Ein intensiver Abend in der II. Liga Süd: Beim Duell des SC HERZ Pinkafeld mit dem SV KB-Performance Rechnitz zeigte sich der Gäste-Trainer reflektiert und zufrieden. Für Joachim Parapatits stand weniger die Tafel als die Art des Auftritts im Vordergrund: viele Umschaltmomente, harte Duelle, präzise verteidigte Standards und am Ende das Gefühl, die klareren Möglichkeiten gehabt zu haben – samt spätem Nadelstich und starken Paraden im Rücken. „Ich denke, letztendlich war es ein verdienter Sieg. Es war ein sehr intensives Spiel, wir hatten sehr viele Chancen – dadurch war der Erfolg verdient“, ordnete Parapatits ein.

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Im Rückblick zeichnete der Coach ein Spiel mit wechselnden Phasen und klarer Kante im eigenen Plan. „Bei 1:0 hatten wir die Chance aufs 2:0, die wir ausgelassen haben. Danach hatte Pinkafeld mehr Spielanteile. Aber wir waren im Umschaltspiel sehr gefährlich und hatten eindeutig die besseren Chancen. Letztendlich haben wir dann die letzte in der Nachspielzeit genutzt – quasi mit dem Schlusspfiff.“ Das passte zur Chronologie: In Minute 17 stellte Roland Szanto auf 1:0, ehe er in der 94. Minute zum 2:0 nachlegte. Dass Pinkafeld zwischenzeitlich längere Ballbesitzphasen hatte, konterte Rechnitz mit Tempo und Zielstrebigkeit nach Ballgewinnen; der Fokus lag auf klaren Wegen zum Tor statt auf Ballzirkulation.
Besonders stolz war Parapatits auf das Verhalten bei ruhenden Bällen: „Wir sind gut gestanden. Der Gegner hatte viele Freistöße und Corner, die wir sehr gut verteidigt haben. Aus unseren eigenen offensiven Standards haben wir zwar kein Tor erzielt, insgesamt war ich aber sehr zufrieden.“ Dass die Hausherren über Standards stets gefährlich blieben – inklusive einer einmal strittigen Elfmeterszene – änderte am Grundgefühl nichts: Disziplin, enge Zuordnungen und Wucht im ersten wie zweiten Duell hielten die heiklen Momente vom eigenen Tor fern. In der individuellen Würdigung blieb Parapatits maßvoll: Er hätte „eigentlich alle“ hervorheben müssen, betonte aber neben dem starken Torhüter den Doppeltorschützen Roland Szanto als Matchwinner dieses Abends.
Die Partie trug ein hohes Tempo, blieb aber im Rahmen: „Die Begegnung war sehr intensiv, aber fair von beiden Mannschaften geführt.“ Kurz vor Schluss gab es dennoch Diskussionsstoff: „Zum Schluss gab es eine Szene, in der der Gegner Hand reklamiert hat. Das kann ich nicht beurteilen, ich war zu weit weg.“ Das Umfeld ebnete einem sauberen Wettkampf den Weg: „Die Intensität war hoch, die Platzverhältnisse top. Auch die Zuschauer sind mitgegangen.“ Für die nächsten Wochen bleibt der Kompass klar ausgerichtet: „Auswärts in Pinkafeld zwei Tore zu erzielen, gelingt nicht vielen Mannschaften. Die Chancenverwertung kann trotzdem noch besser werden. Ansonsten wollen wir defensiv so diszipliniert weitermachen wie heute – dann sind wir auf dem richtigen Weg.“