In der II. Liga Nord musste sich SC Gattendorf am Samstag zuhause ASV Neufeld mit 0:2 geschlagen geben. Nach einem torlosen ersten Durchgang kam der Knackpunkt aus Sicht von Trainer Dietmar Bader direkt nach der Pause. Gattendorf musste umstellen, kassierte 40 Sekunden nach dem eigenen Anstoß das 0:1 und ließ in der Schlussphase die große Chance auf den Ausgleich ungenutzt.

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Bis zur Pause war es genau die Partie, die sich Bader erhofft hatte. Der Gattendorfer Trainer stellte seiner Mannschaft für diesen Abschnitt ein ordentliches Zeugnis aus und sagte: "Wir wollten gut stehen, wir wollten keine Chancen zulassen. Das ist sicherlich gelungen." Viel hatte der erste Durchgang tatsächlich nicht zu bieten. Neufeld kam kaum zu klaren Möglichkeiten, Gattendorf selbst war in der Vorwärtsbewegung aber zumindest vereinzelt gefährlich. Einmal standen die Gastgeber vor dem Tor und schossen den Tormann an, einmal ging ein Abschluss knapp daneben. "Mehr war in der ersten Halbzeit nicht zu erwähnen", brachte es Bader auf den Punkt. Dass es mit einem 0:0 in die Kabinen ging, passte daher zum Spielverlauf und zunächst auch zur Idee, mit Geduld in dieser Partie zu bleiben.
Der Bruch kam aus seiner Sicht sofort nach dem Seitenwechsel. Bader musste früh reagieren, weil ein Spieler nicht mehr weiterspielen konnte, dazu fiel in der Pause noch ein weiterer Stammspieler aus. Das brachte die Gastgeber aus dem Rhythmus. "Diese Wechsel haben den Spielfluss ein bisschen durcheinandergebracht", erklärte der Trainer. Genau in diese Phase fiel auch das 0:1. Nach eigenem Anstoß wollte Gattendorf nach vorne spielen, verlor aber den Ball. Dann sei man nicht kompakt genug gewesen, habe keinen Druck auf den Ball bekommen und am Ende sei der Schuss auch noch abgefälscht worden. Michael Drga traf in Minute 46 zum 0:1, für Bader war das "das entscheidende Tor". Besonders ärgerlich war für ihn, dass Neufeld damit laut seiner Einschätzung mit dem "ersten wirklichen Torschuss" in Führung ging.
Danach musste Gattendorf ein anderes Spiel annehmen, als es ursprünglich geplant war. "Wenn man 0:1 hinten liegt und Punkte braucht, dann muss man Harakiri spielen", sagte Bader offen. Die Gastgeber machten auf, dadurch blieb die Partie lange offen, gleichzeitig bekam aber auch Neufeld Räume. Bader berichtete, dass der eigene Tormann in dieser Phase mehrmals stark hielt. Die große Möglichkeit auf das 1:1 sah er in der 87. Minute, als Gattendorf alleine auf den Tormann zuging. "Das muss schon ein Tor sein", meinte er, auch wenn er dem Neufelder Schlussmann ein "super gehalten" attestierte. Weil diese Chance ungenutzt blieb, setzte Saša Stanojcic in der Nachspielzeit den Schlusspunkt zum 0:2. Den Unterschied fasste Bader danach ebenso knapp wie treffend zusammen: "Neufeld hat zwei Tore geschossen." Diskussionen um den Unparteiischen wollte er keine aufmachen. "Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung." Für Gattendorf bleibt damit nach sechs Runden weiter nur ein Punkt.