In der II. Liga Nord hat ASV COLDAMARIS Hornstein gegen ASV Deutsch Jahrndorf mit 0:4 verloren, weil die Gäste schon in den ersten Minuten alles auf ihre Seite zogen. Trainer Markus Tschida sprach nach dem klaren Auswärtssieg von einem „leichteren, angenehmeren Spiel“, nachdem es bereits nach sechs Minuten 2:0 stand. Vor allem die Abschlussqualität und die Defensivarbeit waren aus seiner Sicht die Basis für drei verdiente Punkte.

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Deutsch Jahrndorf erwischte genau den Beginn, den sich ein Trainer wünscht. Schon in der 2. Minute brachte Adrian Takacs die Gäste mit 1:0 in Führung, nur vier Minuten später legte Patrik Sabo das 2:0 nach. Tschida machte keinen Hehl daraus, wie wichtig dieser Auftakt für den weiteren Verlauf war. „Das 1:0 nach zwei Minuten: Wenn man so in ein Spiel startet, kann man sich als Trainer glücklich schätzen“, sagte er. Für seine Mannschaft sei die Partie dadurch sofort einfacher geworden. „Nach sechs Minuten stand es bereits 2:0 für uns und dadurch war es natürlich ein leichteres, angenehmeres Spiel“, erklärte der Coach. Hornstein musste danach früher als geplant offensiver werden, während Deutsch Jahrndorf laut Tschida schon in dieser Phase weitere Möglichkeiten auf das dritte Tor hatte.
Dass die Gäste ihren starken Beginn nicht nur verwalteten, sondern weiter nutzten, zeigte sich noch vor der Pause. In der 28. Minute erhöhte erneut Patrik Sabo auf 3:0, zur Halbzeit war die Partie damit bereits klar in Richtung Deutsch Jahrndorf gekippt. Tschida beschrieb den Moment offen: „Nach dem 3:0 hatte man schon ein sehr gutes Gefühl, obwohl erst die 30. Minute war, den Sieg heute mitzunehmen.“ Ganz abschreiben wollte er den Gegner damit nicht, denn Hornstein habe durchaus Qualitäten am Ball gezeigt. „Der Gegner spielt im Ballbesitz gut. Jedoch war es schwierig, nach dem 2:0 in der sechsten Minute dann noch das Ruder herumzureißen“, sagte Tschida. Seine Mannschaft blieb jedenfalls auf Kurs und setzte kurz nach Wiederbeginn den nächsten Treffer. In der 47. Minute traf Patrik Majcher zum 4:0, womit laut dem Trainer endgültig klar war, dass die drei Punkte an diesem Abend mitgenommen werden.
Bei aller Klarheit im Ergebnis hob Tschida nicht nur die frühe Führung hervor, sondern auch zwei Dinge, die aus seiner Sicht über die gesamte Partie den Unterschied gemacht haben. „Die Abschlussqualität vor dem Tor und die gute Defensivarbeit der gesamten Mannschaft“, nannte er als größte Stärken seines Teams. Gerade diese Mischung erklärt das deutliche Resultat gut: Deutsch Jahrndorf nutzte seine Chancen konsequent und ließ auf der anderen Seite wenig zu. Ganz ohne Ansatzpunkt für Kritik wollte der Trainer den Abend aber nicht abhaken. „Nach dem 4:0 hatte man die eine oder andere gute Kontersituation. Da vielleicht noch sauberer zu agieren, dann wäre der Sieg womöglich noch höher ausgegangen“, sagte Tschida. Auch abseits davon blieb sein Eindruck von der Partie nüchtern. Große Diskussionen um einzelne Entscheidungen gab es für ihn nicht. „Groß strittige Szenen gab es für mich nicht. Die Schiedsrichterleistung war recht gut.“ Mit dem Auswärtssieg hält Deutsch Jahrndorf nach fünf Runden bei zehn Punkten und steht damit in der Spitzengruppe der Liga auf Rang drei. Der Auftritt in Hornstein war dafür ein klarer Beleg: früh zugeschlagen, das Spiel kontrolliert und den Vorsprung ohne große Unruhe nach Hause gebracht.