Spielberichte

Neudorf/Parndorf Juniors entführen drei Punkte aus Leithaprodersdorf

Der Vizemeister der Burgenland-Energie-Landesliga, der SV Leithaprodersdorf, wollte sich mit einer adäquaten Leistung und einem Heimsieg vom eigenen Publikum in die Sommerpause verabschieden. Für die Hausherren bedeutete der zweite Tabellenplatz die beste Platzierung seit dem Aufstieg in der Saison 2018/19 – ein weiterer Beleg für die starke Entwicklung des Vereins unter Trainer Mario Santner in den vergangenen Jahren.

Zum Saisonabschluss gastierte die SpG Neudorf/Parndorf Juniors in der LeithArena. Die Gäste blickten auf eine wilde Berg- und Talfahrt im Saisonverlauf zurück und wollten sich nach einer wechselhaften Spielzeit ebenfalls mit einem Erfolgserlebnis in die Sommerpause verabschieden. Mit einer guten mannschaftlichen Leistung konnte die SpG Neudorf / Parndorf Juniors überraschenderweise beim Tabellenzweiten drei Punkte mit auf die Heimreise nehmen.

 

Offensiver Beginn beider Mannschaften

In den ersten 20 Minuten entwickelte sich ein offensiv geführtes Match, in dem beide Mannschaften gefährliche Torannäherungen verzeichneten. In der 22. Minute gingen die Gäste in Führung: Frederic Baumann wurde ideal angespielt, leitete das Leder weiter zu Luca Perassino, der den Ball seelenruhig ins rechte untere Eck zum 0:1 einschob.

Die Hausherren waren danach bemüht, den Ausgleich zu erzielen, doch die Gäste zeigten sich vor dem Tor effizienter. Das 0:2 für die Tischler-Truppe war beinahe ein Ebenbild des ersten Treffers. Wieder war Baumann der Ausgangspunkt, erneut bediente er Perassino ideal – und dieser bedankte sich mit seinem zweiten Treffer.

Die Antwort der Heimischen ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten später segelte ein Eckball in den Strafraum der Gäste, nach einem kurzen Kuddelmuddel reagierte Nico Schüller am schnellsten und beförderte das Leder zum 1:2-Anschlusstreffer ins Tor.

Nun drängten die Gastgeber auf den Ausgleich, der ihnen beinahe gelungen wäre. Nach einem Kopfball von Levi Markhardt musste Gäste-Torhüter Lukas Stifter-Bader sein ganzes Können aufbieten und parierte sensationell. So wurden mit der knappen 2:1-Führung der Gäste die Seiten gewechselt.

Leithaprodersdorf drängte auf den Ausgleich

In der 50. Minute vergab Levi Markhardt eine hochkarätige Möglichkeit, als er nach einem Stanglpass über das leere Tor der Gäste schoss. In der weiteren Folge drängten die Hausherren vehement auf den Ausgleich, doch die kompakte und gut organisierte Defensive der Auswärtigen brachte die knappe Führung mit viel Einsatz, Können und auch etwas Glück über die Runden.

Am Ende durfte sich die SpG Neudorf/Parndorf Juniors über einen hart erkämpften Auswärtssieg freuen. Leithaprodersdorf hatte zwar mehr Ballbesitz und einige vielversprechende Chancen, die Gäste präsentierten sich jedoch effizienter und belohnten sich für eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Stimmen zum Spiel

Mario Santner, Trainer SV Leithaprodersdorf:

„Das war heute ein schlechtes Spiel meiner Mannschaft. Es war ein richtiger Sommerkick, und so etwas haben sich unsere Fans nicht verdient – schon gar nicht, dass wir uns auf diese Art in die Sommerpause verabschieden. Eigentlich habe ich erwartet, dass wir uns so präsentieren, wie wir es über die gesamte Saison hinweg getan haben. Das heutige Auftreten meiner Mannschaft war für mich enttäuschend. Der Vizemeistertitel ist zwar sehr schön, aber der zweite Platz ist eben der erste Verlierer.“

Christoph Tischler, Trainer SpG Neudorf/Parndorf Juniors:

„Wir haben eigentlich ausgezeichnet gespielt, was die Intensität betrifft. Leithaprodersdorf hatte zwar mehr Ballbesitz, wir hatten aber gute Umschaltmomente, aus denen auch die Tore entstanden sind – und es hätten noch mehr Tore entstehen können. Mit dem Auswärtssieg können wir sehr zufrieden sein. Hinten raus hatten wir ein wenig Glück, dass die Hausherren einige vielversprechende Möglichkeiten vergeben haben. Solche Partien gewinnt man nur, wenn kein Druck vorhanden ist. Wir haben heute eine hervorragende, geschlossene Mannschaftsleistung geboten, bei der jeder für den anderen gerannt ist. So ist dann auch der Sieg entstanden.“

Die Besten: Jan Jankai und Frederic Baumann