In der II. Liga Nord musste sich der FC Illmitz am Samstag dem ASV Siegendorf 1930 mit 2:7 geschlagen geben. Zur Pause war beim 0:1 noch alles offen, weil die Gastgeber laut Co-Trainer Hans Peter Waba lange gut dagegenhielten. Erst nach dem Seitenwechsel riss die Partie auf, wobei Waba vor allem das 1:3 als Knackpunkt nannte und die schnellen Gegentore danach als entscheidend einstufte.

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Bis in die Schlussphase der ersten Hälfte hinein hielt Illmitz die Partie offen. Waba sagte rückblickend: „Wir haben die ersten fünfzig Minuten gut dagegengehalten und waren gegen den Gegner präsent.“ Der erste Rückschlag kam dann aber noch vor dem Pausenpfiff. In der 38. Minute brachte Jakov Josic die Gäste mit 1:0 in Führung, Waba sprach dabei von einem Gegentor nach einem Eckball. Mit diesem knappen Rückstand ging es auch in die Kabinen, und direkt nach Wiederbeginn legte Siegendorf nach. Marco Vargek erhöhte in der 49. Minute auf 2:0. Illmitz reagierte darauf allerdings sofort, denn Thomas Zwickl verkürzte nur zwei Minuten später auf 1:2 und brachte die Gastgeber damit noch einmal in Schlagdistanz.
Genau in dieser Phase sah der Illmitzer Co-Trainer aber auch jenen Moment, an dem das Spiel endgültig auf die Seite der Gäste kippte. Nach dem Anschlusstreffer stellte Vargek in der 54. Minute auf 3:1, und Waba machte klar: „Das 3:1 war dann der Knackpunkt.“ Für Illmitz wurde die Partie danach in kurzer Zeit richtig schwierig. Josic traf in der 62. Minute zum 1:4, nur zwei Minuten später erhöhte Almos Bertha auf 1:5. „Entscheidend war das 3:1 und dann diese schnellen Gegentore innerhalb von kürzester Zeit“, sagte Waba. Christian Salzl verkürzte zwar in der 69. Minute noch auf 2:5, doch in der Schlussphase sorgten Lukas Grozurek mit dem 2:6 und Vargek mit seinem dritten Treffer zum 2:7 für den Endstand.
Warum die Niederlage am Ende so deutlich ausfiel, erklärte Waba vor allem mit der Qualität des Gegners und mit den nachlassenden Kräften seiner Mannschaft. „Siegendorf ist eine Top-Mannschaft. Da werden nicht viele Gegner punkten“, meinte er. Außerdem habe der Tabellenführer seine spielerische Klasse gezeigt. „Der Gegner war spielerisch stark und hat den Ball gut zirkulieren lassen“, so der Co-Trainer. Auf der anderen Seite habe Illmitz den Aufwand der ersten 50 Minuten später nicht mehr durchhalten können. „Ab der sechzigsten Minute sind wir ein bisschen kraftlos gewesen“, sagte Waba. Diskussionen über den Schiedsrichter wollte er nicht als Ausrede gelten lassen: „Es gab keine gröberen Aktionen. Der Hauptschiedsrichter war sehr gut, der Assistent ein bisschen ausbaufähig, aber das hat nichts dazu beigetragen, dass wir dieses Spiel verloren haben.“ Mit dem klaren Auswärtssieg untermauerte Siegendorf seine Spitzenposition, während Illmitz nach fünf Runden bei drei Punkten hält und aus dieser Partie vor allem mitnehmen muss, dass ordentliche erste 50 Minuten gegen einen starken Gegner über 90 Minuten nicht reichen.