber wurde nicht gefoult.“ An seiner Einschätzung des Kräfteverhältnisses wollte er nichts ändern: „Besser haben sie nichts gemacht. Es war sehr ausgeglichen.“ Den Unterschied benannte er klar: „Zwei Elfmeter und drei Ausschlüsse gegen Pama.“ Und zur Leitung des Unparteiischen ergänzte Bösner: „Bis zum Elfmeter und zum Ausschluss war es in Ordnung. Die Elfmeterentscheidung war falsch, und zwei von drei Ausschlüssen waren nicht gerechtfertigt.“ Dazu kam aus seiner Sicht auch eine Szene abseits des Rasens: „Ein Ersatzspieler hat auf der Bank Rot bekommen.“
Trotz aller Kritik am Verlauf nahm Bösner auch die eigene Mannschaft in die Pflicht. Auf die Frage, was bei Pama nicht funktionierte, meinte er ohne Umschweife: „Die Kommunikation und die Laufbereitschaft.“ Der Gegner sei an diesem Tag nicht zwingend stärker gewesen, bekräftigte er: „Besser haben sie nichts gemacht.“ Fakt ist: Winden hält nach diesem Auswärtssieg bei 30 Punkten und rangiert als Zwölfter im sicheren Mittelfeld, Pama bleibt mit 15 Zählern auf Rang 13 unter Druck. Für die Schlussrunden heißt das für die Hausherren: Ruhe bewahren, über 90 Minuten diszipliniert bleiben und die einfachen Dinge sauber erledigen, um die nötigen Punkte einzusammeln. Mehr wollte Bösner zum Verlauf nicht ergänzen, der Fokus liegt bereits auf der nächsten Gelegenheit, es besser zu machen.