Spielberichte

Pama trotzt Eberau ein 0:0 ab und sichert den Klassenerhalt

Mit fünf Siegen und vier Remis entwickelte sich der SV Eberau in der Rückrunde zu einem der stabilsten Teams der Burgenland-Energie-Landesliga und bestätigte eindrucksvoll seine starke Saison als bester Aufsteiger. In der 28. Runde empfing die Mannschaft von Trainer Christoph Herics mit dem SK Pama einen weiteren formstarken Gegner. Die Gäste aus dem Nordburgenland reisten mit der besten Defensive der Rückrunde an und wollten ihren Erfolgslauf fortsetzen. Für beide Teams ging es darum, die starke Form weiter zu bestätigen. In einer intensiven und taktisch geprägten Begegnung trennten sich beide Mannschaften schließlich mit einem torlosen 0:0-Unentschieden.

 

Viel Einsatz, wenig Raum


Von Beginn an war zu erkennen, dass beide Mannschaften großen Wert auf defensive Stabilität legten. Die Räume im Mittelfeld wurden eng gemacht, Zweikämpfe konsequent geführt und schnelle Umschaltmomente wurden früh unterbunden. In den ersten 30 Minuten waren die Gäste die tonangebende Mannschaft und kamen durch Robert Rak und Patrik Lörincz zu gefährlichen Torannäherungen. Eberau-Schlussmann Sebastian Kracher war jedoch jeweils zur Stelle und hielt seinen Kasten sauber.

Nach dieser Anfangsphase fanden die Hausherren besser in die Partie. Die Mannschaft von Trainer Christoph Herics wurde aktiver und kam durch Márk Meskó zu einer vielversprechenden Möglichkeit. Doch auch Pama-Goalie Niklas Groß zeigte sich aufmerksam und machte die Chance zunichte. Somit ging es folgerichtig mit einem torlosen Remis in die Kabinen.

Eberau dem Sieg näher


Nach dem Seitenwechsel gehörte die bessere Phase zunächst den Hausherren. Eberau hatte nun etwas mehr Ballbesitz, versuchte das Spiel kontrolliert aufzubauen und kam zu weiteren Möglichkeiten. Die beste davon hatte Márk Meskó, der sich stark durchsetzte und einen strammen Schuss abgab, der jedoch am Aluminium landete.

In der 75. Minute folgte dann die wohl größte Szene des Spiels. Nach einem zu schwachen Rückpass eines Pama-Verteidigers spritzte Paul Stumpf dazwischen, umkurvte den Schlussmann der Gäste, doch dieser konnte im Nachfassen noch entscheidend eingreifen. Der Ball kam anschließend zu Márk Meskó, dessen Abschluss erneut vom Aluminium zurücksprang. Der Nachkopfball ging schließlich über das Gehäuse – eine fast filmreife Slapstick-Szene, bei der den Hausherren das nötige Quäntchen Glück fehlte.

In der Schlussphase lebte die Begegnung mit der Frage, ob einer Mannschaft doch noch der entscheidende Moment gelingen würde. Beide Teams blieben intensiv, ließen defensiv aber kaum etwas zu. Am Ende stand ein leistungsgerechtes 0:0, mit dem beide Mannschaften aufgrund ihrer kompakten Defensivleistung leben konnten.

Stimmen zum Spiel

Christoph Herics, Trainer SV Eberau:


„Das war heute ein 0:0 der besseren Sorte, mit Torchancen auf beiden Seiten. In der zweiten Halbzeit waren wir dem Sieg näher, aber aufgrund der gesamten Spielanteile war es ein gerechtes Remis. Ich habe höchsten Respekt vor meiner Mannschaft. Wir kämpfen jedes Wochenende mit Ausfällen, aber es gibt keine Ausreden. Heute hatten wir bei zwei Stangenschüssen das Glück nicht auf unserer Seite, aber über eine gesamte Meisterschaft gleicht sich das aus. Ich bin stolz darauf, wie meine Mannschaft jedes Wochenende auftritt und das Letzte aus sich herausholt.“

Der Beste: Marcel Pomper

Oskar Preis, sportlicher Leiter SK Pama:


„Es war heute ein ausgeglichenes Spiel mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten, kämpferisch und spielerisch aber auf einem guten Niveau. Für die Zuschauer blieb es bis zum Abpfiff ein spannendes Match, das von beiden Mannschaften intensiv geführt wurde. Schlussendlich war es ein gerechtes Remis und für uns ein wichtiger Punkt. Damit haben wir unsere Mission Klassenerhalt erfüllt und freuen uns auf das dritte Jahr in der Landesliga.“

Der Beste: Markus Szegner