Zum Abschluss der II. Liga Süd musste der SC HERZ Pinkafeld zuhause gegen den SV Mühlgraben eine 1:2-Niederlage hinnehmen. Pinkafeld führte zur Pause nach einem Treffer von Ziga Kous, doch nach dem Seitenwechsel drehten die Gäste durch Maximilian Hutter und Bendegúz Keresztély Szinay die Partie. Trainer Benjamin Posch sah sein Team lange als das aktivere, verwies aber auf schwindende Kräfte: "Wir waren vor allem in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft, am Ende waren die Jungs einfach müde – das ist nach dieser Saison in Ordnung."

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Pinkafeld erwischte den besseren Start, suchte früh die Initiative und belohnte sich: In Minute 20 traf Ziga Kous zum 1:0, mit diesem Vorsprung ging es auch in die Kabinen. Benjamin Posch schilderte den ersten Durchgang klar: "Wir waren vor allem in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft mit den klareren Chancen." Auch nach dem Wechsel blieb der Spielfilm für ihn zunächst ähnlich, doch in der Phase um die Stunde kippte das Match. Mühlgraben glich in der 60. Minute durch Maximilian Hutter zum 1:1 aus und blieb dran. Pinkafeld fand weiter gute Ansätze, ließ aber in den entscheidenden Momenten die letzte Konsequenz vermissen. Als die Schlussphase bereits lief, setzte Bendegúz Keresztély Szinay in Minute 85 den 1:2-Schlusspunkt für die Gäste – ein später Nackenschlag, der die starke Saisonbilanz der Hausherren nicht schmälert, aber an diesem Abend das Ergebnis bestimmte.
In seiner Analyse ging Posch deutlich, aber wertschätzend mit seiner Truppe um. "Grundsätzlich hat bei der Mannschaft sehr vieles funktioniert. Ich möchte ein großes Lob aussprechen, wie sie dieses letzte Spiel bestritten haben", sagte der Trainer. Gleichzeitig nannte er den entscheidenden Faktor: "Die Saison war extrem anstrengend. Das haben wir gestern auch gesehen und die Jungs waren einfach zum Teil schon müde, was absolut in Ordnung ist." Auch deshalb sei der Sieg der Gäste "am Ende des Tages gar nicht so unverdient" gewesen. Über die Entstehung der Treffer wurde Posch konkret: "Das erste Tor von uns war ein Weitschuss von Ziga Kous, ein krönender Abschluss seiner Zeit in Pinkafeld." Die Gegentore beschrieb er so: "Die Tore für Mühlgraben entstanden aus einem Elfmeter und einem schnellen Umschaltmoment, wo der Ball in die Tiefe gespielt wurde." Dass die Gäste in solchen Situationen eiskalt zuschlugen, führte er auf deren "individuelle Klasse" zurück.
Trotz des Resultats blieb Posch bei der Bewertung der eigenen Vorstellung positiv. "Das Spiel im Allgemeinen war absolut in Ordnung. Wir hätten uns noch mehr Chancen herausspielen können, aber unterm Strich ist es ein Abschluss, mit dem man von der Spielweise her zufrieden sein kann", betonte er. In der Tabelle stehen nach 30 Runden 64 Punkte für Pinkafeld zu Buche, Mühlgraben beendet die Saison mit 48 Zählern auf Rang sieben – Zahlen, die den langen Weg dieser Spielzeit greifbar machen. Für den Trainer bleibt vor allem eines hängen: "Ich bin stolz auf das, was Pinkafeld derzeit kann – als Verein, als Gemeinschaft. Das war auch gestern wieder sehr schön anzusehen." Mit dieser Haltung lässt sich die knappe Heimniederlage einordnen: viel Positives im Gepäck, auch wenn die Kräfte am Ende gefehlt haben.