Spielberichte

Nach 2:0 und 2:2: Szimhardt schießt Tadten in Minute 90+5 zum 3:2

UFC Tadten
ASV Hornstein

Packendes Finish in der II. Liga Nord: Der UFC Tadten ringt den Tabellenzweiten ASV COLDAMARIS Hornstein mit 3:2 nieder – dank eines Treffers in Minute 90+5. Zur Pause führte Tadten nach starker erster Hälfte 2:0, Hornstein glich kurz nach dem Wechsel aus, ehe Milán Szimhardt spät zuschlug. Trainer Michael Pittnauer sprach von einem „Wellental“ und einem „Lucky Punch“, der einen intensiven Abend mit Happy End für die Heimischen abrundete.


Nahaufnahme der Beine von Spielern beim Training

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Von 2:0 auf 2:2 – und der Lucky Punch in der Nachspielzeit

Tadten erwischte den gewünschten Start und legte eine sehr griffige erste halbe Stunde hin. In Minute 28 verwandelte Lukas Hoffmann einen Elfmeter souverän zum 1:0. Nur vier Minuten später erhöhte Milán Szimhardt auf 2:0 – ein Polster, das zur Halbzeit sicher stand. „Wir hatten den Gegner gut im Griff und haben verdient 2:0 geführt“, erklärte Coach Michael Pittnauer. Doch nach der Pause kippte das Momentum: Zsolt Szücs (53.) und Mark Erik Orosz (59.) stellten kurz nach dem Wechsel auf 2:2. „So wie im Wellental: Wir kommen raus und bekommen in 15 Minuten zwei Gegentore“, so Pittnauer. In einer offenen Schlussphase blieb Tadten am Drücker – und wurde ganz spät belohnt: In Minute 90+5 traf erneut Szimhardt und fixierte das 3:2.

Diskussionen um Pfiffe – Tadten drückt am Ende durch

Zur ganzen Geschichte dieses Abends gehörten aus Tadtener Sicht auch Entscheidungen, über die nach Spielende diskutiert wurde. „Bei 2:2 hätten wir die Möglichkeit gehabt, einen Elfmeter zu bekommen. Der Schiedsrichter hat sich leider anders entschieden und Schwalbe gepfiffen – mit Gelb für unseren Spieler. Das ist doppelt bitter, weil er nächste Woche gesperrt ist“, sagte Pittnauer. Er sprach auch von „ein, zwei Abseitsaktionen“, bei denen Tadten allein aufs Tor zugelaufen wäre. Zur Gesamtleistung der Schiedsrichter meinte er nüchtern: „Grundsätzlich sage ich nichts über Schiedsrichterleistungen, aber gestern hatten sie keinen guten Tag.“ In der Schlussphase, so der Coach, drückte Tadten die Gäste endgültig hinten rein. „Die letzten zehn Minuten haben wir wieder sehr ordentlich gespielt und dann das 3:2 gemacht.“

Geschlossene Einheit, großes Laufpensum – und Respekt für den Gegner

Was Tadten an diesem Abend stark machte, fasste Pittnauer mit einfachen Worten zusammen: „Wir sind als Team ganz geschlossen aufgetreten. Einer ist für den anderen gelaufen und hat gekämpft. Wir haben alles im Block gemacht und sind nach Ballverlusten schnell hinter den Ball gekommen.“ Dazu kam das, was zuletzt gefehlt hatte: „Wir haben die Chancen besser fertig gespielt.“ Trotz Sieg blickt der Coach auf die To-do-Liste: „Wir müssen hinten noch stabiler stehen und die kleinen Fehler im Aufbau abstellen. Diese Zahnrädchen müssen noch besser greifen.“ Für den Gegner fand er deutliche Anerkennung: „Hornstein hat eine qualitativ sehr gute Mannschaft, Routiniers mit Bundesliga-Erfahrung wie Mario Sara. Sie sind nicht umsonst auf Platz zwei – Kompliment.“ Für Tadten bedeutet der Dreier gegen den Favoriten wichtige Punkte und Rückenwind vor dem Finale – und das Wissen, dass Einsatz und Zusammenhalt an einem langen Abend den Unterschied machen können.

II. Liga Nord: Tadten : Hornstein - 3:2 (2:0)

  • 95
    Milán Szimhardt 3:2
  • 59
    Mark Erik Orosz 2:2
  • 53
    Zsolt Szücs 2:1
  • 32
    Milán Szimhardt 2:0
  • 28
    Lukas Hoffmann 1:0