In der II. Liga Süd setzte sich SC Grafenschachen in Runde 29 klar mit 7:1 gegen SV Güssing durch. Die Hausherren führten schon zur Pause 4:0 und ließen auch nach dem Güssinger Anschlusstreffer nicht locker. Trainer Lukas Halwachs sprach von einer dominanten Vorstellung mit viel Ballbesitz und eiskalter Chancenauswertung. Entscheidend waren die frühen Treffer – danach geriet der deutliche Sieg aus seiner Sicht zu keiner Zeit mehr in Gefahr.

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Grafenschachen legte los wie die Feuerwehr. „Wir waren von der ersten Minute klar überlegen, hatten viel Ballbesitz und haben mit zwei schönen Aktionen schnell die Führung erzielt. Der Sieg war nie in Gefahr“, sagte Coach Lukas Halwachs. Das 1:0 fiel in Minute 11 durch Michael Strobl, der laut Halwachs’ Beschreibung einen idealen Stanglpass verwertete: „Das erste Tor hat Klemens Höller über die Seite vorbereitet, den Stanglpass auf Michael Strobl gespielt, und der hat eingeschoben.“ Nur sechs Minuten später das 2:0 (17.) – wieder Strobl, diesmal nach einem zu kurzen Rückpass der Gäste: „Beim zweiten war es ein zu kurzer Rückpass der Güssinger Innenverteidigung. Michael Strobl ist dazwischen und macht das 2:0.“ Uwe Stipits legte in der 24. Minute das 3:0 nach, ehe Strobl mit seinem dritten Treffer des Tages auf 4:0 stellte (37.). Zur Pause stand ein klares 4:0, der Dreierpack des Angreifers war bereits eingetütet.
Nach dem Seitenwechsel blieb Güssing bemüht und suchte den Weg ins Spiel vor allem über ruhende Bälle. „Güssing hat trotz des Rückstands immer probiert, vor allem über Standards. Da mussten wir aufmerksam bleiben“, erklärte Halwachs. In der 72. Minute wurden die Gäste belohnt: Fabio Zach verkürzte auf 4:1. Die Antwort der Heimischen ließ jedoch kaum Zeit zum Durchschnaufen. Klemens Höller stellte nur zwei Minuten später auf 5:1 (74.), Fabio Pimperl erhöhte kurz darauf auf 6:1 (77.), und in der Schlussminute traf Michael Oberrisser zum 7:1-Endstand (90.). Dass die Partie so früh in die richtige Richtung lief, führte Halwachs auch auf die Kaltschnäuzigkeit zurück: „Wir waren bei der Chancenauswertung sehr effizient. Die ersten zwei Torschüsse waren drinnen, wir haben wenig Chancen gebraucht und waren im Abschluss sehr effektiv.“ Positiv fiel ihm auch die ruhige Leitung des Spiels auf: „Das Spiel war leicht zu leiten, es war nicht emotional. Der Schiedsrichter hat das souverän gemacht.“
In der Analyse blieb der Grafenschachener Trainer bei klaren Punkten: „Der Unterschied lag in unserer individuellen Qualität und darin, dass wir fokussierter und mit mehr Wille gespielt haben. Wir wollten nach letzter Woche eine Reaktion zeigen, und das ist uns gelungen.“ Der Blick auf die Tabelle unterstreicht den Eindruck: Grafenschachen steht nach 29 Runden mit 49 Punkten auf Rang vier, während Güssing mit 15 Zählern das Tabellenende ziert. Neben Dreifachtorschütze Michael Strobl trugen sich Uwe Stipits, Klemens Höller, Fabio Pimperl und Michael Oberrisser in die Liste der Torschützen ein – Grafenschachen war also vorne breit aufgestellt. Mit dem überzeugenden 7:1 im Rücken will Grafenschachen diesen Fokus nun ins Saisonfinish mitnehmen und die gezeigte Entschlossenheit bestätigen.