Spielberichte

„Von zehn Torchancen waren sieben drinnen“: Wimpassing belohnt seinen Druck mit einem klaren 7:0

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Wimpassing
FC Illmitz

In der II. Liga Nord hat der SV Wimpassing dem FC Illmitz beim 7:0 (4:0) von Beginn an den Takt aufgezwungen. Trainer Peter Kaltenegger sah die Richtung der Partie schon früh vorgegeben und erklärte den deutlichen Heimsieg vor allem mit der Konsequenz vor dem Tor: „Von zehn Torchancen waren sieben drinnen.“ Genau diese Effizienz machte den Unterschied.


Torwart wartet auf Eckball

Image by Jörg Struwe from Pixabay

Früher Druck legt das Spiel auf eine Seite

Wimpassing war vom Anpfiff weg das aktivere Team und setzte Illmitz sofort unter Druck. Kaltenegger schilderte die Anfangsphase so: „Wir waren vom Start an sehr druckvoll und haben das Spiel in unsere Hand genommen.“ Bevor die Gastgeber in Führung gingen, hatte Muhamed Berisha bereits die große Chance auf das 1:0, doch der Tormann lenkte den Ball noch an die Stange. Kurz danach fiel der Bann aber doch: Besnik Murseli traf in der 12. Minute zum 1:0. Für Kaltenegger war das mehr als nur die Führung, weil man da schon spürte, wohin das Spiel laufen würde. „Mit der ersten Großchance hat man die Marschrichtung schon mitbekommen. Der Bann ist dann mit dem 1:0 gebrochen gewesen“, sagte der Wimpassing-Trainer nach der Partie.

Nachgelegt statt verwaltet

Entscheidend aus Sicht der Gastgeber war, dass sie nach der Führung nicht nachließen. Kaltenegger betonte genau diesen Punkt ausdrücklich: „Wir haben nicht zurückgenommen, sondern weitergespielt.“ Nur sieben Minuten nach dem 1:0 erhöhte Daniel Filip Masulovic auf 2:0, und auch dieses Tor ordnete der Trainer als wichtigen nächsten Schritt ein, weil es die frühe Überlegenheit auf der Anzeigetafel absicherte. Danach blieb Wimpassing am Drücker. Jan Rainprecht stellte in der 27. Minute auf 3:0, ehe Vinko Grgic in der 32. Minute den schon sehr klaren 4:0-Pausenstand herstellte. Kaltenegger verwies dabei auch auf die Standardsituationen, aus denen seine Mannschaft immer wieder Gefahr erzeugte. Gerade bei den Treffern zum 3:0 und 4:0 sei man „sehr präsent“ gewesen und habe auf den zweiten Ball gut nachgesetzt. Bei aller Deutlichkeit des Zwischenstands verlor er aber den Gegner nicht aus dem Blick: „Illmitz hat auch zwei, drei gute Chancen vorgefunden, aber in Summe war die Führung zur Halbzeit in Ordnung.“

Illmitz kommt zu Chancen, Wimpassing schlägt wieder zu

Nach der Pause verlief die Partie laut Kaltenegger nicht mehr ganz so einseitig wie in der ersten halben Stunde. Er sprach davon, dass seine Mannschaft in den ersten 15 bis 20 Minuten „einen Gang zurückgeschaltet“ habe und Illmitz dadurch noch einmal das eine oder andere Mal zu guten Möglichkeiten kam. Gerade deshalb maß er dem fünften Treffer große Bedeutung bei. Als Murseli in der 73. Minute das 5:0 erzielte, war für den Trainer „die Sache gegessen“. Wimpassing nutzte die Phase danach sofort weiter aus: Elyes Balti erhöhte nur zwei Minuten später auf 6:0, ehe Daniel Filip Masulovic in der 84. Minute mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt zum 7:0 setzte. Kaltenegger sah darin auch eine Frage des richtigen Timings. „Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Hätten wir eines bekommen, hätte es wieder enger werden können. Aber weil wir dran geblieben sind und weiter Druck aufgebaut haben, war es eine Frage der Zeit, bis wir das nächste Tor schießen.“

Klarer Sieg, aber kein Grund zum Zurücklehnen

Trotz des deutlichen Ergebnisses wollte der Wimpassinger Trainer die Leistung nicht nur auf die nackte Zahl reduzieren. Als größte Stärke nannte er „die Kompaktheit in der Defensive und das Umschaltspiel in beide Richtungen“. Dazu kam aus seiner Sicht die Haltung der Mannschaft gegen den Ball. „Die Spieler waren in allen Phasen des Spiels auf Zug und haben sich in der Defensive in alles reingeschmissen“, sagte Kaltenegger. Gleichzeitig sprach er aber auch offen an, wo noch Luft nach oben ist. Vor allem beim Absichern der ballfernen Seite und im Gegenpressing sieht er weitere Arbeit auf seine Mannschaft zukommen: „Wenn wir Druck auf den Ball aufbauen, müssen wir die ballferne Seite noch besser absichern. Auch im Umschaltspiel müssen wir die letzten Schritte noch aktiver machen.“ Die große Torausbeute ordnete er deshalb nüchtern ein und stellte klar, dass man bei Wimpassing trotz des 7:0 nicht abheben werde: „Es gibt immer Verbesserungspotenzial. Wir werden klar weiterarbeiten und versuchen, die nächsten Schritte zu machen.“ Ein ordentliches Zeugnis stellte er auch dem Unparteiischen aus: Das Schiedsrichterteam sei „gut aufeinander eingestimmt“ gewesen und habe „eine sehr solide und gute Leistung“ gezeigt. Für Wimpassing stehen nach sechs Runden damit sieben Punkte zu Buche, und der klare Heimsieg soll nun vor allem eines sein: eine Basis, auf der weiter aufgebaut wird.

II. Liga Nord: Wimpassing : Illmitz - 7:0 (4:0)

  • 84
    Daniel Filip Masulovic 7:0
  • 75
    Elyes Balti 6:0
  • 73
    Besnik Murseli 5:0
  • 32
    Vinko Grgic 4:0
  • 27
    Jan Rainprecht 3:0
  • 19
    Daniel Filip Masulovic 2:0
  • 12
    Besnik Murseli 1:0