Spielberichte

Roman Schaffer (Trainer ASKÖ Schlaining): "Diszipliniert bis zur letzten Minute"

Bad Tatzmannsdorf
ASK Schlaining

Im Derby der II. Liga Süd zwischen Bad Tatzmannsdorf und ASKÖ Schlaining setzte sich der Gast mit 2:1 durch – trotz 0:1 zur Pause. Luka Grgic traf kurz vor dem Wechsel, Csanád Héra glich nach Wiederbeginn aus, ehe Adam Imre Kiss in der Nachspielzeit den Sieg fixierte. Trainer Roman Schaffer sprach von „einer sehr ausgeglichenen Partie“ und hob die Tugenden seiner Elf hervor: „Disziplin bis zur letzten Minute“ und der Glaube an den Sieg machten am Ende den Unterschied.


Ball auf Rasen im Tor im Hintergrund

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Vom 0:1 zum Last-Minute-Derbysieg

Die Partie begann so, wie man es in einem Nachbarschaftsduell erwartet: eng, hart umkämpft und mit wenigen klaren Räumen. Die Hausherren standen kompakt, arbeiteten diszipliniert gegen den Ball und ließen Schlaining nur wenig Tempo aufnehmen. Kurz vor dem Pausenpfiff schlug Bad Tatzmannsdorf zu: In Minute 44 stellte Luka Grgic auf 1:0, zur Halbzeit lagen die Gastgeber damit vorne. Schlaining kam aber wach aus der Kabine und antwortete sofort. In der 48. Minute drückte Csanád Héra den Ausgleich über die Linie, das Spiel war wieder offen. In der Folge blieb es ein Geduldsspiel, beide Teams schenkten einander keinen Zentimeter. Als vieles schon auf eine Punkteteilung hindeutete, traf Adam Imre Kiss in Minute 92 – der späte 2:1-Auswärtssieg war perfekt.

Schaffer über Taktik, Geduld und die Elferdiskussion

Roman Schaffer ordnete das Geschehen nach dem Schlusspfiff nüchtern ein. „Es war eine sehr ausgeglichene Partie, die Heimmannschaft war sehr taktisch und sehr diszipliniert“, sagte der Schlaining-Coach und würdigte die kluge Ausrichtung des Gegners. „Bad Tatzmannsdorf ist sehr defensiv gestanden, hat das taktisch sehr gut angelegt. Es war für uns schwierig, offensiv haben wir leider zu wenig gemacht“, räumte er ein. Umso höher bewertete er die Reaktion seiner Mannschaft: „Trotzdem war es von der Mannschaftsleistung bis zum Schluss eine Topleistung, dass wir den Sieg in den letzten Minuten noch heimgebracht haben.“ Thema waren auch strittige Szenen im Strafraum. „Es waren auf beiden Seiten Elfersituationen, es wurde keiner gegeben, das war in Ordnung. Der Schiedsrichter hätte Situationen entscheiden können, hat es nicht gemacht – für beide Seiten wäre es entscheidend gewesen“, so Schaffer.

Geschlossenheit als Schlüssel, klare Arbeitspunkte – Respekt für den Gegner

Was den Ausschlag gab, brachte der Trainer auf den Punkt: „Die größte Stärke war, bis zur letzten Minute diszipliniert zu sein, Geschlossenheit zu zeigen, Teamfähigkeit zu haben – jeder muss bis zum Schluss Gas geben.“ Gleichzeitig sieht Schaffer genügend Ansatzpunkte für die nächsten Einheiten: „Verbesserungspotenzial haben wir in jeder Hinsicht: Kommunikation, Zweikämpfe, spielerisch und bei den Torschützen.“ Den Derbycharakter strich er ausdrücklich hervor: „Es war ein Derby, da ist klar, dass es eng ausgeht.“ Lob gab es auch für die Gastgeber: „Bad Tatzmannsdorf hat sich sehr gut eingestellt und uns die Situationen schwierig gemacht. Trotzdem haben wir die richtigen Lösungen gesucht, an uns geglaubt – das war spitze.“ 

II. Liga Süd: Bad Tatzmannsdorf : Schlaining - 1:2 (1:0)

  • 92
    Adam Imre Kiss 1:2
  • 48
    Csanád Héra 1:1
  • 44
    Luka Grgic 1:0

 

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