In der II. Liga Süd hat ASKÖ Oberdorf den SK Unterschützen mit 4:2 geschlagen und sich dabei vor allem über einen Start nach Maß viel Sicherheit geholt. Trainer Christoph Kuh sah in der frühen Führung den entscheidenden Einstieg in die Partie. Vor der Pause war Oberdorf nach seiner Einschätzung das aktivere Team, nach dem schnellen Anschlusstreffer direkt nach Wiederbeginn wurde es kurz offen, ehe die Gastgeber wieder klar zulegten.

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Für Christoph Kuh begann die Partie genau so, wie es sich seine Mannschaft vorgenommen hatte. "Wir sind sehr gut ins Spiel gekommen. Durch einen Fehler im Spielaufbau von Unterschützen konnten wir in der fünften Minute das 1:0 erzielen", sagte der Oberdorfer Trainer nach dem Schlusspfiff. Den frühen Treffer erzielte Luka Dragovic, und genau dieser Moment gab laut Kuh die Richtung für den Nachmittag vor. "Die frühe Führung für uns hat uns viel Selbstvertrauen gegeben", so der Coach. Auch in der Folge sah er seine Mannschaft vor der Pause im Vorteil. "Wir waren in der ersten Halbzeit die aggressivere, bessere und zweikampfstärkere Mannschaft", erklärte Kuh. Oberdorf blieb damit nicht bei der schnellen Führung stehen, sondern kam laut Trainer bis zum 2:0 noch zu zwei großen Chancen. Kurz vor der Pause fiel dann auch der zweite Treffer: Marko Stojak stellte in Minute 39 auf 2:0 und belohnte damit eine erste Hälfte, in der die Gastgeber mehr vom Spiel hatten.
Ganz ruhig blieb die Partie dennoch nicht. Denn praktisch mit dem Wiederanpfiff verkürzte Marcell Toth für Unterschützen auf 2:1 und brachte die Gäste sofort wieder näher heran. Kuh beschrieb diese Phase offen: "Leider erhielten wir gleich nach der Halbzeit das 2:1. Dann war es eine offene Partie." Oberdorf verlor aber nicht die Ordnung, sondern fand nach diesem kurzen Dämpfer wieder besser hinein. In Minute 53 stellte erneut Luka Dragovic auf 3:1, und gerade dieses Tor war für den Trainer ein ganz wichtiger Schritt. "Die Tore zum 3:1 und 4:1 waren für mich vorentscheidend", sagte Kuh. Das 3:1 entstand laut seiner Schilderung nach einer Einzelaktion von Dragovic. Beim 4:1 in der 68. Minute spielte Oberdorf die Situation noch klarer heraus. "Das war ein schöner Spielzug, der dann mit einem schönen Schuss von Tobias Halper knapp außerhalb des Sechzehners zum Tor führte", beschrieb Kuh den Treffer zum 4:1. Dass Marco Helmig nur zwei Minuten später noch auf 4:2 verkürzte, änderte am Ausgang nichts mehr, setzte dem Spiel aber den Schlusspunkt.
Wenn Kuh den Oberdorfer Auftritt auf einen Punkt herunterbrechen sollte, dann war es die Art, wie seine Mannschaft den Gegner bearbeitet hat. "Richtig gut funktioniert haben die Aggressivität und die Zweikampfstärke", sagte er, und genau das zog sich aus seiner Sicht durch weite Teile der Begegnung. Oberdorf ließ Unterschützen fast keinen Raum, um ihr Spiel aufziehen zu können, und störte früh. "Wir ließen Unterschützen fast keinen Raum, um ihr Spiel aufziehen zu können. Das war unser großer Pluspunkt in diesem Spiel", erklärte der Trainer. Dazu passt auch seine Einschätzung zum Gegner. Kuh meinte, dass Unterschützen nach dem frühen Rückstand verunsichert gewesen sei und deshalb nicht richtig in den eigenen Aufbau kam. "Sie waren nach dem frühen Rückstand verunsichert und konnten nicht ihr gewohntes Spiel durchziehen", sagte er. Aus Oberdorfer Sicht erklärt das auch, warum die Gastgeber besonders in der ersten Hälfte das Spiel so deutlich in ihre Richtung ziehen konnten.
Am Ende stand für Oberdorf ein 4:2, das sich aus Sicht des Trainers vor allem über den Beginn, die starke erste Halbzeit und die Reaktion nach dem 2:1 erklären lässt. Die Gastgeber hatten sich früh in eine gute Position gebracht, mussten nach Wiederbeginn noch einmal aufpassen und fanden dann genau rechtzeitig wieder in ihr Spiel. Dass mit Luka Dragovic ein Doppeltorschütze herausragte und auch Marko Stojak sowie Tobias Halper trafen, rundete den Heimsieg ab. Nach zehn Runden hält Oberdorf damit bei zehn Punkten. Für Kuh dürfte dabei besonders wichtig sein, dass seine Mannschaft jene Tugenden auf den Platz gebracht hat, die er auch nach dem Spiel noch einmal hervorhob: frühe Präsenz, enge Räume für den Gegner und die nötige Konsequenz in den entscheidenden Phasen.