In der II. Liga Süd trennten sich SV Güssing und ASKÖ Korkisch Rotenturm zum Abschluss der 30. Runde 3:3. Nach zwei Güssinger Führungen und einem späten Rotenturmer Ausgleich durch Patrick Zambo blieb es bei der Punkteteilung. Co-Trainer Florian Mayer sprach von einem zerfahrenen Spiel, vielen Rotationen und vergebenen Möglichkeiten nach der Pause. Aus seiner Sicht kamen die Gäste über Standards zu ihren Toren, verpassten aber in der starken Phase nach Wiederbeginn das mögliche Siegtor.

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Güssing erwischte den besseren Start und lag früh vorne: Roman Rasser stellte in Minute 7 auf 1:0. Rotenturm schüttelte sich kurz und kam zurück, Steve Gröller traf in der 20. Minute zum 1:1. Die Hausherren blieben allerdings giftig in der Offensive und holten sich durch Clemens Steindl in Minute 27 die Führung zurück. Noch vor der Pause fanden die Gäste erneut die passende Antwort: Clemens Josef Pollanz besorgte in der 35. Minute das 2:2, mit diesem Spielstand ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel blieb das Duell offen. Güssing legte in Minute 71 wieder vor – erneut war Rasser zur Stelle und traf zum 3:2. Rotenturm ließ nicht locker und wurde kurz vor Schluss belohnt: Patrick Zambo glich in der 86. Minute zum 3:3 aus und sicherte seinem Team den Punkt.
Florian Mayer ordnete die wilde Punkteteilung nüchtern ein. „Für mich ist das Remis in Ordnung. Nach der Pause hätten wir das 3:2 machen müssen. Wir hatten zwei Kopfballchancen und eine hundertprozentige, die wir liegen gelassen haben“, sagte der Co-Trainer. Aus seiner Sicht kamen die Rotenturmer Treffer über ruhende Bälle: „Bei uns waren es gestern die Standards. Eigentlich sind alle drei Tore irgendwie aus Standards entstanden – zweimal nach Eckball oder Freistoß von der Seite und einmal direkt.“ Weil diese Phase nach Wiederbeginn ungenützt blieb, kippte die Partie nicht in Richtung der Gäste. „Wenn wir da das 3:2 machen, bin ich mir sicher, dass das Spiel in unsere Richtung kippt. So muss man am Ende froh sein, dass wir den Ausgleich erzielt und den Punkt mitgenommen haben“, meinte Mayer.
Beide Teams rotierten kräftig, weil es tabellarisch nicht mehr um allzu viel ging – das passte zum Bild eines zerfahrenen Spiels. „Es war alles in allem keine gute Leistung von uns. Man hat gemerkt, dass die Luft draußen war“, hielt Mayer fest. Positives nahm er dennoch mit: „Ein paar junge Spieler sind erstmalig oder seit Längerem wieder zum Einsatz gekommen. Die haben ihre Sache sehr gut gemacht.“ Zudem bewies Rotenturm Moral: „Wir haben nie aufgegeben und waren eigentlich dreimal im Rückstand, sind immer zurückgekommen.“ Den Gegner beschrieb er als engagiert und vorne gefährlich: „Güssing hat wie wir durchrotiert und sich wacker geschlagen. Vorne haben sie mit Roman Rasser einen Unterschiedsspieler.“ Passend zum runden Abschluss lobte Mayer auch den Unparteiischen: „Die Schiedsrichterleistung war sehr souverän, da gibt es nichts zu meckern.“ Sein Fazit: Kräfte sammeln und in der neuen Saison wieder angreifen.