Spielberichte

Frühe Führung, später Knacks: "Fünf Spieler ersetzen in der jetzigen Situation ist nicht einfach"

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FC Winden
SC Gattendorf

In der II. Liga Nord hat sich FC Winden am Freitagabend mit 4:1 gegen SC Gattendorf durchgesetzt. Dabei waren die Gäste durch Peter Filkor früh in Führung gegangen und hatten die Partie lange offen gehalten. Für Gattendorf-Trainer Dietmar Bader kippte das Spiel aber unmittelbar vor der Pause, als das 1:2 fiel. Dazu kamen laut Bader fehlende Durchschlagskraft vorne und mehrere personelle Ausfälle.


Blick durch das Tornetz auf den Torwart

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Starker Beginn der Gäste, dann dreht Winden die Partie noch vor der Pause

Für Gattendorf hatte der Abend zunächst genauso begonnen, wie man sich ein Auswärtsspiel bei einem Gegner in guter Form vorstellt. Schon in der 4. Minute brachte Peter Filkor die Gäste mit 1:0 in Führung. Bader sagte, seine Mannschaft habe danach den Fokus bewusst auf das Verteidigen gelegt, und aus seiner Sicht sei das über weite Strecken auch aufgegangen. "Danach haben wir uns aufs Verteidigen konzentriert, was lange Zeit auch gelungen ist", erklärte der Trainer. Einmal habe der eigene Tormann stark gehalten, einmal habe die Latte geholfen, "ansonsten haben wir ganz geschickt verteidigt". Erst in der 31. Minute fiel der Ausgleich, als Rafail Konios zum 1:1 traf. Genau dieses Tor schilderte Bader sehr konkret: "Da ist die Nummer 7 freigespielt worden und hat ein tolles Tor geschossen." Noch schwerer wog für ihn dann aber das 1:2 tief in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als erneut Konios via Innenstange traf und Winden die Partie noch vor dem Seitenwechsel drehte.

Vergebene Möglichkeiten und zwei Konter als Wendepunkt

Dass Gattendorf zur Pause nicht zumindest auf Augenhöhe in die Kabine ging, hatte für Bader gleich mehrere Gründe. Nach dem 1:1 seien die Gäste offensiv sogar besser in Erscheinung getreten und hätten noch zwei gute Chancen vorgefunden. Eine davon blieb ihm besonders hängen. Ein junger Spieler habe den Ball aus kurzer Distanz nicht ins leere Tor gebracht, sagte Bader sinngemäß und sprach außerdem von einem weiteren Abschluss an die Innenstange, von wo der Ball zum Tormann zurückgesprungen sei. Umso größer war der Wirkungstreffer durch das 1:2 unmittelbar vor dem Pausenpfiff. "Das war fast ein Todesstoß", meinte der Gattendorf-Coach. Nach dem Wechsel habe sich seine Mannschaft zwar "so halbwegs wieder ins Spiel gebracht", endgültig entschieden worden sei die Partie aber durch zwei Gegenstöße. In der 66. und 72. Minute stellte Marco Mravec mit seinem Doppelpack auf 3:1 und 4:1. "Wir sind dann in zwei Konter gelaufen, die man so nicht kriegen darf", sagte Bader, der damit den spielentscheidenden Abschnitt klar benannte.

Trotz 1:4 sieht Bader Einsatz und Haltung seiner Mannschaft

Bei aller Enttäuschung über die Niederlage wollte der Gattendorf-Trainer den Auftritt seiner Elf nicht nur auf das Ergebnis reduzieren. "Positiv war die Stimmung. Positiv war auch die Leidenschaft, mit der wir verteidigt haben. Positiv war auf alle Fälle das gesamte Auftreten", sagte Bader. Gerade mit Blick auf die personelle Lage war ihm dieser Punkt wichtig. "Fünf Spieler ersetzen in der jetzigen Situation ist nicht einfach", hielt er fest und führte auch deshalb die fehlende Durchschlagskraft im letzten Drittel an. "Es fehlte vorne sicherlich auch an Durchschlagskraft", sagte er offen. Gleichzeitig verteilte Bader Respekt an den Sieger. Winden sei ein starker Gegner und verfüge über "wirklich gute Spieler, gute Einzelspieler, die zu einem guten Team zusammengeschweißt worden sind". Strittige Szenen habe es keine gegeben, auch mit der Leistung des Schiedsrichters zeigte er sich einverstanden. Für Gattendorf bleibt die Lage im Tabellenkeller damit zwar weiter schwierig, aus Sicht des Trainers war aber zumindest zu sehen, dass seine Mannschaft trotz der 1:4-Niederlage Haltung und Einsatz auf den Platz gebracht hat.

II. Liga Nord: Winden : Gattendorf - 4:1 (2:1)

  • 72
    Marco Mravec 4:1
  • 66
    Marco Mravec 3:1
  • 48
    Rafail Konios 2:1
  • 31
    Rafail Konios 1:1
  • 4
    Peter Filkor 0:1