In der II. Liga Nord hat sich ASV Siegendorf 1930 am Freitagabend mit 2:0 gegen FC Andau durchgesetzt. Zur Pause stand es noch 0:0, erst nach dem Seitenwechsel fiel der verdiente Lohn für eine Partie, in der die Gastgeber laut Trainer Dominik Wydra „von der ersten Minute bis zum Schluss“ klar besser waren. Der Coach hob vor allem die Konzentration, den Ballbesitz und das konsequente Gegenpressing hervor.

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Der Spielverlauf passte genau zu dem, was Wydra nach dem Schlusspfiff schilderte. Siegendorf hatte aus seiner Sicht von Beginn an mehr vom Spiel, kontrollierte den Ball und drängte Andau weit zurück, ohne sich aber schon in der ersten Hälfte mit einem Treffer zu belohnen. So ging es mit einem 0:0 in die Pause, obwohl der Trainer seine Mannschaft klar im Vorteil gesehen hatte. „Wir waren von der ersten Minute bis zum Schluss eigentlich die klar bessere Mannschaft, haben die klar besseren Torchancen gehabt und viel mehr Ballbesitz gehabt“, sagte Wydra. Der Bann brach dann in der 69. Minute, als Jakov Josic das 1:0 erzielte. Wydra sprach von einem „sehr gut rausgespielten“ Treffer und beschrieb den Abschluss als Volley vom Sechzehner. In der Schlussphase legte Siegendorf nach. Lukas Grozurek machte in der 88. Minute das 2:0, nachdem der Treffer laut Wydra nach einem kurz abgespielten Eckball fiel. Damit stand unter dem Strich jener Sieg, den der Trainer als hochverdient einordnete.
Wydra machte den Unterschied nicht an einem einzelnen Moment fest, sondern an der Haltung seiner Mannschaft über 90 Minuten. „Dass wir von der ersten Sekunde mit dem Kopf zu hundert Prozent da waren, das war der Hauptpunkt“, sagte der Siegendorf-Trainer. Dazu kam für ihn, dass nicht nur die Startelf funktionierte, sondern auch die Spieler, die im Lauf der Partie dazukamen. „Jeder Spieler hat eine gute bis sehr gute Leistung gezeigt, von den Startelfspielern bis zu den Einwechselspielern“, betonte er. Inhaltlich gefiel ihm vor allem das Spiel mit Ball. Auch gegen den Ball sah er viele Dinge, die ihm wichtig sind. „Das Spiel mit Ball war sehr gut. Das Gegenpressing hat gut funktioniert. Wir haben dem Gegner fast keine Chance gegeben, überhaupt aus der eigenen Hälfte rauszukommen“, sagte Wydra. Genau daraus leitete er auch die klare Überlegenheit seiner Mannschaft ab. Für ihn war sichtbar, dass Siegendorf von Runde zu Runde eingespielter wird und seine Qualität inzwischen immer besser auf den Platz bringt.
Dass der Sieg nicht schon früher feststand, erklärte Wydra einerseits mit der defensiven Ausrichtung des Gegners, andererseits mit fehlendem Glück im Abschluss. Andau habe „sehr defensiv“ gestanden und versucht, die Räume eng zu machen. Dazu lobte der Trainer ausdrücklich den gegnerischen Tormann, der „zwei, drei Chancen wirklich überragend gehalten hat“. Auch Aluminium stand einem früheren Führungstor im Weg, als aus Sicht des Trainers ein, zwei Stangenschüsse sowie ein weiterer Versuch an der Latte dazukamen. Wydra sah deshalb trotz des klaren 2:0 noch Luft nach oben: „Verbesserung ist natürlich, die Torchancen zu nutzen.“ Gleichzeitig wollte er das nicht nur auf fehlende Qualität reduzieren. Er verwies auf den Platz und auf einen Gegner, „der mit zehn Mann hinten drinnen steht“. Diskussionen abseits des Sportlichen gab es für ihn nicht. „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut, und sonst gab es nichts Auffälliges“, sagte Wydra. Mit dem Heimsieg bleibt Siegendorf in der Tabelle vorne, und aus Sicht des Trainers spricht vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung dafür, dass der Aufwärtstrend derzeit anhält.