Spielberichte

„Zehn Minuten abwesend“: Unterschützen kassiert drei schnelle Gegentore und verliert 1:3 in Olbendorf

Olbendorf
SK Unterschützen

In der II. Liga Süd setzte es für den SK Unterschützen beim SV Olbendorf eine 1:3-Niederlage (0:0). Entscheidend war eine wilde Phase kurz nach der Pause, in der die Gäste drei Gegentore in wenigen Minuten schluckten. Trainer Patrick Tölly sprach von „zehn Minuten abwesend“ und haderte damit, dass seine Mannschaft die Überlegenheit nicht in Treffer ummünzte. Olbendorf blieb eiskalt, Unterschützen fehlte trotz Chancen die letzte Konsequenz.


Weiß-Blau-Orangener Fußball auf Rasen

Foto von Alfonso Scarpa auf Unsplash

Drei Nackenschläge in kürzester Zeit entscheiden die Partie

Die Partie begann ganz nach dem Geschmack der Gäste. Patrick Tölly schilderte eine erste Hälfte, in der Unterschützen das Geschehen kontrollierte und hinten kaum etwas zuließ. „Wir waren in der ersten Halbzeit sehr spielbestimmend, haben defensiv nichts zugelassen. Vorne hatten wir ein, zwei Chancen und müssen eigentlich in Führung gehen“, so der Coach. Zur Pause stand es 0:0, und auch nach Wiederbeginn blieb sein Team zunächst am Drücker. Dann kippte das Spiel in kürzester Zeit: In Minute 55 traf Leon Hofer zum 1:0, nur eine Minute später erhöhte Franko Knez auf 2:0, und in der 59. Minute legte erneut Hofer das 3:0 nach. Bitter zudem: Kurz vor dieser Serie waren die Gäste selbst einmal frei durch, scheiterten aber.

Tölly: „Wir waren sehr gut im Spiel – und dann zehn Minuten abwesend“

Aus Trainersicht lag die Crux nicht im fehlenden Willen, sondern in der Effizienz in den Strafräumen. „Es hat nicht funktioniert, dass wir unsere Überlegenheit und den Druck mit Tore vollenden“, sagte Tölly. „Und dann haben wir innerhalb kürzester Zeit defensiv einen kompletten Stillstand und kassieren ganz leicht drei Tore.“ Der entscheidende Moment? „Dass du zehn Minuten abwesend bist – da ist uns das ganze Spiel zusammengebrochen.“ Auch nach dem Rückschlag blieb Unterschützen offensiv präsent. Zeyran Ergül verkürzte in der 65. Minute auf 3:1, kurz darauf köpfelten die Gäste an die Stange und hatten weitere Möglichkeiten. Den Gegner wollte er nicht bewerten: „Wahre größe zeigt sich im Respekt gegenüber dem Gegner, besonders nach einem emotionalen Spiel!" Und er brachte es nüchtern auf den Punkt: „Olbendorf hat unsere Fehler ausgenutzt, wir aus einem guten Spiel leider keine Punkte gemacht.“

Fairer Umgang, klare Lehren und ein Blick auf die Tabelle

Bei aller Enttäuschung blieb der Ton sachlich. Die Leistung des Unparteiischen kommentierte Tölly ruhig: „Der Schiedsrichter war durchaus okay, es gab keine groben Dinge.“ Inhaltlich nahm er sein Team dennoch in die Pflicht: Chancen verwerten, einfache Fehler abstellen, in heiklen Phasen wach bleiben. Genau diese Mischung machte am Ende den Unterschied zwischen einem Punktgewinn und der Auswärtsniederlage. In der Tabelle steht Olbendorf nach 30 Runden mit 40 Zählern auf Rang zehn, Unterschützen hält bei 34 Punkten auf Platz zwölf. Für die Gäste heißt das: Der Auftritt gab spielerisch viel her, doch ohne Ertrag. Die Lehre ist klar – die guten Phasen strecken, die „Stillstand“-Minuten abdrehen und die Möglichkeiten konsequenter nutzen.

II. Liga Süd: Olbendorf : Unterschützen - 3:1 (0:0)

  • 65
    Zeyran Ergül 3:1
  • 59
    Leon Hofer 3:0
  • 56
    Franko Knez 2:0
  • 55
    Leon Hofer 1:0