Spielberichte

„Wir haben nie aufgegeben“ – Kittsee dreht gegen Hornstein ein 1:2 noch zum 3:2

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SC Kittsee
ASV Hornstein

In der II. Liga Nord hat sich SC Kittsee am Freitagabend in einer wilden Partie gegen ASV COLDAMARIS Hornstein mit 3:2 durchgesetzt. Nach dem 1:1 zur Pause lag der Tabellenführer auch nach dem Seitenwechsel wieder hinten, kam aber noch zurück. Trainer Martin Grabenbauer führte den Heimsieg vor allem auf den Willen seiner Mannschaft zurück: „Wir haben nie aufgegeben und wollten das Spiel unbedingt gewinnen.“


Weiß-Blau-Orangener Fußball auf Rasen

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash

Hornstein drückt, Kittsee antwortet noch vor der Pause

Grabenbauer sah zunächst einen Gegner, der Kittsee sofort beschäftigte. „Hornstein hat sehr gut begonnen, uns in unsere Hälfte hineingedrängt und sehr schnellen, technisch guten Fußball gespielt“, sagte der Trainer. Gerade die erste halbe Stunde sei für seine Mannschaft schwierig gewesen, weil die Gäste viel Bewegung im Spiel hatten und Kittsee einiges zu tun hatte, um mehr Zugriff zu bekommen. In diese starke Anfangsphase der Hornsteiner fiel auch das 0:1 durch Filip Kusalik in der 31. Minute. Grabenbauer sprach dabei von einem „sehr fragwürdigen“ Elfmeter gegen seine Mannschaft, wollte das aber nicht weiter ausführen. Umso wichtiger war aus Sicht der Gastgeber die Reaktion kurz vor dem Seitenwechsel. Nach einem kapitalen Fehler in der Hornsteiner Abwehr schaltete Michal Slezak in der Nachspielzeit der ersten Hälfte am schnellsten und stellte noch auf 1:1.

Der nächste Rückschlag kommt früh nach dem Seitenwechsel

Der Ausgleich nahm Kittsee zwar etwas Druck, der nächste Rückschlag ließ aber nicht lange auf sich warten. In der 50. Minute brachte Zsolt Szücs die Gäste erneut in Führung und Hornstein lag wieder voran. Auch bei dieser Aktion sah Grabenbauer eine strittige Vorgeschichte, weil seiner Meinung nach ein klares Foul an einem Kittseer Spieler vorausgegangen war. Viel wichtiger war für ihn aber, wie seine Mannschaft danach weitermachte. „Wir haben trotzdem nicht aufgegeben. Wir haben an uns geglaubt“, sagte der Trainer. Gleichzeitig hatte er das Gefühl, dass der hohe Aufwand der Gäste aus der ersten Halbzeit Spuren hinterließ. Hornstein habe „irrsinnig viel Druck“ gemacht und enorm viel Laufarbeit investiert, nach der Pause sei dann aber zu sehen gewesen, dass der Gegner kräftemäßig etwas nachließ.

Kamasik gleicht aus, Santos vollendet die Wende

Kittsee blieb dadurch am Drücker und kam in der 74. Minute zum 2:2. Grabenbauer beschrieb die Szene als Folge eines kurz abgespielten Eckballs. Seine Mannschaft ging auf den zweiten Ball, Marko Pernicka bereitete die Aktion stark vor, und am zweiten Pfosten wartete Ibrahim Kamasik, der den Ball zum Ausgleich verwertete. Mit diesem Tor gab sich Kittsee nicht zufrieden. „Man merkte, dass unsere Mannschaft das Spiel unbedingt gewinnen wollte“, sagte Grabenbauer. In der Schlussphase erhöhte der Spitzenreiter noch einmal den Druck und bekam nach einem weiteren kurz abgespielten Corner einen Elfmeter zugesprochen, nachdem Christoph Drobela im Strafraum gefoult worden war. Romulo Silva Santos übernahm in der 90. Minute Verantwortung und machte mit dem 3:2 die Wende perfekt.

Geschlossenheit als Schlüssel, Hornstein verdient viel Respekt

Für Grabenbauer war der Sieg deshalb nicht nur eine Frage der Tore, sondern vor allem eine Frage der Haltung. „Diese Geschlossenheit, dieser Teamgeist, dieser Wille, Spiele auch dann zu drehen, wenn es nicht so gut läuft, das hat heute sehr gut geklappt“, sagte er. Er sprach von einer kompakten, aggressiven und gut organisierten Leistung seiner Mannschaft, verschwieg aber auch nicht die Punkte, an denen weiter gearbeitet werden muss. „Zu verbessern gibt es immer etwas. Chancenverwertung und Chancen zulassen sind das Hauptthema.“ Gleichzeitig verteilte er viel Lob an Hornstein, das für ihn „einer der stärksten Gegner“ bisher war. Mit dem Heimsieg hält Kittsee nach neun Runden bei 22 Punkten und bleibt damit an der Spitze der II. Liga Nord.

II. Liga Nord: Kittsee : Hornstein - 3:2 (1:1)

  • 90
    Romulo Silva Santos 3:2
  • 74
    Ibrahim Kamasik 2:2
  • 50
    Zsolt Szücs 1:2
  • 47
    Michal Slezak 1:1
  • 31
    Filip Kusalik 0:1