Spielberichte

Wimpassing erkämpft im Derby ein 1:1 – Kaltenegger lobt seine Jungen und akzeptiert das Remis

SV Wimpassing
ASV Neufeld/Leitha

In der II. Liga Nord teilten sich der SV Wimpassing und der ASV Poolshop Austria Neufeld im Derby die Punkte – 1:1 nach Toren von Daniel Filip Masulovic (20.) und Dominik Jürgen Allacher (35.). Wimpassing ging entgegen dem Spielverlauf in Führung, Neufeld antwortete nach einem Standard. Trainer Peter Kaltenegger sah viele Umstellungen, starke junge Kräfte und am Ende ein gerechtes Remis, weil die Gäste über weite Strecken mehr vom Spiel hatten. „Wir wollten den Punkt mitnehmen“, sagte er – und lobte den Einsatz seiner Mannschaft.


Ersatzspieler auf der Bank am Spielfeldrand

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Führung aus dem Nichts, Ausgleich nach Standard

Die erste halbe Stunde gehörte eher den Gästen, trotzdem lag Wimpassing vorne. Peter Kaltenegger brachte es auf den Punkt: „Das 1:0 für uns ins aus dem Nichts entstanden, Neufeld ist druckvoller gestartet als wir.“ Seine Elf stand tief, verteidigte rund um den eigenen Strafraum – und schlug zu: Daniel Filip Masulovic traf in Minute 20 nach einem langen Ball. „Wir sind tief gestanden, haben rund ums Tor verteidigt und durch einen langen Ball ist das Tor entstanden“, schilderte Kaltenegger. Neufeld blieb jedoch am Drücker, erhöhte den Druck und kam nach einem Corner über den zweiten Ball zum Ausgleich durch Dominik Jürgen Allacher (35.). „Außer einem Corner und dem zweiten Ball von der Seite ist das 1:1 entstanden“, so der Coach. Überschattet wurde die erste Hälfte bei Wimpassing von einem frühen, verletzungsbedingten Wechsel um die 30. Minute und einer Systemumstellung – zur Pause stand es 1:1.

Viele Wechsel, junge Spieler greifen zu

Zur Halbzeit musste Kaltenegger nachlegen: „In der Pause hatten wir noch einen Doppeltausch mit zwei angeschlagenen Spielern.“ Das öffnete den jungen Kräften die Tür – und sie nutzten sie. „Das hat den jungen Spielern die Chance gegeben, und sie haben es hervorragend gemacht“, betonte der Trainer. Der zweite Durchgang entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, wenngleich die Gäste mehr vom Spiel hatten. „Die zweite Halbzeit war ein offener Schlagabtausch, mit weiterhin mehr Spielanteilen für Neufeld“, sagte Kaltenegger. Die größte Möglichkeit auf den Lucky Punch fanden aber die Hausherren vor: „Wir hatten eine sehr große Chance, wir sind zu zweit aufs Tor gelaufen, aber wir haben den Ball nicht ins Netz gebracht.“ Weil Neufeld seine Druckphasen ebenfalls nicht veredelte, blieb es bei der Punkteteilung. Kaltenegger zog ein faires Fazit: „Über 94 Minuten war es am Ende ein gerechtes Unentschieden.“

Dreimal System gedreht – Respekt für Neufeld

Die Aufgabe wurde für Wimpassing vor allem durch die vielen Rochaden zur Denksportaufgabe. „Wir haben heute dreimal das System umdrehen müssen, und das mit vielen jungen Spielern am Feld“, erklärte Kaltenegger. Trotzdem hielt die Mannschaft dagegen. „Hut ab, wie sie das umgesetzt und wirklich alles reingehauen haben“, verteilte der Coach ein großes Lob. Sportlich blieb er realistisch und nahm den Punkt an: „Wir sind mit dem 1:1 glücklich, aber irgendwo auch enttäuscht, weil man sich für so eine Kampfleistung drei Punkte erwartet. Unterm Strich wäre es aber ungerecht gewesen, weil Neufeld über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft war.“ Auch taktisch hatte er den Gegner genau beobachtet: „Neufeld ist aus einem guten 4-4-2 mit kompaktem Mittelfeld gekommen, hat oft die Seite überladen und zwei-gegen-eins geschaffen. In der zweiten Halbzeit wussten wir, wie wir das verteidigen, und haben ihnen ein bisschen den Zahn gezogen.“

Unparteiische souverän, Derby-Atmosphäre und Ausblick

Ein Nebenthema, das oft Zündstoff birgt, war rasch abgeräumt. „Das Schiedsrichterteam war hervorragend“, sagte Kaltenegger. Zwei heikle Momente sah er ebenfalls korrekt bewertet: „Beide Male, wo kurz Elfmeteralarm war – einmal bei uns, einmal bei ihnen –, hat der Schiedsrichter gut positioniert richtig entschieden. Das war sicher kein Elfer.“ Personell bleibt Wimpassing in der Woche gefordert. „Wir müssen jetzt schauen, wie es den angeschlagenen Spielern geht“, meinte der Trainer. Positiv: „Visar Ziberi kommt nach seiner fünften Gelben wieder zurück.“ Ein weiterer gesperrter Akteur wird kommende Woche noch fehlen. Bei aller Derby-Schärfe blieb es friedlich. „Es war ein Derby mit wenig strittigen Szenen – ein schönes Fußballfest“, freute sich Kaltenegger. Der Blick geht nach vorne: Wimpassing will den Punkt vergolden und einen gelungenen Saisonabschluss feiern.

II. Liga Nord: Wimpassing : Neufeld/Leitha - 1:1 (1:1)

  • 35
    Dominik Jürgen Allacher 1:1
  • 20
    Daniel Filip Masulovic 1:0