Nach dem Heimauftritt von SV Stegersbach gegen ASV Gemeinde Tobaj in der II. Liga Süd stellte Trainer Matthias Dürnbeck die mannschaftliche Geschlossenheit in den Mittelpunkt. Seine Bilanz: dominanter Ballbesitz über die gesamte Spieldauer, starke Arbeit gegen den Ball und eine spürbare Steigerung im letzten Drittel nach der Pause. Defensiv griffen die Abläufe in der Restverteidigung, offensiv führten klarere Entscheidungen nach der Halbzeit zum Durchbruch – eine Vorstellung, die personelle Ausfälle kollektiv kompensierte. „Das Ergebnis ist gerecht. Wir haben sehr dominanten Ballbesitzfußball gespielt und waren gegen den Ball aktiv. In der ersten Halbzeit haben wir im letzten Drittel oft die falschen Entscheidungen getroffen, nach der Pause dann die besseren – deshalb war der Sieg in dieser Höhe verdient“, so Dürnbeck. Einen Einzelnen wollte er nicht hervorheben: „Einen Mann des Spiels hebe ich nicht heraus – das Kollektiv überragt.“

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Über 90 Minuten kontrollierte Stegersbach das Geschehen. Die Gastgeber hielten Tobaj konsequent vom eigenen Tor fern, gewannen viele zweite Bälle und beschleunigten nach dem Seitenwechsel häufiger in die Tiefe – genau dort, wo vor der Pause noch der letzte Pass oder das Timing beim Strafraumeintritt fehlten. „Wir waren klar ballbesitzdominant“, fasste Dürnbeck zusammen. Die Vorstellung wirkte in beiden Phasen ausgewogen: sauberer Aufbau mit klaren Verbindungen in die Halbräume, robustes Gegenpressing nach Ballverlusten – und nach der Pause mehr Mut in den Läufen hinter die Kette.
Als Moment, der den Knoten löste, identifizierte Dürnbeck den frühen Führungstreffer: In der 16. Minute brachte Bence Vajda den SVS mit 1:0 in Front und krönte die geduldige Ballzirkulation. Zur Pause stand es 1:0. Nach dem Wiederanpfiff erhöhte Nico Benkö in der 52. Minute auf 2:0 – Ausdruck klarerer Entscheidungen im letzten Drittel. Ein Doppelschlag in der 71. und 73. Minute durch Mark Horvath goss die Kontrolle in Ergebnisform: In der 71. Minute traf Mark Horvath zum 3:0 und in der 73. Minute erhöhte Mark Horvath auf 4:0. Den energischen Schlusspunkt setzte schließlich Tobias Strobl in der 83. Minute zum 5:0, nachdem Stegersbach weiter hoch anlief und zweite Bälle im Mittelfeld konsequent einsammelte.
Zentral für diese Stabilität war die Absicherung hinter dem Ball. „Wir haben sehr stark an der Restverteidigung gearbeitet – das hat diese Woche sehr gut funktioniert und schon in der Vorwoche gegriffen“, betonte Dürnbeck. Die Linie war klar: konsequente Staffelungen bei eigenem Ballbesitz, saubere Absicherung bei Verlagerungen und sofortige Gegenpressing-Impulse. Der Verzicht auf einen „Mann des Spiels“ passt zu dieser Idee – die Leistung war eng ans Kollektiv gebunden. Personell bleibt der SVS zwar gefordert, doch Dürnbeck sieht Licht am Ende des Tunnels: „Wie in den vergangenen Wochen müssen wir auf wichtige Spieler verzichten. Aber nächste Woche sollte der eine oder andere wieder ins Mannschaftstraining einsteigen – das gibt uns wieder etwas mehr Kaderbreite.“ Auch für den Gegner fand er anerkennende Worte: In der ersten Halbzeit habe Tobaj „sehr gut verteidigt“, nach der Pause habe sich seine Mannschaft „besser darauf eingestellt“ und die Kontrolle mit mehr Zielstrebigkeit in Abschlüsse übersetzt.