In der II. Liga Süd hat sich ASKÖ Schlaining am Samstag lange gegen SV KB-Performance Rechnitz gewehrt, am Ende nahmen die Gäste aber ein 2:0 mit. Trainer Joachim Parapatits sah einen guten Start seiner Mannschaft, viel Kompaktheit und im Führungstor den Moment, der Rechnitz Sicherheit gab. Weil der zweite Treffer lange ausblieb, blieb die Partie dennoch bis tief in die Schlussphase offen.

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Rechnitz kam nach der Einschätzung seines Trainers ordentlich in die Partie und hätte sich schon früher belohnen können. "Wir sind sehr gut in die Partie gestartet, haben leider die erste und die zweite Chance nicht genutzt, aber dann mit der dritten Chance das 1:0 gemacht", sagte Parapatits. In Minute 19 war es dann Roland Szanto, der die Gäste tatsächlich in Front brachte. Der Coach sprach von einem "schönen Umschaltmoment", der schnell ausgespielt worden sei. Auch die Entstehung blieb ihm in guter Erinnerung, weil Rechnitz damit genau das auf den Platz brachte, was auswärts oft gefragt ist: zielstrebig umschalten und den Moment nutzen. Mit dem 1:0 ging es dann auch in die Pause, und aus Sicht der Gäste war das bis dahin ein verdienter Zwischenstand.
Ganz so ruhig, wie es der Halbzeitstand vielleicht vermuten ließ, verlief die zweite Hälfte aus Rechnitzer Sicht allerdings nicht. Parapatits sagte offen, dass seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel "ein bisschen zu passiv" gewesen sei. Dadurch kam Schlaining besser auf, ohne dass der Ausgleich fiel. Eine Szene blieb dem Rechnitzer Trainer dabei besonders hängen: Der Gegner hatte eine "riesige Kopfballchance" auf das 1:1, während sein Team auf der anderen Seite das 2:0 nicht nachlegen konnte. Genau deshalb blieb die Begegnung über weite Strecken spannend. "Das 1:0 hat uns schon gutgetan. Es hat ein bisschen Sicherheit reingebracht", sagte Parapatits, fügte aber auch an, dass Rechnitz die sich bietenden Konterräume erst spät nützte. In der 81. Minute war es erneut Roland Szanto, der nachlegte und das Spiel damit endgültig in die richtige Richtung zog.
Dass Rechnitz am Ende ohne Gegentor blieb, war für Parapatits einer der Hauptgründe für den Auswärtssieg. "Wir haben sehr wenige Chancen zugelassen und sind kompakt gestanden", sagte der Trainer. Spielerisch sei es "sicher nicht unser bestes Spiel" gewesen, insgesamt bewertete er den Auftritt seiner Mannschaft aber klar positiv, vor allem mit Blick auf die personelle Situation. Im Zentrum habe mit Adam Schreiner ein wichtiger Halt gefehlt, gerade deshalb sei die Leistung auswärts "sehr gut" gewesen. Auch zum Gegner fand Parapatits einen fairen Ton. Schlaining müsse man zugestehen, dass es aktuell einige Verletzte und Ausfälle gebe. Trotzdem sei das keine schlechte Mannschaft gewesen, sagte er. Man merke aber eine gewisse Unsicherheit, und im Moment fehle eben auch "der Lucky Punch". Genau deshalb, so seine Einschätzung, wäre ein möglicher Ausgleich für die Heimelf besonders wichtig gewesen.
Unter dem Strich stand für Rechnitz ein Auswärtssieg, der weniger über Glanz als über Disziplin und Geduld zustande kam. Die Gäste gingen früh durch Szanto in Führung, ließen hinten nur wenig wirklich Zwingendes zu und hielten die Partie auch dann auf ihrer Seite, als sie nach der Pause nicht mehr ganz so aktiv waren. Parapatits wollte aus dem Spiel kein großes Diskussionsthema machen. Er sprach von einer "korrekten Partie" und einem intensiven, aber fairen Spiel. Nur bei einer Szene, in der Szanto allein Richtung Tor unterwegs war und Rot gefordert wurde, wollte er sich kein Urteil anmaßen. Viel wichtiger war für den Rechnitzer Trainer ohnehin, dass seine Mannschaft ruhig blieb und den zweiten Treffer noch fand. Mit dem 2:0 hält Rechnitz nach elf Runden bei 19 Punkten und bleibt damit im oberen Bereich der Tabelle gut dabei.