Für Roman Schaffer, Trainer von ASKÖ Schlaining, war dieser Auftritt eine klare Standortbestimmung: Er sprach von Dominanz und ausgeprägtem Siegeswillen. Gegen SV Marsch Neuberg bestätigte er zudem, dass sein Team über weite Strecken die Kontrolle hatte. In der II. Liga Süd klang der Ton trotz Zufriedenheit nüchtern: Vieles habe gut funktioniert, doch es bleibe Arbeit – defensiv, im Kollektiv und in der Verbindung zu den eigenen Fans.

Image by Jörg Struwe from Pixabay
Schaffers Einordnung war eindeutig: Von Beginn an trug seine Mannschaft den Plan auf den Platz, setzte sich in den Zweikämpfen durch und diktierte lange das Tempo. Auch die taktische Disziplin gefiel dem Coach. „Wir haben einiges sehr gut umgesetzt, aber es gibt immer etwas zu verbessern – daran arbeiten wir weiter“, erklärte Schaffer und blieb seiner Linie treu: keine Einzeltypen, sondern Fokus auf das Kollektiv, klare Abläufe und Präsenz in den Duellen.
Die Partie bekam früh eine Richtung: Der Führungstreffer fiel nach 19 Minuten durch Jan Röhrling zum 1:0, Zoltan Nagy erhöhte in der 28. zum 2:0, und kurz vor der Pause legte Akos Füzi in der 42. nach – Halbzeitstand 3:0. Direkt nach Wiederbeginn verkürzte Neuberg durch Dominik Weber in der 47. Minute zum 3:1, ehe Tobias Glösl in der 80. den Drei-Tore-Abstand mit dem 4:1 wiederherstellte. Den Schlusspunkt setzte Schlaining in der 87. Minute durch Jan Röhrling zum 5:1. Dass mehrere Spieler Verantwortung übernahmen, passte exakt zu Schaffers Ansatz: Breite in der Box, Konsequenz im Abschluss. „Eine starke Teamleistung, an die wir in den nächsten Wochen anknüpfen wollen“, so der Tenor des Trainers.
Im nächsten Schritt denkt Schaffer an Feinjustierungen – und an die Balance zwischen Offensivdrang und Stabilität. „Wir wollen daran arbeiten, kein Gegentor zu kassieren, die Unterstützung der Zuschauer weiter zu stärken und weiterhin als Team verschiedene Torschützen zu haben.“