Spielberichte

SV Olbendorf – Sektionsleiter Dietmar Graf: "Mit weniger Druck in die nächsten Wochen" nach 3:0 in Neuberg

SV Neuberg
Olbendorf

Im Rahmen der II. Liga Süd trat der SV Olbendorf beim SV Marsch Neuberg an. Sektionsleiter Dietmar Graf schilderte eine kampfbetonte, faire Derby-Atmosphäre, geprägt von Ausfällen auf beiden Seiten und einem kurzfristigen Torwart-Ausfall bei Neuberg. Er hob die über weite Strecken ausgeglichene Statik, effiziente Konter und eine stabile Innenverteidigung hervor – und den psychologischen Effekt: mit Ruhe und weniger Druck in die nächsten Wochen zu gehen.


Rote Tribünensitze

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Weichenstellung im Derby

Beide Teams traten ersatzgeschwächt an, und „Neuberg ist dann kurz vor Spielbeginn auch der Tormann noch ausgefallen“, ordnete Dietmar Graf die Ausgangslage ein. Nach einem intensiven Beginn fiel die erste Schlüsselaktion früh: Ein weiter Einwurf segelte in den Strafraum, wurde per Kopf unglücklich verlängert und landete im langen Eck – in der 17. Minute brachte ein Eigentor von Manuel Neubauer Olbendorf mit 1:0 in Führung. „Es war ein interessantes Spiel, das intensiv begonnen hat“, sagte Graf, dessen Team anschließend tendenziell die Überhand gewann. Olbendorf drängte auf den zweiten Treffer; besonders gefährlich wurde es bei Standards, als Patrik Gasiorowski einen Freistoß wuchtig an die Latte setzte. Auch aus der Distanz suchte er mehrfach den Abschluss. Der erste Abschnitt blieb insgesamt körperlich betont und eng geführt, mit leichten Vorteilen für Olbendorf, das aber trotz Druckphase noch nicht nachlegen konnte.

Neubergs Druckphase, Olbendorfs Effizienz

Zur Pause führte Olbendorf 1:0, und gleich nach Wiederbeginn drehte Neuberg auf: In den ersten 20 bis 25 Minuten nach dem Seitenwechsel erspielten sich die Gastgeber deutliche Anteile und mehrere gute Möglichkeiten. „Da hatten wir Glück, dass sie kein Tor erzielten“, räumte Graf ein. Mit zunehmender Spieldauer befreite sich Olbendorf und setzte auf schnelle Umschaltmomente – mit Wirkung. Nach einem sauber zu Ende gespielten Konter erhöhte Leon Hofer in der 70. Minute präzise auf 2:0. Wenig später lief eine sehenswerte Kombination über mehrere Stationen, an deren Ende Marc Mazetti in der 77. Minute entschlossen zum 3:0 vollendete. In der Schlussphase erspielten sich die Gäste weitere Gelegenheiten und hätten in der Nachspielzeit sogar noch erhöhen können, ließen aber zwei aussichtsreiche Chancen ungenutzt. Entscheidender als die Anzahl der Möglichkeiten blieb an diesem Tag die Effizienz in den Momenten, in denen Räume aufgingen.

Balance, Standards und ein entspannter Blick nach vorn

Im Gesamtbild sah Graf ein Duell auf Augenhöhe: „Summe summarum muss man sagen, erste Halbzeit ein leichter Spielvorteil für Olbendorf. Zweite Halbzeit kann man auch so sagen, weil die ersten zwanzig, fünfundzwanzig Minuten hat Neuberg wesentlich mehr Anteil gehabt und zum Schluss ist es wieder auf unserem Bettel geschlagen. Summe summarum: gleichmäßige Ballverteilung.“ Auffällig blieb die Standardschärfe: Gasiorowskis ruhender Ball an die Latte war der markanteste Moment, später versuchte er es mehrfach aus der Distanz. Defensiv überzeugte die Abwehrreihe mit Ruhe und Konsequenz, allen voran Mislav Komorski; im Angriff bewies der Torschütze Hofer bemerkenswerte Kaltblütigkeit. Zur Gangart meinte Graf: „Es gab auch einige, also vier gelbe Karten, die auch in Ordnung gehen, was man sich geteilt hat – zwei bei uns, zwei bei ihnen. Und nein, also nichts Auffälliges.“ Die Stimmung nach dem Spiel war gelöst: „Wir sind jetzt einmal sehr zufrieden mit dieser aktuellen Situation und Lage. Es sind noch acht Runden zu spielen bis zum Meisterschaftsende. Wir haben jetzt schon 32 Punkte. Wir können einmal durchschnaufen. Wir können jetzt auf die kommenden Spiele ruhig und mit weniger Druck reingehen.“ Am kommenden Wochenende soll vor heimischem Publikum wieder guter Fußball folgen – und, wenn es nach Graf geht, idealerweise weitere Punkte für die stabile Ausgangslage.

II. Liga Süd: Neuberg : Olbendorf - 0:3 (0:1)

  • 77
    Marc Handel Mazetti 0:3
  • 70
    Leon Hofer 0:2
  • 17
    Eigentor durch Manuel Neubauer 0:1

 

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