Im Derby der II. Liga Nord trennten sich SV Wimpassing und ASV COLDAMARIS Hornstein mit 2:2. Wimpassing legte durch Lukas Heinicker früh vor, geriet nach zwei Gegentoren aus Standards aber unter Druck und kam durch Jan Rainprecht noch zurück. Trainer Peter Kaltenegger sprach von einem "munteren Schlagabtausch" und sah genau darin auch das Bild des Nachmittags: Hornstein machte Druck, Wimpassing blieb über Umschaltmomente gefährlich.

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Was Kaltenegger nach dem Spiel schilderte, passte genau zum Verlauf dieses Derbys. "Es war ein munterer Schlagabtausch", sagte der Wimpassinger Trainer, und schon die ersten Minuten gaben die Richtung vor. In der 3. Minute lief Vinko Grgic allein auf den Torhüter zu, Hornstein kam in dieser Szene noch davon. Wenig später ergab sich laut Kaltenegger fast dieselbe Situation noch einmal. Diesmal ging Grgic am Tormann vorbei, wurde gelegt und den fälligen Elfmeter verwandelte Lukas Heinicker in der 7. Minute zum 1:0. Wimpassing führte also früh, zog sich danach aber etwas zurück. Hornstein erhöhte den Druck, kam immer wieder zu Standards und belohnte sich kurz vor der Pause, als Julian Wörndl in der 41. Minute zum 1:1 traf. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild ähnlich. Die Gäste hielten Wimpassing tief in der eigenen Hälfte, gingen in der 75. Minute durch Ziya Boydas mit 2:1 in Führung und schienen auf Kurs. Doch die Antwort kam rasch. Nach einem direkten Freistoß, der nicht sauber geklärt wurde, war Jan Rainprecht in der 81. Minute am schnellsten am Ball und drückte zum 2:2 ab. Kaltenegger sprach danach von einem "Weckruf" durch das 1:2 und erzählte zudem, dass seine Mannschaft in der Nachspielzeit noch zwei Kontersituationen auf den Sieg liegen ließ.
In seiner Analyse machte Kaltenegger vor allem einen Punkt stark. "Die entscheidenden Momente waren auf Seiten von Hornstein sicher die Standards", sagte er. Genau dort habe der Gegner viel Druck aufgebaut, immer wieder Eckbälle und seitliche Freistöße herausgeholt und aus zwei solchen Situationen letztlich auch die beiden Treffer gemacht. Der Wimpassinger Trainer bescheinigte Hornstein dabei einen klaren Plan. Die Gäste seien kompakt aufgetreten, hätten die Abstände eng gehalten und seine Mannschaft oft in die eigene Hälfte gedrückt. Gleichzeitig sah er aber auch, warum Wimpassing trotzdem gefährlich blieb. "Bei uns waren es eher die Umschaltmomente, die zum Ziel geführt haben", erklärte Kaltenegger. Gerade weil Hornstein mit der letzten Linie weit aufrückte, öffneten sich Räume für Gegenstöße. Genau dort lag die Chance für seine Mannschaft. Zufrieden war er damit aber nicht ganz. Die Konter seien zwar "gut und schnell ausgespielt" worden, gleichzeitig hätten mehr Spieler mit nachrücken müssen. "Da hätte man mit offenem Visier ruhig agieren dürfen", sagte er. Stattdessen habe sich der eine oder andere eher abgesichert, wodurch gute Umschaltsituationen nicht mit letzter Entschlossenheit zu Ende gespielt wurden.
Dass Wimpassing derzeit nicht durchgehend stabil wirkt, ordnete Kaltenegger ebenfalls offen ein. "Wir stecken momentan in einer kleinen Ergebniskrise", sagte der Trainer, wollte diese Phase aber nicht einfach stehen lassen. Für ihn ist gut erkennbar, warum es im Moment nicht so rund läuft. Durch Verletzungen und Krankheit müsse die Mannschaft derzeit fast jede Woche umgebaut werden, wodurch nicht jeder auf seiner gewohnten Position spiele. "Jetzt müssen wir von Woche zu Woche ein bisschen basteln", meinte Kaltenegger. Genau dort gehe dann oft Sicherheit verloren, in manchen Phasen werde seine Mannschaft zu passiv. Umso wichtiger war ihm der Hinweis, dass sich jene Spieler, die nun hereingerückt sind, ordentlich verkauft haben. Besonders Leo Winkler im Tor hob er heraus. "Leo Winkler hat seine Rolle sehr gut ausgefüllt", sagte Kaltenegger mit Blick darauf, dass Isaac Adogbeji krank fehlte. Auch weitere Ausfälle, darunter Uros Sarafinovic und Daniel Masulovic, machten Umstellungen nötig. Trotzdem, so der Trainer, hätten "die Burschen, die die Chance bekommen haben, sie sehr gut genutzt". Der Punkt gegen Hornstein beendet die schwierige Phase zwar nicht, soll der Mannschaft aber dennoch etwas mitgeben. Nach vier Runden steht Wimpassing in der Tabelle bei drei Punkten, und Kaltenegger setzt klar darauf, dass mit mehreren Rückkehrern wieder mehr Ordnung ins Spiel kommt. "Da werden wir sicher wieder mehr Sicherheit haben und wieder aktiver in gewisse Spielsituationen gehen können", sagte er.