Die seit sechs Runden sieglose SpG Edelserpentin empfing am letzten Spieltag der Burgenland-Energie-Landesliga den FC Deutschkreutz zum Meisterschaftsspiel der 30. Runde. Für die Hausherren ging es vor heimischem Publikum vorwiegend darum, nach den zuletzt enttäuschenden Ergebnissen noch einmal ein positives Zeichen zu setzen und sich mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause zu verabschieden. Die Frage vor dem Anpfiff lautete daher, ob die Stubener ihre Negativserie beenden können oder die Meisterschaft mit einer weiteren Enttäuschung abschließen müssen.
Doch auch der FC Deutschkreutz reiste keineswegs ohne Ambitionen an. Die Blaufränkischen wollten zum Saisonabschluss ebenfalls noch einmal anschreiben, ihre Qualität unter Beweis stellen und sich mit einer ordentlichen Leistung aus der Spielzeit verabschieden. Somit war trotz der tabellarisch nicht mehr allzu brisanten Ausgangslage für beide Mannschaften genügend Motivation vorhanden, um im letzten Saisonspiel noch einmal alles in die Waagschale zu werfen. Nach einer 55-minütigen Unterzahl durch den Feldverweis von Márk Csaba Varga war für die Hausherren nichts mehr zu holen, und sie gingen mit 1:4 vollkommen unter.
Beide Mannschaften gingen mit einer offensiven Ausrichtung in dieses Match und wollten sich mit einer adäquaten Leistung in die Sommerpause verabschieden. Die erste gute Möglichkeit hatten die Hausherren, als Endrit Mucolli eine Hereingabe nur knapp verfehlte (17.).
Nur sechs Minuten später fiel das 0:1 für die Gäste: Eine zielgenaue Flanke von Benjamin Petö erreichte Istvan Fabiankovits, der nicht lange fackelte und das Leder im Kasten der Heimischen versenkte. In der 30. Minute gelang der SpG Edelserpentin der Ausgleich. Nach einer Umschaltsituation bediente Michael Kirnbauer Endrit Mucolli mit einem feinen Lupfer, dieser nahm den Ball direkt und schoss ihn sehenswert ins lange Eck.
In der 35. Minute sah Márk Csaba Varga nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte und musste vorzeitig vom Feld. Bis zum Pausenpfiff gab es keine weiteren nennenswerten Aktionen, sodass mit einem 1:1-Remis die Seiten gewechselt wurden.
Nach dem Seitenwechsel drängten die Gäste auf den Führungstreffer, der ihnen in der 52. Minute auch gelang: Alexander Resner setzte sich auf der Seite fulminant durch und brachte einen Stanglpass zur Mitte. Dort wartete Istvan Fabiankovits und verwertete das Zuspiel zur 1:2-Führung.
Nun bauten die Blaufränkischen immer mehr Druck auf und ließen den Hausherren kaum Luft zum Atmen. In Minute 69 bediente Luca Noel Treiber den mitgelaufenen David Thumberger ideal. Dieser zog in die Strafraummitte, sein Schuss wurde noch von einem Stubener unhaltbar abgefälscht und landete zum 1:3 im Tor.
Nur eine Minute später nahm sich Tobias Gager das Leder gekonnt an und donnerte es aus 16 Metern flach und unhaltbar zum 1:4 in den Kasten der Heimischen. In der Schlussminute stellte Gager erneut seine Schussstärke unter Beweis und jagte einen Freistoß via Unterkante der Latte ins Tor der Gastgeber. Damit war der 1:5-Endstand perfekt.
Der FC Deutschkreutz zeigte nach dem Seitenwechsel eine sehr dominante Vorstellung und nutzte die personelle Überzahl konsequent aus. Die SpG Edelserpentin hielt vor dem Ausschluss gut dagegen, hatte in der zweiten Halbzeit aber kaum noch Zugriff auf das Spiel.
„Wir haben bis zum Ausschluss von Márk Csaba Varga das Spiel offen gestaltet, konnten aber in der zweiten Halbzeit mit einem Mann weniger auf dem Spielfeld nichts mehr gegen den übermächtigen Gegner machen. Wir sind alle froh, dass die Saison zu Ende ist und wir in die Sommerpause gehen können.“
„Nach den zwei Niederlagen in Folge, was wir in dieser Frühjahrsrunde noch nicht gewohnt waren, war der Fokus auf das letzte Spiel gerichtet. Dieses wollten wir unbedingt gewinnen, damit wir einen guten Saisonabschluss haben. Die Spieler waren heute explosiv, fokussiert und zielgerichtet und haben sich früh mit dem 1:0 belohnt. Nach dem Feldverweis eines Spielers der Hausherren war es nur noch eine Frage der Zeit, wann wir weitere Tore erzielen werden.“
Die Besten: Tobias Gager und Benjamin Petö.