Spielberichte

„Defensiv sehr gut gemacht, zu null“ – Schlaining nimmt aus Rotenturm einen Punkt mit

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ASKÖ Rotenturm
ASK Schlaining

In der II. Liga Süd hat sich ASKÖ Korkisch Rotenturm am Samstag von ASKÖ Schlaining mit 0:0 getrennt. Für Trainer Roman Schaffer war es unter schwierigen Voraussetzungen ein Auftritt, auf den seine Mannschaft aufbauen kann. Der Schlaininger Coach sprach nach dem Schlusspfiff von viel Kampf, großer Geschlossenheit und einer stabilen Defensive. Gerade weil seine Elf mit einigen Ausfällen angereist war, hatte dieser Punkt für ihn besonderes Gewicht.


Ball auf blauer Kunstrasenmatte

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Viel Kampf und kaum klare Chancen

Es war von Beginn an die Art Partie, in der jeder Fehler schwer wiegen konnte. Schon zur Pause stand es 0:0, und am Bild änderte sich auch danach nur wenig. Schaffer beschrieb die Begegnung als Spiel, das vor allem vom Kampf lebte: „Jeder wollte natürlich kein Tor bekommen.“ Genau das sei auf beiden Seiten zu sehen gewesen, weil energisch verteidigt wurde und dadurch kaum klare Möglichkeiten entstanden. „Bis zum Schluss waren auf beiden Seiten wenig Chancen da, das Tor zu machen“, sagte der Trainer. Wenn etwas möglich gewesen wäre, dann nach seiner Einschätzung am ehesten über Standardsituationen. So entwickelte sich über weite Strecken ein enges Spiel, in dem beide Mannschaften viel investierten, sich aber nur selten wirklich öffnen konnten.

Schlaining trotzt den Ausfällen

Für Schlaining bekam der Punkt auch deshalb einen besonderen Stellenwert, weil die Voraussetzungen vor dem Anpfiff alles andere als ideal waren. „Unsere Ausgangslage war schwierig, wieder mit einigen Ausfällen. Aber wir haben gewusst: Mit Teamleistung, Kampf und Ehrgeiz wollen wir das Maximum rausholen“, sagte Schaffer. Genau diesen Zugang stellte er seiner Mannschaft aus. „Das haben wir defensiv sehr gut gemacht, zu null.“ Dazu kam, dass die Gäste laut ihrem Trainer auch auf junge Kräfte setzten. Schaffer hob hervor, dass mit Paul Rohr ein 15-Jähriger in der Startelf stand und außerdem ein weiterer 16-Jähriger von Beginn an dabei war. Gerade in dieser personellen Lage sprach der Trainer deshalb von „einem sehr guten Auftreten“ seiner Elf, weil sie die Aufgabe geschlossen und diszipliniert anging.

Eine Szene, über die man reden konnte

Schlaining hatte aus Sicht seines Trainers dennoch den einen Punkt, an dem vielleicht sogar mehr möglich gewesen wäre. Schaffer sprach von „einer strittigen Handsituation“, in der seine Mannschaft seiner Meinung nach einen Elfmeter hätte bekommen können. Mehr wollte er zu diesem Thema aber nicht sagen. „Zum Schiedsrichter möchte ich mich nicht äußern. Es ist besser, wenn das Match im Mittelpunkt steht und nicht der Schiedsrichter“, erklärte er. Sportlich sah er den Hauptgrund für das 0:0 ohnehin eher im eigenen Offensivspiel. „Uns hat in der Offensive mehr Durchschlagskraft gefehlt, damit wir uns mehr Torchancen erarbeiten.“ Damit brachte er auf den Punkt, warum Schlaining zwar sehr stabil stand, nach vorne aber nicht entscheidend genug wurde, um den Auswärtssieg wirklich zu erzwingen.

Worauf Schlaining jetzt aufbauen will

Am Ende blieb es daher bei einem torlosen Remis, mit dem die Schlaininger angesichts des Spielverlaufs leben konnten. Schaffer hatte vor dem Gegner den nötigen Respekt und verwies darauf, dass Rotenturm in seinem Heimspiel unbedingt gewinnen wollte. „In den letzten Minuten hat der Gegner noch einmal alles versucht, das Tor zu machen. Da konnten wir sehr gut entgegenhalten“, sagte der Trainer. Für Schlaining steht nach zehn Runden damit ein Punktestand von zehn Zählern zu Buche. Entscheidend war für Schaffer nach diesem Nachmittag aber weniger die nackte Zahl als die Richtung, die seine Mannschaft gezeigt hat. Auf der kämpferischen und defensiven Leistung soll in den nächsten Wochen aufgebaut werden, während vorne genau jene Durchschlagskraft dazukommen muss, die in Rotenturm noch gefehlt hat.