Der II. Liga Nord-Dritte SV Wimpassing blickt auf eine starke Rückrunde zurück: vom neunten Platz bis kurzzeitig an die Spitze, am Ende Rang drei mit 43 Punkten. Trainer Peter Kaltenegger zieht ein positives Fazit, erklärt aber auch den Knackpunkt mit der Leitgeb-Verletzung. Im Sommer folgt ein geplanter Umbruch – und klare Schwerpunkte für die Vorbereitung: „Intensität und Tempowechsel“.

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Die Entwicklung der Wimpassinger war markant. Aus dem Mittelfeld kommend, arbeitete sich die Mannschaft im Frühjahr Schritt für Schritt nach oben – bis sie in Runde 19 sogar auf Platz eins stand. Trainer Peter Kaltenegger fasst diese Wochen so zusammen: „Wir sind in der Rückrunde von Platz neun kurz sogar auf Platz eins gesprungen. Das war eine hervorragende Aufholjagd.“ Dann aber kam der Bruch, und er ist für ihn klar benannt: „Die Verletzung von unserem Kapitän Thomas Leitgeb gegen Gols war der Knackpunkt. Nach zehn Runden ohne Niederlage haben wir dort erstmals verloren. Die vielen Ausfälle und Sperren haben uns aus dem Rhythmus gebracht.“ Trotz allem bleibt sein Fazit positiv. „Unterm Strich ist der Rückblick ein gutes Resümee“, sagt Kaltenegger – auch, weil die Mannschaft lange stabil blieb und sich oben festbiss.
Sportlich ist die Stimmung „hervorragend“, gleichzeitig steht ein bewusster Schnitt an. „Wir geben drei Spieler ab, die uns im Winter geholfen haben: Elyes Balti, Jeremy Buen und Markus Lechner. Dazu verlassen uns weitere Kräfte wie Peter Chribik und Adam Straka“, erklärt Kaltenegger. Der Verein schärft damit seine Ausrichtung: „Wir haben den Weg eingeschlagen, mit weniger Legionären zu spielen – und den ziehen wir durch.“ Dazu kommen drei Fixzugänge: „Museli Besi und Devrim Ceka kommen von Hirschwang, dazu kehrt Lukas Heinegger zurück, der schon einmal bei Wimpassing war“, zählt der Trainer auf. Auch die Tormann-Position ist für den Sommer geregelt: „Leo Winkler stößt im Sommer dazu, statt Markus Lechner. Er war schon einmal in Wimpassing, ein Eigenbauspieler.“ Bewegung gibt es zudem in der Breite: „Die Brüder Lenny und Raoul Schweinzer sowie Maximilian Matkovits wechseln nach Hornstein. Das tut mir leid, aber wir wünschen ihnen alles Gute und der Verein hofft auf ein mögliches Wiedersehen. Und Adrian Karlik wechselt nach Tausdorf.“
Parallel zur Kaderarbeit rückt ein zentraler Name immer wieder in den Fokus: Kapitän Thomas Leitgeb. Er fehlt verletzt, hält aber das Band zur Mannschaft sehr kurz. „Thomas ist sehr akribisch in der Physio, steht schon wieder mit seiner Jugendmannschaft am Platz und hat mir im Training als erweiterter Co-Trainer geholfen. Er ist nah an der Mannschaft, der Ehrgeiz ist groß“, sagt Kaltenegger. Dazu übernimmt Leitgeb übergangsweise Verantwortung in der Reserve: „Er hat dort das Ruder übernommen, die Position bleibt auf Sicht aber vakant – wir wollen einen adäquaten Reservetrainer finden, auch weil eine gute U16 in die Reserve eingegliedert wird.“ Sportlich hebt der Coach eine Achse hervor: „Jan Rainprecht hat seine Rolle als Innenverteidiger super gefunden. Er ist am Platz und in der Kabine wichtig, ein Bindeglied.“ Und was dem Trainer besonders taugt: „Junge Spieler nehmen früh das Zepter in die Hand – und die Älteren wie Orsula oder Masulovic lassen das zu. Das ist eine schöne Entwicklung.“
Die Sommervorbereitung ist seit geraumer Zeit durchgeplant. „Die Vorbereitung ist seit geraumer Zeit durchgeplant, mit einer guten Mischung aus Belastungs- und Regenerationsphasen. Die Trainingssteuerung werden wir aufgrund Urlaube bei Bedarf adaptieren“, beschreibt Kaltenegger den Sommer-Fahrplan. Los geht’s am 30. Juni. Inhaltlich wird es sehr konkret: „Wir haben nach den Ausfällen an Intensität und Abstimmung verloren. Die klare Linie und die Tempowechsel haben gefehlt – darauf werden wir sehr, sehr konzentriert arbeiten. Schlagwort: Intensität und Tempowechsel.“ Das Ziel bleibt ambitioniert: Die starke Rückrunde soll in die neue Saison getragen werden. Ein Blick über den Tellerrand zeigt, wohin die Reise gehen soll: „Winden hat mir von der Spielidee sehr gefallen, da ist ein klarer Plan zu sehen“, sagt Kaltenegger – und auch beim späteren Meister SC Rust erkennt er viel Gutes: „Da ist eine klare Spielidee zu erkennen, die Stärken der Spieler werden gestärkt. Das greift, und es ist verdient, dass sie Meister geworden sind.“