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„Der Elfmeter war ein bisschen der Knackpunkt“ – Wimpassing verspielt in Gols ein 2:0

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SV Gols
SV Wimpassing

In der II. Liga Nord hat sich SV Gols am Samstag gegen SV Wimpassing noch ein 2:2 gesichert. Die Gäste lagen nach der Pause durch einen Doppelpack von Joker Vinko Grgic bereits 2:0 vor, gaben den Vorsprung aber wieder her. Trainer Peter Kaltenegger sah Wimpassing über weite Strecken im Vorteil, sprach am Ende aber auch von einem Wendepunkt, der das Spiel noch einmal drehte.


Bällesack

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Wimpassing hatte vor der Pause mehr vom Spiel

Aus Sicht von Peter Kaltenegger gehörte die erste Hälfte zunächst klar seiner Mannschaft, auch wenn sich das noch nicht auf der Anzeigetafel niederschlug. „Die Spielanteile waren eher bei uns, jedoch ohne die zwingenden Torchancen“, sagte der Wimpassinger Trainer. Viel lief im Mittelfeld, vieles spielte sich in der Hälfte von Gols ab, doch im letzten Drittel blieb sein Team zu ungenau. Gefahr entstand laut Kaltenegger vor allem „über Standards und zweite Bälle“, wirklich zwingend wurde Wimpassing daraus aber nicht. So blieb das 0:0 bis zur Pause bestehen, obwohl Gols in der Schlussphase des ersten Durchgangs noch deutlich näher an der Führung war. „Da waren zwei, drei Großchancen dabei. Mit Glück sind wir mit dem 0:0 in die Halbzeit gegangen“, räumte Kaltenegger offen ein.

Nach der Pause stach Joker Grgic zweimal

Was Wimpassing vor der Pause an Klarheit im Offensivspiel fehlte, brachte die Mannschaft nach dem Seitenwechsel deutlich besser auf den Platz. Kaltenegger sprach davon, dass sein Team „den Schwung gut aus der Kabine mitgenommen“ habe und danach viel druckvoller auftrat. Dazu kamen zwei Wechsel, mit denen die Gäste noch offensiver wurden. Entscheidend war aus seiner Sicht auch, dass Wimpassing kompakter stand und dadurch weniger Räume herschenkte. Diese Phase nutzte Wimpassing konsequent aus. In der 59. Minute brachte Vinko Grgic die Gäste mit 1:0 in Führung, in der 70. Minute legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Kaltenegger beschrieb beide Treffer sehr ähnlich: „Jedes Mal war es ein guter Pass in die Tiefe. Vinko ist beide Male alleine aufs Tor gegangen.“ Der Joker hatte damit genau den Effekt, den sich der Trainer erhofft hatte.

Der Anschlusstreffer brachte Gols zurück

Die Partie war damit aber noch längst nicht entschieden, und genau an diesem Punkt setzte für Kaltenegger der Wendepunkt ein. „Der Elfmeter war ein bisschen der Knackpunkt für unser Spiel“, sagte er über die Szene, die kurz nach dem 0:2 zum 1:2 führte. Laszlo David Olah verkürzte in der 72. Minute für Gols, und damit bekam die Heimelf wieder spürbar Auftrieb. Kaltenegger wollte den Unparteiischen dabei nicht zur Ausrede machen, machte aber kein Geheimnis daraus, dass seine Mannschaft die Entscheidung nicht ganz nachvollziehen konnte. Danach wurde Gols aktiver, glaubte wieder an sich und kam in der 79. Minute tatsächlich zum Ausgleich. Wieder war es Laszlo David Olah, der zum 2:2 traf. Kaltenegger schilderte die Szene so: Nach einer Flanke von der linken Seite sei der Gols-Stürmer am höchsten gestiegen. Trotz des Ärgers über die verspielte Führung fand der Wimpassinger Trainer anerkennende Worte für den Gegner: „Wenn man nach einem 2:0 noch einmal zurückkommt, zeigt das mentale Stärke.“ Fast hätte Wimpassing in der Schlussaktion dennoch noch gewonnen, doch erst rettete der Torhüter auf der Linie, danach klärte ein Verteidiger beim Nachsetzen.

Zwischen verpasstem Sieg und einem Punkt, den man mitnimmt

Entsprechend gemischt fiel das Fazit des Wimpassinger Trainers aus. Einerseits sah er seine Mannschaft über längere Phasen als das bessere Team und meinte klar: „Aufgrund der Spielanteile und unserer Drangphase in der zweiten Halbzeit hätten wir uns die drei Punkte verdient.“ Andererseits blieb Kaltenegger in seiner Analyse sachlich und verwies auch auf das, was seinem Team am Ende fehlte. „Bei der Chancenverwertung hat uns die Konzentration und die Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Der letzte Pass muss sauberer kommen, und der Strafraum muss besser besetzt sein“, sagte er. Unterm Strich wollte er aus dem 2:2 deshalb weder ein schlechtes Spiel noch eine große Enttäuschung machen. „Wir haben viel richtig gemacht, und Gols ist kein schlechter Gegner. Aber wenn man 2:0 vorne ist, möchte man auch mit drei Punkten heimfahren.“ Für Wimpassing bleibt damit nach fünf Runden ein Punkt, der auswärts nicht wertlos ist, sich nach diesem Spielverlauf aber trotzdem eher wie zwei verlorene anfühlt.

II. Liga Nord: SV Gols : Wimpassing - 2:2 (0:0)

  • 79
    Laszlo David Olah 2:2
  • 72
    Laszlo David Olah 1:2
  • 70
    Vinko Grgic 0:2
  • 59
    Vinko Grgic 0:1