In der II. Liga Süd setzte sich ASKÖ SV Elektro Unger Großpetersdorf am Freitagabend gegen SC Grafenschachen mit 3:0 durch, weil die Gäste ihre Probleme im letzten Drittel nicht lösen konnten. Trainer Bernd Dorner sah seine Mannschaft bis zum 0:1 in einem offenen Spiel, sprach danach aber von zwei entscheidenden Fehlern und zu wenig Durchschlagskraft: "Ohne Tore wirst du kein Spiel gewinnen können."

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Aus Sicht von Grafenschachen nahm die Partie zunächst keinen einseitigen Verlauf. Dorner sagte, bis zum 1:0 sei es "ein offenes Spiel" gewesen, in dem seine Mannschaft "eigentlich die Spielkontrolle gehabt" habe. Dann kippte die Begegnung aber Schritt für Schritt auf die Seite der Gastgeber. In der 23. Minute brachte Bendegüz Nagy Großpetersdorf in Führung, und der Trainer der Gäste machte keinen Umweg um die Ursache: "Beim ersten Tor war es ein Eigenfehler." Noch schwerer wog für ihn das 2:0 kurz vor der Pause durch Kristof Kondor in der 39. Minute. "Wir waren bei den ersten zwei Toren maßgeblich beteiligt", sagte Dorner und verwies beim zweiten Treffer darauf, dass seine Mannschaft das Abseits aufgehoben habe. Mit dem 0:2 zur Halbzeit war die Ausgangslage klar schwieriger geworden.
Dass Grafenschachen nach dem Seitenwechsel noch einmal zurückkommen würde, deutete sich aus Sicht des Trainers nicht an, weil genau jener Bereich nicht funktionierte, der vor dem Tor den Unterschied macht. Schon früh nach Wiederbeginn erhöhte Paulo Heimo Jani in der 50. Minute auf 3:0, und damit war die Partie praktisch entschieden. Dorner blieb in seiner Analyse sehr klar: "Wir hatten wenig bis gar keine Torchancen." Sein Hauptpunkt zog sich durch das ganze Gespräch. "Unser Problem ist aktuell, dass wir uns keine Torchancen kreieren können im Spiel." Vor allem der letzte Ball fehlte. "Die ersten zwei Zonen haben wir gut bespielt, aber wir haben es nicht geschafft, den letzten Pass in die gefährliche Zone zu spielen, wo du die Chancen kreieren kannst." Weil auch in der zweiten Hälfte kaum Abschlüsse entstanden, blieb Großpetersdorf hinten ohne größere Probleme.
Ganz ohne positiven Punkt wollte Dorner den Auftritt seiner Mannschaft dennoch nicht stehen lassen. Er betonte, dass der Spielaufbau über weite Strecken in Ordnung gewesen sei und sprach davon, dass Zone eins und Zone zwei "gut bespielt" worden seien. Dazu kam, dass Grafenschachen wieder viel umstellen musste, weil mehrere Spieler fehlten. "Die Jungs sehen aktuell selber dass wir kein Stabiles Gerüst haben, weil uns ständig Spieler fehlen. Positiv finde ich aber das es nächste Woche anders aussehen wird und Spieler Retour kommen werden", sagte der Trainer. Die zwei Gegentore ärgerten ihn, durch die zwei eigenen Fehler kippte die Partie in die andere Richtung und der Gegner dadurch stärker wurde. Diskussionen über den Unparteiischen wollte Dorner gar nicht erst aufmachen. "Schiri war in Ordnung. Keine Diskussion, da haben wir schon etwas anderes erleben müssen im negativen Sinne." Für Grafenschachen bleibt nach diesem 0:3 damit vor allem die Aufgabe, aus ordentlichem Aufbau auch wieder echte Torgefahr zu machen, denn genau dort sah der Trainer das Hauptmanko des Abends. Abschließend: "Wir werden uns nächste Woche im Trainerteam die Trainings sehr genau ansehen. Wir werden dann beurteilen wer sich für die kommende Aufgabe im Heimspiel für die Startelf qualifizieren kann."