In der II. Liga Nord hat FC Andau am 12. Spieltag gegen SC Kittsee einen 2:0-Heimsieg eingefahren und sich dafür vor allem nach der Pause belohnt. Nach dem torlosen ersten Durchgang brachte Karol Meszaros die Gastgeber früh auf Kurs, später legte Norbert Füleki nach. Co-Trainer Michael Wally sah die Stärke klar: „Die Mannschaftsleistung war heute hervorragend.“

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Lange war es eine Partie, in der sich beide Mannschaften wenig schenkten, ohne dass sie sofort offen wurde. Wally beschrieb die Anfangsphase als „relativ ausgeglichen“, auch wenn Andau in seinen Augen mehr vom Spiel hatte. „Wir hatten mehr Spielanteile, sind vorne aber nicht zwingend zu Chancen gekommen“, sagte der Co-Trainer. Kittsee kam nach seiner Einschätzung vor allem über die Seiten in gute Räume, ohne daraus viel Zwingendes zu machen. „Wenn Kittsee den Ball hatte, sind sie teilweise gut über die Seite gekommen, aber wir haben das in den meisten Fällen gut verteidigt“, so Wally. Das 0:0 zur Pause passte deshalb ins Bild, Andau sah sich aber dennoch auf dem richtigen Weg. Wally erzählte, dass er seiner Mannschaft in der Kabine mitgegeben habe, „dass Geduld entscheidend ist um zu unseren Chancen und Toren kommen werden“.
Genau so entwickelte sich das Spiel dann auch. Kurz nach Wiederbeginn fiel in der 47. Minute das 1:0, und für Wally war das ein sehr passender Moment. Den Treffer selbst schilderte er als gelungene Umschaltsituation: Andau verlagerte den Ball auf die rechte Seite, Manuel Schopf brachte die Hereingabe, und Karol Meszaros schloss zum 1:0 ab. „Das war eine sehr gute Aktion, genau diese Sachen haben wir trainiert.“, meinte Wally. Mit der Führung im Rücken wurde Andau sicherer, stand nach Ballverlusten rasch wieder kompakt und ließ Kittsee kaum in gute Abschlusspositionen kommen. In der 75. Minute folgte dann das 2:0, als Norbert Füleki den zweiten Andauer Treffer erzielte. Für Wally brachte dieses Tor noch einmal Ruhe: „Das hat uns gestärkt und Sicherheit gegeben mit dem Zwei-Tore-Vorsprung, den wir dann bis zum Schluss gehalten haben.“
Dass Kittsee am Ende ohne Tor blieb, war für den Andauer Co-Trainer vor allem eine Frage der gemeinsamen Arbeit gegen den Ball. „Die größte Stärke meiner Mannschaft war heute auf jeden Fall, dass wir bis zum Schluss alle mit Herz und Leidenschaft verteidigt haben“, sagte Wally. Dazu kam für ihn, dass seine Mannschaft sich nach Ballgewinn Chancen rausspielte und nach Ballverlusten sofort wieder gemeinsam verteidigte. „In den Umschaltsituationen sind wir direkt wieder draufgegangen und haben sehr gut gemeinsam verteidigt“, erklärte er. Trotz des klaren Heimsiegs wollte Wally den Auftritt aber nicht als fertige Sache verkaufen. Gerade offensiv sieht er noch Luft nach oben: „Wir können uns auf jeden Fall noch verbessern, indem wir vor dem Tor noch kaltschnäuziger werden und unsere Chancen eiskalt verwerten.“ Auch defensiv wünscht er sich, „noch schneller Kompaktheit zu gewinnen“, um dem Gegner noch weniger Möglichkeiten zu geben. Gegen Kittsee reichte die Mischung aus Geduld, Kompaktheit und sauber gesetzten Treffern aber aus, um drei Punkte einzufahren und sich in der Tabelle weiter im engen Mittelfeld der Liga festzusetzen.