Spielberichte

Horitschon gewinnt Tor-Spektakel, steigt aber dennoch ab

Der ASK Horitschon traf am Samstagnachmittag in der Burgenland-Energie-Landesliga in einem alles entscheidenden Match auf den ASK Kohfidisch. Für die Mannschaft von Trainer Luca Wirtitsch zählte nur ein Sieg, um den Klassenerhalt aus eigener Kraft noch realisieren zu können – vorausgesetzt, die direkten Abstiegskonkurrenten würden Punkte liegen lassen. Die Ausgangslage war damit klar: Horitschon stand mit dem Rücken zur Wand und musste vor heimischem Publikum alles in die Waagschale werfen.

Die Gäste aus Kohfidisch reisten hingegen mit breiter Brust ins Blaufränkisch-Land. Nach dem starken Erfolg gegen den Tabellenzweiten SV Leithaprodersdorf schwamm die Mannschaft auf einer Erfolgswelle und wollte auch in Horitschon nachlegen. Mit einem weiteren Erfolg sollte der aktuell sechste Tabellenrang abgesichert und eine starke Saison positiv abgeschlossen werden. In einem dramatischen Fight mit sieben Treffern behielten die Hausherren mir 4:3 die Oberhand, den Abstieg konnten sie trotzdem nicht verhindern, denn Klingenbach war im direkten Duell um ein Tor besser.

 

Hausherren waren sofort am Drücker

Die Hausherren begannen mit einer wuchtigen Sturmoffensive und setzten Kohfidisch von Beginn an unter Druck. Manuel Baumgartner und Bastian Lehner fanden bereits in der Anfangsphase gute Tormöglichkeiten vor, konnten diese aber nicht verwerten.

Umso überraschender fiel in der 21. Minute die Führung der Gäste. Florian Csencsits verwertete eine scharfe Hereingabe und brachte Kohfidisch mit 1:0 in Front. Die Antwort der Heimischen ließ jedoch nicht lange auf sich warten: Quasi postwendend erzielte Adam Bendeguz Horvath den 1:1-Ausgleich.

In der 29. Minute schlugen die Gäste erneut zu. Kevin Hasler brachte Kohfidisch mit seinem Treffer wieder mit 2:1 in Führung. Nur eine Minute später hatte Baumgartner den Ausgleich am Fuß, scheiterte jedoch am starken Gästetorhüter Nico Toth, der an diesem Nachmittag einen guten Tag erwischte. Mit der knappen 2:1-Führung für Kohfidisch wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Horitschon war nun effizienter

Nach dem Wiederbeginn präsentierte sich Horitschon deutlich effizienter. In der 56. Minute war es erneut Horvath, der mit seinem zweiten Treffer den 2:2-Ausgleich erzielte. Nur zwei Minuten später lief der Angreifer alleine auf Goalie Toth zu und schloss eiskalt ins lange Eck ab. Damit schnürte Horvath seinen Hattrick und brachte die Gastgeber erstmals mit 3:2 in Führung.

Horitschon blieb nun am Drücker und legte in der 66. Minute nach. Joker Julian Konrad setzte Manuel Baumgartner perfekt in Szene, dieser nahm die Einladung an und netzte flach ins linke untere Eck zum 4:2 ein.

Kohfidisch gab sich aber noch nicht geschlagen. In der 77. Minute brachte Julian Binder einen Freistoß zielgenau auf den Kopf von Florian Csencsits, der mit seinem zweiten Treffer auf 3:4 verkürzte. In der Schlussphase blieb es zwar spannend, nennenswerte Aktionen gab es aber keine mehr. Somit brachte Horitschon den knappen 4:3-Heimsieg über die Zeit.

Trotz des heutigen Sieges überwog nach dem Schlusspfiff die Enttäuschung, denn Horitschon muss in der kommenden Saison den Gang in die II. Liga antreten. Kohfidisch verpasste hingegen die Chance, die Saison mit einem Sieg auf dem fünften Tabellenplatz zu beenden, darf mit Rang sechs aber dennoch auf eine starke Spielzeit zurückblicken.

Stimmen zum Spiel

Luka Wirtitsch, Trainer ASK Horitschon:
„Sportlich haben wir im Frühjahr genügend Chancen gehabt, um den Abstieg zu vermeiden. Der hätte aus unserer Sicht nicht am letzten Tag entschieden werden müssen. Der Verein muss jetzt diese Chance nutzen, einen Schritt zurückzugehen, um wieder vorwärtszukommen. Ich werde mit in die II. Liga gehen, um den sofortigen Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen.“

Die Besten: Adam Bendeguz Horvath und Manuel Baumgartner

Thomas Polzer, sportlicher Leiter ASK Kohfidisch:
„Trotz einer zweimaligen Führung haben wir das Spiel verloren. Mit einem Sieg hätten wir die Saison auf dem fünften Tabellenplatz beenden können. Wir haben heute die Tore zu einfach bekommen, geschuldet auch den Ausfällen unserer beiden Abwehrspieler Hannes Polzer und Nico Oswald. Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass der sechste Rang eine Top-Platzierung ist und wir sehr zufrieden sind.“