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„Uns fehlt der letzte Pass und die Durchschlagskraft“ – Rotenturm belohnt sich beim 0:1 in Jennersdorf nicht

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UFC Jennersdorf
ASKÖ Rotenturm

In der II. Liga Süd setzte sich UFC Lumitech Jennersdorf gegen ASKÖ Korkisch Rotenturm mit 1:0 durch. Für die Gäste war es eine jener Partien, in denen aus ihrer Sicht nicht die Spielanteile den Ausschlag gaben, sondern die fehlende Präzision im letzten Drittel. Florian Mayer sprach nach dem Spiel von einem Auftritt, bei dem Rotenturm lange gut im Spiel war, sich dafür aber nicht belohnte.


Mehrere Fußbälle in einem Netz und Aufwärmleibchen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Rotenturm beginnt gut, Jennersdorf nutzt den einen Moment

Aus Sicht von Mayer war die Partie von Beginn an recht ausgeglichen, wobei er die ersten zwanzig Minuten sogar klar bei seiner Mannschaft sah. „Das Spiel war von Beginn weg auf Augenhöhe. Die ersten zwanzig Minuten haben wir sehr gut unseren Job gemacht“, sagte der Sektionsleiter. Rotenturm kam laut seiner Einschätzung über Umschaltmomente zu guten Situationen, ließ aber schon in dieser Phase jene Genauigkeit vermissen, die sich später durch den ganzen Abend ziehen sollte. Mayer formulierte das sehr deutlich: „Was uns generell fehlt, ist der letzte Pass, die Präzision im letzten Pass und die Effizienz vorm Tor.“ Nach dieser ordentlichen Anfangsphase kam Jennersdorf besser hinein und schlug dann in der 27. Minute zu. Nico Boandl erzielte das 1:0, und genau diese Szene blieb für Mayer der Wendepunkt der Begegnung.

Das Gegentor als Knackpunkt und ein bekanntes Problem vorne

Mayer schilderte die Entstehung des Treffers sehr konkret und machte dabei vor allem zwei Dinge aus: eine ungenützte Möglichkeit im eigenen Angriff und danach eine schwache Restverteidigung. „Eigentlich waren wir im Angriff und hatten über die rechte Seite eine vielversprechende Aktion. Wir hätten den Ball scharf hineingeben müssen, dann hätten wir selbst eine Chance daraus bekommen können“, erklärte er. Stattdessen landete der Pass im Rückraum, wo niemand bereitstand, und Jennersdorf konnte umschalten. „Da hätte nichts passieren dürfen, aber wir waren in der Restverteidigung nicht gut“, sagte Mayer. Über die rechte Seite entwickelte sich die Aktion laut Mayer weiter, ehe sich der Jennersdorfer Offensivspieler den Ball auf links legte und sehenswert abschloss. Für Mayer war damit auch der Kern des Spiels beschrieben: „Jennersdorf hat einfach einen Moment gehabt, wo sie dieses Tor gemacht haben, was wir in neunzig Minuten nicht geschafft haben.“ Weil Rotenturm seine eigenen Ansätze nicht sauber zu Ende spielte, ging es mit einem 0:1 in die Pause.

Nach der Pause am Drücker, aber ohne echte Durchschlagskraft

Auch im zweiten Durchgang sah Mayer genug Gründe, seiner Mannschaft nicht grundsätzlich einen schwachen Auftritt vorzuwerfen. Zwar hatte Jennersdorf nach dem Seitenwechsel laut Mayer die große Möglichkeit auf das 2:0, ließ diese aber ungenutzt. Von dort an, so Mayer, waren wieder die Gäste mehr am Ball und suchten den Weg nach vorne. „Dann waren wieder wir am Drücker, ohne wirklich gefährlich zu werden“, fasste er diese Phase zusammen. Genau darin lag für ihn der entscheidende Unterschied. Rotenturm habe das Spiel „taktisch gut angelegt“ und man merke „die Handschrift des neuen Trainers“, aber im Angriffsdrittel fehle weiterhin das, was Spiele entscheidet. „Bei uns fehlt einfach die Durchschlagskraft und die Effizienz“, sagte Mayer, und legte nach: „Wir hätten dort dieses Spiel auf alle Fälle gewinnen können, wenn nicht sogar müssen.“ Das ist eine klare Ansage, aber sie erklärt gut, warum Rotenturm trotz ordentlicher Phasen am Ende ohne Punkt blieb.

Keine Diskussion um den Schiedsrichter, späte Rote ändert nichts mehr

Dass Jennersdorf mit diesem 1:0 auf 11 Punkte kommt, während Rotenturm nach fünf Runden bei 5 Zählern hält, passt aus Sicht der Gäste vor allem deshalb nicht ganz zum eigenen Eindruck, weil Mayer seine Mannschaft über weite Strecken keineswegs schlechter sah. „Es hat sicher nicht die bessere Mannschaft gewonnen. Es hat einfach die effizientere, glücklichere Mannschaft gewonnen“, meinte er, schob aber ebenso nach, dass der Sieg der Gastgeber wegen des Tores und der genutzten Möglichkeiten auch nicht unverdient gewesen sei. Den Gegner beschrieb er als „sehr kompakte Mannschaft“, die aus ihren Chancen mehr gemacht habe als Rotenturm. Diskussionsstoff rund um den Unparteiischen gab es für ihn nicht: „War souverän geleitet.“ Die Rote Karte gegen Kevin Berzsenyi in der 89. Minute änderte am Ergebnis nichts mehr. Für Rotenturm bleibt damit vor allem die Erkenntnis, dass die Anlage gestimmt haben mag, der letzte Pass und die Konsequenz vor dem Tor aber weiter fehlen.

II. Liga Süd: Jennersdorf : ASKÖ Rotenturm - 1:0 (1:0)

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    Nico Boandl 1:0