Beim Duell von SV Marsch Neuberg und SV KB-Performance Rechnitz in der II. Liga Süd entschied am Ende die Effizienz: Rechnitz unterlag auswärts 2:3, obwohl die Elf von Trainer Joachim Parapatits lange den Ton angab. „Das 2:1, das muss das Tor sein“, haderte der Coach mit der vergebenen Riesenchance unmittelbar nach dem Seitenwechsel und lobte zugleich die kompakte Defensive des Gegners.

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Rechnitz erwischte den besseren Start und belohnte sich: Peter Gergö stellte nach starker Anfangsphase auf 1:0 (24.). Kurz vor der Pause kippte die Partie: Nach mehreren unnötigen Fouls führte ein Vergehen in der 45. Minute zum Elfmeter – Manuel Marcec verwandelte zum 1:1. Direkt nach Wiederbeginn verpasste Rechnitz die große Gelegenheit auf das 2:1, ehe die Heimelf aus dem Nichts zuschlug: Toni Kurecki traf zum 1:2 (70.). In der Schlussphase erhöhte Florian Steinbauer auf 1:3 (89.), der Anschlusstreffer von Adam Schreiner zum 2:3 (94.) kam zu spät. Parapatits’ Fazit: „Nach der Halbzeit hatten wir das Spiel wieder unter Kontrolle – die Top-Chance aufs 2:1 müssen wir machen. Stattdessen kassieren wir das 1:2 aus dem Nichts.“
Im Gesamtbild ordnete der Trainer die Begegnung „eher ausgeglichen mit leichten Vorteilen für uns“ ein. Entscheidend aus seiner Sicht: das verpasste Momentum im zweiten Durchgang. „Chancenplus war bei uns. Wenn wir im entscheidenden Moment das 2:1 – oder schon früher das 2:0 – machen, geht die Partie in eine andere Richtung.“
Der Plan für Halbzeit eins stand: „Mit dem Wind vorne attackieren, den Gegner unter Druck setzen und mit einer Führung in die Pause gehen.“ Bis zur 45. Minute sei das aufgegangen, ehe ein unnötiges Foul den Elfmeter und damit das 1:1 brachte. Standards spielten danach nur noch eine Nebenrolle: Das 1:2 und 1:3 fielen jeweils nach Umschaltmomenten. Zugleich zollte Parapatits den Gastgebern Respekt: „Neuberg ist defensiv sehr kompakt. Mit den Umstellungen auf den Außenverteidigerpositionen ist im Vergleich zum Herbst eine klare Steigerung zu erkennen – der Schlüssel zu ihrem Erfolg war die Defensive.“ Für die kommenden Aufgaben nennt er einen klaren Schwerpunkt: In der Chancenauswertung will seine Mannschaft noch konsequenter auftreten.