Spielberichte

Halbturn kämpft, doch Leithaprodersdorf hat das letzte Wort

Der SV Leithaprodersdorf befindet sich derzeit in bestechender Form und reitet auf einer beeindruckenden Erfolgswelle durch das Frühjahr – fünf Siege in Serie sprechen eine deutliche Sprache. Mit entsprechend breiter Brust geht die Mannschaft in die 22. Runde der Burgenland-Energie Landesliga, in der man vor heimischem Publikum den USV-Halbturn empfängt. Die Gäste hingegen warten noch darauf, an ihre starken Leistungen aus der Herbstmeisterschaft anzuknüpfen. Bislang steht lediglich ein voller Erfolg gegen Schlusslicht Jennersdorf zu Buche, wodurch man weiterhin auf der Suche nach Konstanz ist. Für die Hausherren ist die Zielsetzung klar: Mit einem weiteren Sieg soll der dritte Tabellenrang gefestigt und der positive Lauf fortgesetzt werden. Entsprechend darf man sich auf ein engagiertes Heimteam einstellen, das alles daransetzen wird, seine Erfolgsserie weiter auszubauen.

Der SV Leithaprodersdorf zeigte über weite Strecken eine dominante Vorstellung, musste jedoch lange kämpfen, ehe sich die Überlegenheit auch im Ergebnis niederschlug. Halbturn hielt mit viel Einsatz dagegen, doch am Ende setzten sich die Hausherren verdient mit 3:1 durch.

 

Hausherren waren überlegen

Von Beginn an drückten die Heimischen aufs Tempo und schnürten die Gäste regelrecht in deren Hälfte ein. Der frühe Lohn folgte in der 13. Minute: Marco Pöschl brachte eine perfekt getimte Flanke in den Strafraum, die die Defensive der Gäste nicht klären konnte – Fabian Dinhof reagierte am schnellsten und versenkte den Ball sehenswert per Volley zur 1:0-Führung.

Leithaprodersdorf blieb am Drücker und erspielte sich weitere gute Möglichkeiten, doch sowohl Levi Markhardt als auch Marco Pöschl ließen die Chance auf eine höhere Führung liegen. Das sollte sich rächen: In der 39. Minute nutzte Fabian Ziniel einen Fehler in der Defensive eiskalt aus, zog alleine Richtung Tor und überwand Torwart Fabian Haberl zum überraschenden 1:1-Ausgleich.

Halbturn hielt gut mit

Nach dem Seitenwechsel folgte eine Szene mit Signalwirkung: Wieder war es Ziniel, der nach einem Fehler durchbrach, doch dieses Mal wurde er vor dem Strafraum von Luca Pöschl zu Fall gebracht. Schiedsrichter Nevrez Cetiner zögerte keine Sekunde und zeigte glatt Rot – eine harte, aber klare Entscheidung.

Trotz Unterzahl ließ sich Leithaprodersdorf nicht beirren und blieb die spielbestimmende Mannschaft. In der 72. Minute dann die Erlösung: Levi Markhardt wurde im Strafraum zu Fall gebracht und verwandelte den fälligen Elfmeter selbst sicher zur erneuten Führung. Halbturn versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, schwächte sich jedoch zusätzlich: In der 84. Minute sah Luka Knöbl die Gelb-Rote Karte. Die Gäste öffneten nun zwangsläufig ihre Defensive – und wurden dafür bestraft. Nach einem sehenswerten Doppelpass mit Tobias Beran setzte Sebastian Dragschitz den Schlusspunkt und stellte auf 3:1.

Am Ende ein intensives, temporeiches Spiel, in dem sich die größere Qualität und Hartnäckigkeit der Hausherren durchsetzte.

Stimmen zum Spiel

Mario Santner, Trainer SV Leithaprodersdorf:


„Aufgrund des nassen Bodens war das Spiel schnell und intensiv. Es ist hin und her gegangen. Wir haben das Spiel klar dominiert, aber durch individuelle Fehler den Gegner stark gemacht. Am Ende ist es ein verdienter Sieg – besonders freut mich, dass heute sieben Eigenbauspieler im Einsatz waren.“

Werner Hoffmann, Sektionsleiter USV Halbturn:


„Für uns ist das Spiel sehr unglücklich gelaufen. Statt der Roten Karte hätten wir lieber das Tor gemacht – dann wäre vielleicht mehr drinnen gewesen. Die 1:3-Niederlage spiegelt die Leistung meiner Mannschaft nicht ganz wider. Auch die Verletzung von Oliver Praznovsky hat uns zusätzlich geschwächt. Mit etwas Glück wäre ein Remis möglich gewesen.“

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