Spielberichte

Diskussionen und vergebene Chancen: Jennersdorf geht leer aus

In der 24. Runde der Burgenland-Energie-Landesliga kam es zum Duell zwischen dem UFC Lumitech Jennersdorf und dem SC Bad Sauerbrunn – eine Begegnung mit klar verteilten Vorzeichen. Während die Gastgeber bereits deutlich abgeschlagen am Tabellenende rangieren und ihre Chancen auf den Klassenerhalt nur noch theoretischer Natur sind, ging es für die Gäste darum, ihre Position im unteren Mittelfeld weiter zu festigen und sich nach unten hin abzusichern.

Für Jennersdorf stand vor eigenem Publikum primär die Frage im Raum, ob man trotz der schwierigen sportlichen Lage noch einmal Moral zeigen und ein Ausrufezeichen setzen kann. Der SC Bad Sauerbrunn hingegen reiste mit der klaren Zielsetzung an, gegen das Tabellenschlusslicht wichtige Punkte einzufahren und sich nicht in den Abstiegskampf hineinziehen zu lassen. Der SC Bad Sauerbrunn setzte sich auswärts beim UFC Jennersdorf mit 2:0 durch und überzeugte vorwiegend durch konsequente Chancenverwertung.

 

Guter Start der Hausherren

Die Hausherren erwischten zunächst den besseren Start. Artem Marchenko setzte sich mit viel Tempo durch die Abwehr durch und tauchte plötzlich frei vor dem Tor auf, scheiterte jedoch im Eins-gegen-Eins an Torhüter Lukas Stifter, der den Winkel geschickt verkürzte.

Quasi im Gegenzug gingen die Gäste in Führung: Ein sehenswert heraus gespielter Angriff über mehrere Stationen landete bei Raphael Pohl, der entschlossen zum 1:0 abschloss. In der 19. Minute bot sich Jennersdorf die große Chance auf den Ausgleich, doch Ziga Laci ließ diese Möglichkeit ungenutzt.

In weiterer Folge erspielten sich die Gäste mehrere echte Chancen und erhöhten schließlich in der 34. Minute: Nach einem Eckball traf Benjamin Knessl kompromisslos zum 2:0. Kurz vor der Pause forderten die Hausherren einen Elfmeter, doch Schiedsrichter Naim Maxharri ließ weiterspielen.

Jennersdorf blieb überlegen

Nach dem Seitenwechsel übernahm Jennersdorf zunehmend die Kontrolle und drängte auf den Anschlusstreffer. Mehrere Offensivaktionen blieben jedoch ohne Erfolg. Die größte Chance auf das 3:0 für Sauerbrunn vergab Tomislav Ivanovic in der 56. Minute, als sein Lupfer über das Tor ging.

Auch eine weitere strittige Szene im Strafraum der Gäste – ein mögliches Handspiel in der 65. Minute – blieb ungeahndet. In der Schlussphase wurde die Partie zunehmend hektisch. Die Frustration aufseiten der Hausherren entlud sich schließlich in einer Roten Karte für Jure Kokol, der nach Protesten des Feldes verwiesen wurde.

Stimmen zum Spiel

Sandor Preisinger, Trainer UFC Jennersdorf:


„Wir haben in der zweiten Halbzeit eine adäquate Leistung gezeigt, aber uns fehlt aktuell die Durchschlagskraft im Angriff. Zudem ist unser Kader sehr schmal, Wechseloptionen sind begrenzt und einige Spieler stoßen an ihre Grenzen auf diesem Niveau. Bei strittigen Entscheidungen fühlen wir uns zudem oft benachteiligt.“

Christoph Stifter, Trainer SC Bad Sauerbrunn:


„Wir haben aus den letzten fünf Spielen zehn Punkte geholt – das ist eine starke Bilanz. Der 2:0-Sieg zeigt, dass meine Mannschaft gereift ist und wir uns auf einem stabilen Weg befinden.“

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