Wenn der abstiegsgefährdete ASK Klingenbach in der 20. Runde der Burgenland-Energie Landesliga auf den formstarken SV Leithaprodersdorf trifft, ist Spannung garantiert. Die Hausherren gehen mit breiter Brust ins Spiel – seit sieben Partien ungeschlagen – und wittern die Chance, sich weiter Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. Doch die Gäste reisen mit noch mehr Selbstvertrauen an: Als Spitzenreiter der Rückrundentabelle zählen sie aktuell zu den heißesten Teams der Liga. Für Klingenbach steht viel auf dem Spiel – ein Sieg könnte ein großer Schritt raus aus der Gefahrenzone sein. In einem hart umkämpften Spiel gingen die Gäste mit einem verdienten 2:0 vom Feld.
Von Beginn an zeigten die Gäste ihre Klasse, hatten mehr Ballbesitz und bestimmten das Spielgeschehen. Mit dem Wind im Rücken taten sich die Auswärtigen vorwiegend bei Standardsituationen leichter, konnten daraus in der ersten Halbzeit jedoch kaum zwingende Torchancen kreieren.
Die Hausherren verbuchten die größte Möglichkeit der ersten Hälfte, doch Sasha Diakiese konnte diese nicht verwerten. Als bereits vieles auf ein torloses Remis zur Pause hindeutete, brachte Phillip Hauser eine weite Flanke ins Zentrum. Noel Kustor ließ den Ball gekonnt abtropfen, und Levi Markhardt stand goldrichtig, um zum 1:0-Pausenstand für die Santner-Elf einzuschieben.
Nach dem Seitenwechsel hatten die Hausherren den Wind im Rücken und wurden vor allem bei Standardsituationen zunehmend gefährlich, ohne jedoch zum Torerfolg zu kommen. Die Gäste verteidigten diszipliniert und hielten ihren Kasten sauber.
In der 78. Minute vergab Levi Markhardt zunächst eine gute Gelegenheit, machte es aber nur fünf Minuten später besser: Nach einer starken Einzelaktion von Phillip Hauser, der sich im Strafraum durchsetzte, landete dessen präziser Rückpass bei Markhardt, der souverän zum 2:0-Endstand einschob.
„Es war kein hochklassiges Spiel mit wenigen Torchancen, aber die abgeklärtere Mannschaft hat gewonnen – in einem Match, das stark vom Wind geprägt war. Besonders ärgerlich war für uns der Gegentreffer kurz vor der Pause. In der zweiten Halbzeit haben wir alles versucht, konnten uns offensiv aber nicht entscheidend durchsetzen. Nächste Woche wäre ein Sieg gegen Siegendorf wichtig, um uns punktemäßig abzusetzen.“
„Es war das erwartet schwere Spiel, aber meine Mannschaft hat es ausgezeichnet gelöst und kaum etwas zugelassen. Am Ende ist es ein verdienter Sieg. In der zweiten Halbzeit gegen den Wind zu spielen, war nicht einfach, doch meine Jungs haben das hervorragend gemacht. Mit der Leistung und Mentalität bin ich sehr zufrieden. Besonders die Youngster Sebastian Dragschitz und Luca Pöschl haben ihre Aufgabe hervorragend erfüllt.“