Witterungsbedingt wurde das Duell der 20. Runde in der Burgenland-Energie Landesliga von Siegendorf kurzfristig von Freitag auf Sonntag verschoben – ein Umstand, der der Partie zusätzliche Brisanz verleiht. Der SC Bad Sauerbrunn reist mit frischem Wind an der Seitenlinie an: Nach dem Abgang von Piermayr, der künftig bei der Admira tätig ist, übernimmt Christoph Stifter als neuer Trainer das Kommando. Beide Teams stehen im Abstiegskampf unter Druck und sind dringend auf ein Erfolgserlebnis angewiesen. Vor allem die Gäste hinken ihren Erwartungen hinterher – in der Rückrunde wartet Bad Sauerbrunn noch immer auf den ersten Sieg. In einer packenden Partie trennten sich beide Mannschaften mit einem leistungsgerechten 2:2-Remis.
Die Gäste aus Bad Sauerbrunn erwischten den besseren Start in die Partie und gingen früh in Führung. Nach einer Balleroberung im hohen Pressing wurde Tomislav Ivanovic ideal in Szene gesetzt, der zur 1:0-Führung für die Auswärtigen einschob.
Siegendorf zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und fand rasch zurück ins Spiel. Der Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten: In der 24. Minute stellte Berkant Cuhadar auf 1:1. Kurz darauf bot sich den Gästen die große Chance zur erneuten Führung, doch Michal Kozak traf lediglich das Aluminium.
In weiterer Folge erspielten sich die Hausherren ein optisches Übergewicht und kamen mehrfach gefährlich vor das Tor der Gäste, ohne daraus Kapital schlagen zu können. Mit dem leistungsgerechten 1:1 ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel ging es temporeich weiter. In der 48. Minute brachte ein präzises Zuspiel von Tomislav Ivanovic den durchstartenden Raphael Pohl in Position, der eiskalt zur erneuten Führung für Bad Sauerbrunn (2:1) vollendete.
Doch Siegendorf bewies erneut Moral: Rund zehn Minuten später gelang nach einem Freistoß von Robert Marko der verdiente Ausgleich zum 2:2. In der Folge agierten beide Teams mit offenem Visier, die Chancen verteilten sich auf beide Seiten, doch ein weiterer Treffer wollte keinem der beiden Teams mehr gelingen.
Am Ende sahen die Zuschauer ein intensives und abwechslungsreiches Spiel, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Die Punkteteilung geht dem Spielverlauf entsprechend in Ordnung.
„Wir haben uns die zwei Gegentore durch Abwehrfehler selbst zuzuschreiben. Positiv ist, dass wir zweimal nach einem Rückstand zurückgekommen sind. In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel unter Kontrolle, in der zweiten war es ein offener Schlagabtausch. Leider hat uns im letzten Drittel oft der entscheidende Pass gefehlt. Ein knapper Sieg für uns wäre dem Spielverlauf nach durchaus gerecht gewesen.“
„Das Spiel war eine Achterbahn der Gefühle, es war alles möglich. Vor allem nach dem 2:2 haben beide Mannschaften mit offenem Visier gespielt. Im Endeffekt geht das Remis meiner Meinung nach aber in Ordnung.“