Spielberichte

Ein Schuss, ein Tor: Gäste feiern Arbeitssieg

Am Freitagabend empfing der UFC Jennersdorf den SV Sankt Margarethen zum Meisterschaftsspiel der 28. Runde in der Burgenland-Energie-Landesliga. Auch wenn die Ausgangslage beim Tabellenletzten aus Jennersdorf nach einer enttäuschenden Saison und dem bereits fixierten Abstieg alles andere als rosig ist, war diese Begegnung keineswegs eine klare Angelegenheit.

Die Hausherren standen zwar mit dem Rücken zur Wand, wollten sich aber mit Anstand aus der Liga verabschieden und noch einmal ein Lebenszeichen von sich geben. Sankt Margarethen hingegen reiste ohne allzu großen Druck an und konnte befreit aufspielen. Vor dem Anpfiff stellte sich daher die spannende Frage: Hat Jennersdorf die Saison innerlich bereits abgehakt – oder bäumt sich der Absteiger noch einmal mit aller Kraft gegen die nächste Niederlage auf? In keinem hochklassigen Match konnten die Gäste dank der Glücksgöttin Fortuna drei Punkte mit auf die Heimreise nehmen.

 

Wenige Höhepunkte, Gäste eiskalt

Die erste Halbzeit war über weite Strecken von viel Kampf, taktischer Disziplin und wenigen klaren Offensivaktionen geprägt. Beide Mannschaften neutralisierten sich im Mittelfeld weitgehend, sodass sich das Geschehen meist zwischen den Strafräumen abspielte. Zwar bemühten sich die Hausherren, über kontrollierten Spielaufbau und schnelle Seitenverlagerungen in gefährliche Zonen zu kommen, doch im letzten Drittel fehlten häufig die Präzision und die letzte Entschlossenheit.

Auch die Gäste agierten zunächst abwartend und konzentrierten sich vorwiegend darauf, defensiv kompakt zu stehen. Nach vorn blieb ihre Ausbeute überschaubar. Umso bemerkenswerter war, dass sie aus ihrer einzigen wirklichen Torchance der ersten Halbzeit sofort Kapital schlugen. Nach einem weiten Einwurf von Thomas Jusits kam das Leder in den Strafraum geflogen, dieser wurde verlängert und landete bei Dominik Adam Csomos im Fünfmeterraum und der versenkte das Leder kompromisslos im Kasten der Heimischen zur 1:0-Führung. (15.)

Die Hausherren zeigten sich vom Rückstand zwar nicht geschockt und versuchten, noch vor der Pause eine Antwort zu finden, doch zwingende Möglichkeiten blieben Mangelware. Einige Halbchancen und Standardsituationen sorgten zwar kurzzeitig für Gefahr, wirklich geprüft wurde der Gästetorhüter aber nur selten. Auf der Gegenseite blieb es beim Treffer als einzig nennenswerter Offensivaktion der Gäste. So ging es mit einer knappen, aber aus Sicht der Gäste äußerst effizienten 1:0-Führung in die Kabinen.

Hausherren drücken, aber das Glück bleibt aus

Die erste große Möglichkeit zum Ausgleich ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem gut vorgetragenen Angriff kam ein Spieler der Hausherren in aussichtsreicher Position zum Abschluss, doch der Ball klatschte nur an das Aluminium. In dieser Szene hatten die Gäste das Glück auf ihrer Seite, denn der Torhüter wäre wohl machtlos gewesen.

Von den Gästen war offensiv nur noch wenig zu sehen. Sie standen kompakt, verteidigten mit viel Einsatz und versuchten, die knappe Führung über die Zeit zu bringen. Klare Torchancen konnten sich die Auswärtigen im zweiten Durchgang kaum mehr herausspielen. Vielmehr verlagerte sich das Geschehen zunehmend in Richtung Gästetor, ohne dass die Hausherren ihre Feldüberlegenheit in Zählbares ummünzen konnten.

Die beste Chance auf den Ausgleich bot sich den Heimischen aus kürzester Distanz. Nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum fiel der Ball einem Spieler der Hausherren rund fünf Meter vor dem Tor vor die Füße. Dieser nahm das Leder volley, setzte den Abschluss aber mit voller Wucht über den Kasten. Eine Riesengelegenheit, die den Ausgleich hätte bringen müssen. So blieb es trotz großem Aufwand und zwei hochkarätigen Möglichkeiten beim knappen Rückstand. Am Ende stand eine bittere Niederlage für die Heimelf, die hauptsächlich im zweiten Durchgang deutlich mehr investierte, aber an mangelnder Effizienz und fehlendem Spielglück scheiterte.

Stimme zum Spiel

Wolfgang Granabetter, Sektionsleiter SV Sankt Margarethen:

„Drei Punkte für den Klassenerhalt, mehr braucht man von diesem Spiel nicht zu sagen. Wir haben in der 15. Minute das 1:0 erzielt, und das war auch die einzige Torchance, die wir hatten. Am Ende haben wir noch das Glück gehabt, das uns zu Beginn der Rückrunde gefehlt hat, denn Jennersdorf vergab einige hochkarätige Torchancen.“

Die Besten: Ahmed El-Baali und Thomas Jusits