Spielberichte

Ausgleich und Rot als Wendepunkt: Rechnitz gewinnt 3:1 nach der Pause

SV Rechnitz
Grafenschachen

In der II. Liga Süd feierte der SV KB-Performance Rechnitz in Runde 30 einen 3:1-Heimerfolg über den SC Grafenschachen. Nach einem frühen 0:1 kamen die Hausherren noch vor der Pause zurück, gingen nach Wiederbeginn in Führung und legten nach einer roten Karte für die Gäste noch einmal nach. Trainer Joachim Parapatits sprach von einer verdienten Wende und nannte Ausgleich und Ausschluss als die Schlüsselmomente dieses Abends.


Schuhe mit Tornetz

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Gäste bestimmen die Anfangsphase – Rechnitz antwortet vor der Pause

Grafenschachen erwischte den besseren Start, war griffiger in den Zweikämpfen und suchte zielstrebig den Weg nach vorne. „Die erste halbe Stunde war Grafenschachen dominanter, spielbestimmender und auch verdient in Führung gegangen“, hielt Joachim Parapatits fest. Folgerichtig fiel in Minute 15 das 0:1 durch Michael Strobl. Rechnitz brauchte etwas, fand dann aber über den Kampf ins Spiel und setzte vor der Pause das erste Ausrufezeichen: Ádám Mihály Schreiner glich in der 27. Minute zum 1:1 aus. Mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen, und Parapatits betonte: „Spätestens ab der Halbzeit haben wir das Spiel in die Hand genommen.“ Der Ausgleich gab spürbar Rückenwind, die Körpersprache passte, und die Hausherren wirkten nun deutlich sicherer in ihren Aktionen.

Rechnitz dreht auf: Führung, Rot gegen Grafenschachen und die Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel blieb Rechnitz am Drücker – und wurde schnell belohnt. In der 52. Minute traf Jan Langer zum 2:1, womit das Spiel endgültig kippte. Kurz darauf der nächste Knackpunkt für die Gäste: In der 63. Minute sah Viktor Markus Rot. „Mit dem Ausschluss und mit dem 1:1 ist die Partie gekippt“, ordnete Parapatits ein. Er blieb klar in der Analyse: „Der Ausschluss hat uns in die Karten gespielt, dann haben wir nichts anbrennen lassen.“ Grafenschachen blieb trotz Unterzahl gefährlich, doch Rechnitz hatte nun mehr Räume. Chancen für „vier, fünf Tore“ waren laut Coach da, den Sack machte schließlich Jan Kaiser in der 69. Minute mit dem 3:1 zu. Danach kontrollierten die Hausherren Tempo und Rhythmus, spielten die Führung seriös nach Hause und ließen hinten kaum noch etwas anbrennen.

„Angenommen und geändert“ – Lob, klare Hausaufgaben und Respekt vor Gegner und Schiri

Was gab letztlich den Ausschlag? „Unsere größte Stärke war, dass wir es angenommen haben – und es geändert haben“, sagte Parapatits. Gleichzeitig blickte er bereits nach vorne: „Wir müssen die Aggressivität über 90 Minuten aufrechterhalten.“ Zum Gegner fand der Rechnitz-Coach respektvolle Worte: „Grafenschachen ist sehr stark, offensiv, mit sehr schnellen Spielern.“ Er verwies darauf, dass der Ausschluss die Gäste personell einschränkte und „weniger zum Nachbesetzen“ möglich war. Auch das sei „ausschlaggebend“ gewesen. Ein Sonderlob bekam das Schiedsrichterteam: „Der Schiedsrichter hat sehr, sehr gut gepfiffen. Es war alles korrekt.“ Mit den drei Punkten reiht sich Rechnitz bei 49 Zählern ein – gleichauf mit Grafenschachen und Tobaj – und bleibt im vorderen Drittel. Für Parapatits ist die zweite Halbzeit der Maßstab für die nächsten Aufgaben: dieselbe Wucht, dieselbe Entschlossenheit, aber eben über die gesamte Distanz.

II. Liga Süd: Rechnitz : Grafenschachen - 3:1 (1:1)

  • 69
    Jan Kaiser 3:1
  • 52
    Jan Langer 2:1
  • 27
    Ádám Mihály Schreiner 1:1
  • 15
    Michael Strobl 0:1