In Runde 29 der II. Liga Süd trennten sich der SK Unterschützen und der UFC Markt Allhau 2:2. Die Gäste führten zur Pause, mussten das Spiel in der Schlussphase aber fast aus der Hand geben – ehe ein spätes Eigentor den Punkt rettete. Sektionsleiter Ewald Musser sprach von einer zähen ersten Halbzeit mit vielen Ausfällen auf beiden Seiten und sah am Ende ein gerechtes Remis: „So einen richtigen Sieg hat sich keiner verdient.“

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Die Partie brauchte lange, um Fahrt aufzunehmen. Ewald Musser beschrieb den ersten Abschnitt ohne Schnörkel: „Die erste Halbzeit war kein hochklassiges Spiel. Man hat bei beiden Mannschaften gemerkt, dass wichtige Spieler verletzungsbedingt fehlen.“ Trotz der zähen Kost durften die Gäste jubeln: In Minute 39 stellte Szilárd Devecseri auf 0:1, mit diesem knappen Vorsprung ging es auch in die Kabinen. „Wir waren glücklich in Führung“, meinte Musser und hob zugleich die Moral seiner Truppe hervor: „Wir haben drei hochkarätige Ausfälle gehabt, das haben wir trotzdem recht gut kompensiert.“ Für Unterschützen blieb bis zur Pause vieles Stückwerk, echte Großchancen waren Mangelware – Markt Allhau hatte in dieser Phase das Geschehen im Griff, ohne jedoch serienweise Abschlüsse zu erzwingen.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste zu. „In der zweiten Halbzeit hatten wir 20, 25 Minuten das Spiel richtig im Griff“, sagte Musser. Genau in diese ordentliche Phase hinein fiel allerdings der Ausgleich: Mit der ersten wirklich gefährlichen Aktion traf Unterschützen durch Jonathan Pahr zum 1:1 (70.). Der Treffer gab den Hausherren Rückenwind, doch Markt Allhau hatte sofort die Antwort am Fuß. „Beim Stand von 1:1 war unser Einwechselspieler alleine vor dem Tor und hätte das 2:1 machen können. Leider vergeben“, haderte Musser. Was die Angelegenheit besonders bitter machte: „Im Gegenstoß haben wir dann das 2:1 gekriegt.“ Marco Helmig drehte die Partie in Minute 82 für die Heimischen. Aus Sicht der Gäste war das die entscheidende Szene des Abends – die Kontrolle war weg, der Rückstand da.
Markt Allhau warf in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne – und wurde spät belohnt: In der fünften Minute der Nachspielzeit lenkte Unterschützens Attila Gerencser den Ball ins eigene Tor, 2:2. „Wir sind dann noch froh gewesen, dass wir in der Nachspielzeit den Ausgleich gemacht haben“, atmete Musser hörbar auf. Seine Gesamteinschätzung blieb bodenständig: „In der Summe war es ein gerechtes Unentschieden.“ Warum es nicht zu mehr reichte, erklärte er klar: „Wir hätten zu mehr Torchancen kommen müssen. Der Gegner ist defensiv gut gestanden, deshalb hat es nicht viele Möglichkeiten gegeben.“ Auch zum Schiedsrichter fand Musser ruhige Worte: „Ich habe den Schiedsrichter ganz gut empfunden. Der Gegner hat sich am Schluss über die lange Nachspielzeit beschwert – passiert halt so im Fußball.“ In der Tabelle bleibt Markt Allhau mit 37 Punkten Elfter, Unterschützen folgt mit 34 Zählern knapp dahinter. Für den Endspurt nimmt Musser mit, dass seine Mannschaft Ausfälle auffangen kann – und dass sie in engen Spielen die große Chance aufs Siegtor konsequenter nützen muss.