Nach einem starken Start in die Frühjahrssaison der Burgenland-Energie-Landesliga ist beim ASK Kohfidisch zuletzt ein deutlicher Bruch erkennbar. Vier Niederlagen in Serie haben die zuvor vielversprechende Ausgangslage rasch zunichtegemacht. Aktuell fehlt es der Mannschaft vorwiegend an Konstanz, insbesondere defensiv präsentierte man sich zuletzt anfällig. Ein kleiner Lichtblick bleibt jedoch die Heimbilanz: Vor eigenem Publikum konnte Kohfidisch bislang immerhin die Hälfte seiner Spiele gewinnen.
Mit dem ASV Siegendorf wartet nun allerdings ein unangenehmer Gegner. Die Gäste reisen mit Rückenwind an und mussten in den letzten sechs Partien nur eine Niederlage hinnehmen. Zudem steht Siegendorf unmittelbar davor, den Sprung aus der Abstiegszone zu schaffen – entsprechend motiviert dürfte das Team in Kohfidisch auftreten. Der ASK Kohfidisch hat mit einem furiosen Beginn den Grundstein für einen klaren Heimsieg gelegt und den ASV Siegendorf letztlich deutlich mit 4:0 bezwungen. Zwei Treffer binnen kürzester Zeit brachen den Gästen früh das Genick.
In der Anfangsphase tasteten sich beide Teams zunächst ab, neutralisierten sich weitgehend im Mittelfeld. Doch dann schlug die Offensive der Hausherren eiskalt zu: In der 13. Minute spielte Nicolas Oswald einen Geniestreich in die Tiefe, Julian Binder lief allein auf das Tor zu und verwandelte souverän zur 1:0-Führung. Was danach folgte, war ein echter Wirkungstreffer: Kaum war das Spiel wieder angepfiffen, setzte erneut Oswald den nächsten perfekten Pass – dieses Mal auf Kevin Hasler, der im Eins-gegen-eins gegen Torhüter Jakub Krepelka die Nerven behielt und auf 2:0 erhöhte. Ein Doppelschlag innerhalb weniger Augenblicke, von dem sich Siegendorf zunächst nicht mehr erholen sollte.
Kohfidisch blieb auch in weiterer Folge gefährlich, ließ jedoch mehrere Chancen auf eine frühzeitige Vorentscheidung liegen. Die Gäste bemühten sich um eine Antwort und suchten ihr Heil in der Offensive, doch in der ersten Halbzeit fehlte die Durchschlagskraft.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Siegendorf deutlich verbessert und übernahm phasenweise das Kommando. Tamas Ladanyi und Lukas Dostal kamen zu guten Möglichkeiten, scheiterten jedoch entweder am stark reagierenden Torhüter Nico Toth oder verfehlten das Ziel knapp.
Als die Gäste in der Schlussphase alles nach vorn warfen, wurden sie eiskalt ausgekontert: Zehn Minuten vor dem Ende stellte Hannes Polzer auf 3:0, ehe Tim Schreiber nach überstandener Verletzungspause den 4:0-Endstand besorgte und den Heimsieg endgültig besiegelte.
Ein Spiel mit zwei Gesichtern: Während Kohfidisch seine Chancen im richtigen Moment nutzte, fehlte Siegendorf trotz engagierter zweiter Hälfte die Effizienz.
„Für uns war es extrem wichtig, wieder einmal in Führung zu gehen – und genau das ist uns heute gelungen. Die frühe 2:0-Führung hat uns natürlich in die Karten gespielt. Siegendorf hat danach stark dagegengehalten und vor dem 3:0 einige echte Chancen gehabt. Umso wichtiger ist es, dass wir nach vier Niederlagen ohne Tor wieder in die Spur gefunden haben.“
„Wir haben das Spiel innerhalb von 90 Sekunden verloren. Da haben wir schlecht verteidigt, und nach dem 0:2 war es extrem schwer zurückzukommen. In der zweiten Halbzeit war unsere Leistung in Ordnung, aber wir müssen von Beginn an so auftreten, wenn wir Spiele gewinnen wollen.“