Spielberichte

„Wenn wir in Tadten was mitnehmen, läuft das Frühjahr anders“ – Schuster über Pamas 2:3-Schlüsselspiel

UFC Pama

In der II. Liga Nord blickt der UFC Pama auf ein Frühjahr zurück, das früh kippte: Beim 2:3 in Tadten setzte es die erste bittere Delle. Trainer Franz Schuster ordnet klar ein: „Wenn wir dort etwas mitnehmen, läuft das Frühjahr anders.“ Danach reichte es zunächst nur zu Remis, der spätere kleine Lauf kam zu spät. Die Stimmung ist dennoch positiv, die Blicke richten sich bereits auf die neue Saison – personelle Fragen werden erst im Juli konkret.


Spieler holt zum Eckball aus

Image by Birgit from Pixabay

Das 2:3 in Tadten als Knackpunkt

Franz Schuster lässt keinen Zweifel, wo für Pama die Weichen falsch gestellt wurden. „Wir sind denkbar unglücklich in die Rückrunde gestartet“, sagt der Trainer. „In Tadten haben wir dumm 3:2 verloren. Ich denke, wenn wir dort was mitnehmen, läuft das Frühjahr ein bisschen anders.“ Es war eine knappe Auswärtsniederlage, aber mit deutlich größerer Wirkung als nur null Punkte. Auch die Zahlen zeigen den Knacks: Nach einem kurzen Auftakt auf Rang 6 rutschte Pama rasch nach unten, lag ab der fünften Runde im Frühjahr im Hinterfeld und fand lange keinen Ausweg. Der Frust über den Fehlstart wirkte nach, die Köpfe wurden schwer – und die Tabelle ließ sie nicht los.

Zäher Start, späte Reaktion

Auf Tadten folgte keine schnelle Erholung. „Davon haben wir uns in den ersten Runden gar nicht erholt“, sagt Schuster offen. „Wir haben ein bissl gepunktet mit Unentschieden, aber unser besserer Lauf ist dann weit zu spät gekommen.“ Genau das spiegelt der Verlauf: Pama pendelte sich nach Runde 5 auf Platz 13 ein, blieb dort bis weit hinein und fiel am Schluss noch auf Rang 14 zurück. 15 Punkte stehen am Ende zu Buche – zu wenig, um den Trend noch zu drehen. „Es war einfach zu spät, auch wenn die Jungs zum Schluss wieder mehr geliefert haben“, so der Coach, der die verpassten Big Points nicht beschönigt, aber den Einsatz seiner Mannschaft ausdrücklich anerkennt.

Ruhiger Sommer, Arbeit im Hintergrund

Beim Blick nach vorne bleibt Schuster sachlich, aber zuversichtlich. „Die Stimmung ist gut. Man hat sich mit dem Abstieg abgefunden und ist motiviert, für die nächste Saison wieder einiges besser zu machen.“ Konkrete Kadernews gibt es bewusst noch nicht: „Zu Zu- oder Abgängen kann ich definitiv noch nichts sagen. Man muss die Übertrittszeit Anfang Juli abwarten.“ Bis dahin läuft die Eigenverantwortung: „Die Spieler haben ein Programm, das sie in den nächsten Wochen abarbeiten sollen, damit die Fitness nicht ganz verloren geht.“ Auch im Umfeld bleibt Konstanz das Stichwort. „Im Verein ist bislang alles beim Alten, meines Wissens auch im Trainerstab.“ Das soll Ruhe geben, während im Hintergrund die nächsten Schritte vorbereitet werden.

Ausgeglichene Liga, zwei Ausrutscher – und der Blick nach vorne

Schuster ordnet das Gesamtbild nüchtern ein. „Die Liga war relativ ausgeglichen. Jeder konnte jeden schlagen.“ Pama erwischte es dennoch zweimal deutlich: „Zwei gröbere Ausrutscher haben wir gegen Steinbrunn und am Ende gegen Rust gehabt, wo wir mehr Tore kassiert haben.“ Einen überragenden Gegner will er nicht herausheben – den eigenen Charakter schon: „Sportlich weniger nach den Ergebnissen. Aber menschlich habe ich die Burschen sehr schätzen gelernt – das sind großartige Jungs.“ Genau darauf will Pama aufbauen. Die Vorbereitung, die im Juli Fahrt aufnimmt, soll die Richtung vorgeben. „Wir sind motiviert, nächstes Jahr einiges besser zu machen“, sagt Schuster – und verbindet die klare Analyse mit einem einfachen Ziel: schneller ins Laufen kommen als im abgelaufenen Frühjahr.