In der II. Liga Süd lieferte sich Bad Tatzmannsdorf zum Saisonabschluss ein enges Duell mit ASV Gemeinde Tobaj, am Ende stand ein 0:1. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschieden die Gäste die Partie kurz nach der Pause. Co-Trainer Ernst Bürger sprach von einem ausgeglichenen Spiel, in dem seine Mannschaft gute Möglichkeiten ungenutzt ließ. Sein Fazit fiel klar aus: „Der Unterschied lag im Abschluss.“ Für Bad Tatzmannsdorf ist mit der Niederlage laut Bürger der Abstieg besiegelt, nun steht ein größerer Umbruch an.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Von Beginn an entwickelte sich ein enges Spiel, in dem Bad Tatzmannsdorf und Tobaj wenig zuließen und um jeden Meter rangen. Zur Halbzeit hieß es folgerichtig 0:0. „Die erste Halbzeit hätten wir ein, zwei Tore machen können. Es war sehr ausgeglichen“, hielt Co-Trainer Ernst Bürger fest. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie. In Minute 54 nutzten die Gäste einen Ballverlust der Hausherren, Robin Jautz-Lackner fasste sich aus rund 25 Metern ein Herz und traf zum 0:1 – genau jene Szene, die Bürger ärgerte: „Gleich nach der Pause kassieren wir ein schnelles Tor – nach unserem Ballverlust schießt er ihn aus 25 Metern rein.“ Bad Tatzmannsdorf suchte danach vehement den Ausgleich, blieb aber in den entscheidenden Momenten ohne Fortune und ohne Ertrag.
Damit war die Geschichte des Spiels erzählt: Möglichkeiten waren da, das Tor fiel auf der anderen Seite. Ernst Bürger zählte mehrere gute Chancen auf: „Luka Grgic hatte zweimal aus kurzer Distanz die Möglichkeit, dann hatte Philipp Putz einen Volley, und auch ein Kopfball war dabei.“ Aus Sicht des Co-Trainers fehlte letztlich die letzte Konsequenz im Abschluss: „Wir wollten unbedingt ein Tor machen, das ist uns leider nicht gelungen.“ Die Gäste hätten laut Bürger „vielleicht ein bisschen Glück gehabt, weil wir nicht getroffen und sie das eine Tor gemacht haben“. Auch zur Leitung des Unparteiischen äußerte er sich fair: „Der Schiedsrichter war eigentlich sehr stark, aber ein Handspiel im Strafraum für uns hätte er pfeifen können.“ Am Ergebnis änderte all das nichts – die Effizienz gab den Ausschlag.
Mit dem 0:1 ist für Bad Tatzmannsdorf laut Bürger der Abstieg in die 1. Klasse fix. Bürger sprach die Lage offen an: „Wir sind mit diesem Spiel abgestiegen. Wir müssen uns neu aufstellen und nächstes Jahr wieder angreifen.“ Der Kader wird sich spürbar verändern: „Wir werden eine ziemlich neue Mannschaft bekommen. Einige Spieler gehen, die kroatischen Burschen haben wir verabschiedet.“ Welche Profile kommen sollen, sei Chefsache: „Welche Positionen wir brauchen, entscheidet der Trainer.“
Trotz des bitteren Endes fand Bürger dankbare Worte: „Danke an die Mannschaft, die Zuschauer und alle Helfer – sie waren die ganze Saison für uns da.“ Der Blick geht nach vorne: Ein Sommer des Umbruchs, danach der Versuch, wieder oben mitzuspielen.