In der II. Liga Nord unterlag der SC Gattendorf beim ASV COLDAMARIS Hornstein mit 0:2. Hornsteins Doppelpacker Zsolt Szücs entschied die Partie mit Treffern vor und nach der Pause, während Gattendorf ersatzgeschwächt mit vielen jungen Spielern antrat. Trainer Dietmar Bader sah dennoch vieles Positives, haderte aber mit fehlender Durchschlagskraft im letzten Drittel und einem vorentscheidenden 1:0. Die Schiedsrichterleistung bezeichnete er als einwandfrei.

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Gattendorf musste von Beginn an improvisieren. „Wir sind ersatzgeschwächt in das Spiel gegangen, von Haus aus mit vier Stammspielern weniger, und nach fünfzehn Minuten ist dann ein weiterer Stammspieler ausgefallen“, schilderte Trainer Dietmar Bader. Entsprechend lag der Fokus zunächst auf Stabilität: „Wir waren vor allem mit Defensivaufgaben beschäftigt, die Jungs haben das aber gut gemacht.“ Hornstein fand gegen die neu formierte Elf dennoch die Lücke: In Minute 35 traf Zsolt Szücs zum 1:0. Bader erklärte die Szene so: „Der Ball kam kurz über die Abwehr, wir sind rausgerückt, ein Außenverteidiger war leider etwas zu spät und hat das Abseits aufgehoben, dann ist der Stürmer allein durch.“ Trotz des Rückstands meldete sich Gattendorf zurück. „Wir hatten eine sehr gute Chance und hätten auf alle Fälle ein Tor machen müssen“, ärgerte sich Bader, ehe es mit dem 1:0 in die Pause ging.
Auch im zweiten Durchgang blieb es für Gattendorf ein personeller Kraftakt. „Das Urgestein Norbert Schalling musste verletzungsbedingt raus, das war sein letzter Auftritt“, so Bader. Ein weiterer junger Spieler kam und machte „seine Sache recht gut“. Sportlich blieb Gattendorf im Spiel: „Wir haben bis zum Tor keine Chancen zugelassen. Ganz im Gegenteil, wir haben ziemlich munter drauf los gespielt.“ Genau in diese Phase setzte Hornstein den nächsten Nadelstich: Nach einem hohen Ball und dem folgenden Ableger stellte erneut Zsolt Szücs in Minute 63 auf 2:0 – die Entscheidung. Offensiv fehlte Gattendorf die letzte Schärfe: „Nach vorne hat es nicht wirklich funktioniert, wir hatten zu viele Abspielfehler im letzten Drittel und im Sechzehner zu wenig Gefahr.“ Bader sah beim Gegner „eine sehr gute Offensive“, zugleich aber eine an diesem Tag „verwundbare Defensive“ – „leider konnten wir das nicht nutzen“. Zur Leitung meinte er knapp: „Die Schiedsrichterleistung war einwandfrei.“
In seiner Analyse nannte Bader den Kern des Unterschieds: „Ich glaube, es lag grundsätzlich an der Qualität der Spieler. Hornstein hat einen guten Lauf und viele Spieler mit hoher Qualität. Wir mussten improvisieren und haben mit sehr vielen jungen Spielern agiert.“ Dass der Abend früh in die Hornsteiner Richtung kippte, machte er an Szücs’ Führung fest: „Das 1:0 war durchaus vorentscheidend.“ Danach suchte seine Mannschaft „einen offenen Schlagabtausch“, ohne die entscheidende Durchschlagskraft zu finden. Trotz der Niederlage hielt Bader fest: „Ich bin mit der Leistung der jungen Spieler nicht unzufrieden.“ In der Tabelle untermauert Hornstein mit 46 Punkten Rang zwei, während Gattendorf mit 37 Zählern als Achter solide im Mittelfeld liegt.