Spielberichte

MSV 2020 verabschiedet sich mit Heimsieg aus der Burgenlandliga

Die wohl einfachste Aufgabe in der letzten Runde der Burgenland-Energie-Landesliga wartete auf den bereits feststehenden Meister MSV 2020. Die Mattersburger empfingen vor heimischem Publikum das Tabellenschlusslicht UFC Lumitech Jennersdorf und gingen als klarer Favorit in diese Begegnung. Da der Titel längst fixiert war, bot sich für die Hausherren auch die Gelegenheit, einigen jungen Nachwuchsspielern Einsatzminuten in der Kampfmannschaft zu ermöglichen und ihnen die Chance zu geben, sich im Hinblick auf die kommende Saison in der Regionalliga Ost zu empfehlen.

Für die Gäste aus Jennersdorf ging es sportlich hingegen nur noch darum, sich mit einer engagierten Leistung aus der Burgenland-Energie-Landesliga zu verabschieden. Nach einer schwierigen Saison wollte der UFC noch einmal Moral zeigen und dem übermächtigen Tabellenführer so lange wie möglich Paroli bieten.

Vor über 700 Zuschauern empfing der bereits feststehende Meister Mattersburger Sportverein 2020 im heimischen Pappelstadion den Tabellenletzten UFC Lumitech Jennersdorf. Viele Anhänger wollten ihren MSV beim letzten Fußballspiel in der Burgenlandliga noch einmal begleiten und sorgten für einen würdigen Rahmen zum Saisonabschluss.

 

Grimmer trifft, Chech hält Elfmeter

Die Mattersburger begannen engagiert und fanden bereits in den Anfangsminuten zwei optimale Möglichkeiten vor. Sebastian Trenkmann und Christoph Leitgeb scheiterten jedoch jeweils am starken Gästetorhüter Aljaz Colig, der seine Mannschaft vor einem frühen Rückstand bewahrte. Danach verflachte die Begegnung etwas. Der MSV hatte zwar mehr Ballbesitz und kontrollierte weitgehend das Geschehen, ein Offensivfeuerwerk brannten die Hausherren aber nicht ab.

In der 19. Minute durften die Fans im Pappelstadion dennoch erstmals jubeln. Nach einem weiten Ball über die Jennersdorfer Abwehr blieb Lukas Grimmer vor dem Tor eiskalt und überhob den herauslaufenden Goalie sehenswert zur 1:0-Führung. Danach blieb der Tabellenführer spielbestimmend, ohne sich jedoch eine Vielzahl an klaren Chancen herauszuspielen.

Die große Möglichkeit auf den Ausgleich bot sich den Gästen in der 36. Minute. Jennersdorf bekam einen Elfmeter zugesprochen, doch MSV-Schlussmann Marco Chech ahnte die Ecke, parierte den Strafstoß und bewahrte seine Mannschaft damit vor dem Gegentreffer. Mit der knappen 1:0-Führung für den MSV 2020 ging es schließlich in die Kabinen.

Lang krönt sich zum Torschützenkönig

Auch die zweite Halbzeit verlief ohne große Höhepunkte. Der MSV 2020 hatte die Partie weiterhin im Griff, Jennersdorf bemühte sich zwar redlich, konnte offensiv aber kaum entscheidende Akzente setzen. Die Hausherren ließen Ball und Gegner laufen, agierten jedoch nicht mehr mit letzter Konsequenz vor dem Tor.

In der 75. Minute fiel schließlich die Entscheidung. Der zuvor eingewechselte Niklas Lang erzielte das 2:0 und setzte damit den sportlichen Schlusspunkt unter diese Begegnung. Für den Goalgetter war es ein besonderer Treffer: Mit insgesamt 27 Saisontoren krönte er sich zum Torschützenkönig der Burgenlandliga. Zugleich war es sein letzter Treffer im Dress des MSV 2020, da Lang im Sommer in die Steiermark zu Sturm Graz wechselt.

Emotional wurde es dennoch, denn mit Lukas Grimmer und Adnan Garib wurden zwei verdiente Spieler offiziell verabschiedet. Beide waren seit dem Neustart in der 2. Klasse Teil des Vereins und prägten den erfolgreichen Weg des MSV 2020 entscheidend mit. Dadurch bekam dieses letzte Heimspiel in der Burgenlandliga eine besondere Note.

Am Ende feierte der Meister einen verdienten 2:0-Heimsieg und verabschiedete sich standesgemäß aus der Burgenlandliga. Für den MSV 2020 endet damit eine herausragende Saison mit einem gelungenen Auftritt vor heimischem Publikum.

Stimme zum Spiel

Josef Kühbauer, Trainer MSV 2020:
„Das Spiel war für beide Mannschaften in Ordnung, es hat sich keiner weh getan. Es war eine Mischung aus Meisterschaftsspiel und einem Sommerkick. Wir hatten noch mehrere Torchancen, konnten diese aber nicht verwerten. Auf jeden Fall war der Abschied mit einem Sieg aus der Burgenlandliga ein gelungener Schlusspunkt.“

Die Besten: Lukas Grimmer und Christoph Leitgeb