In der II. Liga Süd hat ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf zum Auftakt gegen ASKÖ Korkisch Rotenturm nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2 geholt. Nach torloser erster Hälfte trafen Kevin Redling und Ralph Ringbauer für die Gäste, ehe Paulo Heimo Jani und Bendegúz Keresztély Szinay spät noch ausglichen. Obmann Harald Schneller sprach danach von einer gerechten Punkteteilung, sah aber auch klar den Hauptgrund dafür, warum am Ende nicht mehr drinnen war: „Wir sind vielleicht zu spät ins Spiel gekommen.“

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Für ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf war es das erste Spiel der neuen Meisterschaft, entsprechend hoch waren laut Harald Schneller die Erwartungen im eigenen Lager. Der Obmann schilderte eine Partie, die von Beginn an wenig Leerlauf hatte und vor allem über den Kampf lief. „Es war die erste Partie in der neuen Meisterschaft. Wir haben alle große Erwartungen gehabt. Es war eine sehr kampfbetonte Partie“, sagte Schneller. Zur Pause stand es 0:0, doch mit dem ersten Abschnitt war er aus Sicht der Gastgeber nicht wirklich zufrieden. ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf kam nach seiner Einschätzung nur schwer hinein, hatte viele Fehlpässe und fand über weite Strecken keinen sauberen Rhythmus. Dazu kamen viele harte Szenen, die das Spiel zusätzlich unruhig machten. Schneller brachte es ziemlich klar auf den Punkt: „Wir sind wirklich schwer ins Spiel gekommen. Wir haben sehr viele Fehlpässe gehabt.“
Direkt nach der Pause erlebte ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf dann jene Phase, die Schneller im Rückblick als besonders heikel beschrieb. ASKÖ Korkisch Rotenturm kam besser aus der Kabine und hatte laut dem Obmann einige Möglichkeiten, die Torhüter Stefan Tuba zunächst noch entschärfen konnte. Ganz verhindern ließ sich der Rückstand aber nicht. In der 55. Minute brachte Kevin Redling die Gäste mit 1:0 in Führung, nur drei Minuten später legte Ralph Ringbauer das 2:0 nach. Vor allem vor dem zweiten Treffer ärgerte sich Schneller über einen Fehler im Spielaufbau. „Nach der Pause waren einige Chancen für den Gegner dabei, die unser Tormann gehalten hat. Es war dann naheliegend, dass der Gegner in Führung geht. Das 2:0 ist nach einem Fehler im Spielaufbau gefallen“, sagte er. Was ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf danach auszeichnete, war aus seiner Sicht die Reaktion. „Andere Vereine geben dann auf. Wir haben nicht aufgegeben“, betonte Schneller. Die Gastgeber warfen in der Schlussphase alles nach vorne, kamen in der 81. Minute durch Paulo Heimo Jani zum 1:2 und wurden in der 88. Minute mit dem Ausgleich durch Bendegúz Keresztély Szinay belohnt. Schneller formulierte das sehr deutlich: „Wir haben dann alles nach vor geworfen und am Ende verdient den Ausgleich gemacht.“
Dass ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf am Ende noch einen Punkt mitnahm, wertete Harald Schneller grundsätzlich positiv, gerade nach dem zwischenzeitlichen 0:2. Gleichzeitig ließ er keinen Zweifel daran, dass der späte Zugriff auf das Spiel aus seiner Sicht entscheidend war. „Im Endeffekt spielentscheidend war, dass wir nicht aufgegeben und trotzdem nach dem 0:2 noch das 2:2 gemacht haben“, sagte der Obmann. Den Gegner erlebte er als deutlich verstärkte Mannschaft, die im Sommer am Transfermarkt gut gearbeitet habe und auch kämpferisch sehr gut aufgetreten sei. Diskussionen über einzelne Entscheidungen wollte Schneller nicht zum Hauptthema machen, obwohl er von schwierigen Szenen sprach. Viel wichtiger war ihm die eigene Einordnung des Abends. „Am Ende des Tages war es, glaube ich, eine gerechte Sache“, meinte er. Ganz abgeschlossen klang seine Analyse aber nicht, denn auch dieser Satz blieb hängen: „Wenn es länger gegangen wäre, hätten wir vielleicht noch den Siegestreffer machen können.“ So bleibt für ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf zum Start in die neue Saison ein Remis, das Moral gezeigt hat, zugleich aber auch offenlegt, dass von Beginn an mehr Ruhe und mehr Präzision nötig sein werden.