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ASKÖ Korkisch Rotenturm – Co-Trainer Florian Mayer: „Spielerisch unsere beste Frühjahrsleistung, aber diesesmal keine Punkte“

ASKÖ Rotenturm
SV Kukmirn

In der II. Liga Süd traf ASKÖ Korkisch Rotenturm auf SV Kukmirn – und für Co-Trainer Florian Mayer überwogen trotz des bitteren Endes Stolz und Zuversicht: Er sprach von einem Duell auf Augenhöhe und der bislang besten Frühjahrsleistung seines Teams. Die Atmosphäre war intensiv, die Enttäuschung greifbar, doch der Blick geht nach vorn: Eine lange Serie ohne Niederlage endete, das Ziel Klassenerhalt bleibt fest im Fokus.


Torwart in grüner Dress hockend

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Ausgleich auf dem Platz, Intensität auf dem Rasen

Mayer zeichnete ein klares Bild der Kräfteverhältnisse. Im Ballbesitz war Rotenturm über weite Strecken spielbestimmend; phasenweise entwickelte sich ein offenes Duell mit starken Momenten auf beiden Seiten. Auch physisch war es eine intensive Partie, in der sich niemand etwas schenkte – der einsetzende Regen erhöhte Tempo und Härte zusätzlich, insgesamt blieb das Kräftemessen jedoch ausgeglichen. Zur Pause nahm Rotenturm die verdiente 1:0-Führung mit in die Kabine. Nach dem 2:2 drückte seine Mannschaft sichtbar auf den nächsten Treffer – ein Eindruck, der Mayers Gesamtbewertung stützt: spielerisch die beste Vorstellung im Frühjahr, getragen von Aggressivität, Kollektivleistung und hoher Laufbereitschaft. „Keiner ist individuell herausgestochen – wir waren über das Kollektiv sehr gut und kampfstark“, so Mayer.

Schlüsselmomente: Führung, Rückschläge, Last-Minute-Nadelstich

Die Dramaturgie war dicht: Daniel Fekete stellte in der 17. Minute per wuchtigem Kopfball auf 1:0 – die logische Belohnung für eine dominante Phase Rotenturms. Nach Wiederbeginn kippte das Momentum binnen Augenblicken: Julian Heindl traf in der 67. Minute zum 1:1, nur eine Minute später legte Dominik Vrtaric das 1:2 nach. Rotenturm antwortete prompt – Asmir Selimovic egalisierte in der 73. Minute zum 2:2 und entfachte damit die beste Drangphase der Hausherren. Als vieles auf ein gerechtes Remis hindeutete, fiel die Entscheidung spät: Mihael Rebernik jagte in der 89. Minute einen Weitschuss aus rund 30 Metern zum 2:3 ins Netz – ein Beispiel dafür, welche Wirkung ein Distanzversuch haben kann. Für Mayer blieb das Gefühl einer Partie, „in der Rotenturm den Sieg ebenso verdient gehabt hätte – ein Unentschieden wäre jedenfalls völlig gerecht gewesen“.

Flanken als Waffe, Mut zur zweiten Reihe und der Blick nach vorne

Taktisch sah Mayer vieles bestätigt. Seine Elf setzte den Matchplan diszipliniert um und überzeugte vor allem über die Seiten: „Über Flanken waren wir besonders gefährlich – das müssen wir in den nächsten Spielen stärker forcieren. Unser Mittelstürmer braucht diese Bälle, dann sind wir brandgefährlich.“ Gleichzeitig formulierte er einen klaren Auftrag: Rotenturm solle häufiger den Abschluss aus dem Zentrum und aus der zweiten Reihe suchen, statt sich festzulaufen – der späte Gegentreffer dient als Mahnung, rechtzeitig den Mut zum Schuss zu haben. Inhaltlich überwog trotz der Enttäuschung die Zuversicht: genügend herausgespielte Chancen, hohes Tempo, Präsenz in den Zweikämpfen und eine Mannschaft, die als Einheit auftrat.

Dass die Niederlage die Serie von neun Partien ohne Pleite beendete, ändert für Mayer nichts am Kurs: „Wir können trotz der Niederlage sehr viel Positives mitnehmen. Spielerisch war es unsere beste Frühjahrsleistung, wir hatten genügend Möglichkeiten, waren aggressiv und kampfstark. Jetzt heißt es weiterarbeiten, weiter punkten – dann bin ich guter Dinge, dass wir unser Ziel Klassenerhalt bald erreichen.“

II. Liga Süd: ASKÖ Rotenturm : Kukmirn - 2:3 (1:0)

  • 89
    Mihael Rebernik 2:3
  • 73
    Asmir Selimovic 2:2
  • 68
    Dominik Vrtaric 1:2
  • 67
    Julian Heindl 1:1
  • 17
    Daniel Fekete 1:0

 

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