Spielberichte

Intensives Derby endet mit gerechter Punkteteilung

Mit großer Spannung startete der Liganeuling SC Pinkafeld in die neue Saison und empfing zum Auftakt am gestrigen Freitagabend den ASK Kohfidisch in der 1. Runde der Burgenland-Energie-Landesliga. Von der ersten Minute an war klar, dass in diesem Derby um jeden Ball gekämpft wird. Die Hausherren übernahmen zunächst das Kommando, setzten die Gäste unter Druck und erspielten sich einige gute Möglichkeiten. Trotz der optischen Überlegenheit gelang vor der Pause allerdings nur ein Treffer. Nach dem Seitenwechsel kam Kohfidisch immer besser ins Spiel und tauchte mehrfach gefährlich vor dem Tor der Pinkafelder auf. Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden.

 

Rassiger Beginn beider Mannschaften

Vor fast 400 Zuschauern in der Autohaus-Herz-Arena verzichteten beide Mannschaften auf eine lange Abtastphase und gingen von Beginn an mit hohem Tempo und großer Intensität zu Werke. Bereits in der 6. Minute kamen die Gäste zu ihrer ersten guten Möglichkeit. Eine Hereingabe von Kevin Hasler von halbrechts wurde immer länger und klatschte schließlich an den linken Innenpfosten.

In weiterer Folge entwickelte sich ein rassiges Derby mit zahlreichen Zweikämpfen. In der 26. Minute durften schließlich die Anhänger der Hausherren jubeln. Lukas Zapfel setzte sich mit einer starken Einzelleistung durch und versenkte das Leder zur 1:0-Führung im Tor der Gäste.

Zehn Minuten später sorgte Zapfel erneut für Gefahr. Der Pinkafelder ließ die gegnerische Defensive stehen und wurde beim Abschluss von Roland Halmosi unsanft gestört. Während die heimischen Fans vehement einen Elfmeter forderten, war der Kontakt für Schiedsrichter Habip Tekeli zu wenig.

Im direkten Gegenzug bot sich Kohfidisch eine Riesenchance zum Ausgleich. Tim Schreiber kam wenige Meter vor dem Tor zum Abschluss, doch Pinkafeld-Goalie Andi Diridl reagierte glänzend und verhinderte den Gegentreffer. Somit ging es mit einer knappen 1:0-Führung der Hausherren in die Kabinen.

Kohfidisch wird spielbestimmender

Die erste gute Torchance nach dem Seitenwechsel gehörte erneut den Gastgebern. Lukas Zapfel brach durch und tauchte alleine vor Ersatzgoalie Richárd András Szöke auf, doch dieser blieb im Eins-gegen-eins-Duell Sieger.

Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Das intensive Derby ließ zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen. Ab der 60. Minute übernahmen die Gäste zunehmend die Initiative und drängten die Pinkafelder immer stärker in die Defensive.

In der 75. Minute zeigte Schiedsrichter Habip Tekeli schließlich auf den Elfmeterpunkt, nachdem Tim Schreiber im Strafraum der Hausherren zu Fall gebracht worden war. Der Gefoulte übernahm selbst die Verantwortung und verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:1-Ausgleich.

Nur acht Minuten später hatte der eingewechselte Matteo Jani sogar den möglichen Siegtreffer auf dem Fuß, scheiterte jedoch am hervorragend disponierten Andi Diridl. In den Schlussminuten suchten beide Mannschaften nochmals den Weg nach vorn und wollten die Entscheidung erzwingen, doch ein weiterer Treffer sollte nicht mehr fallen. Somit endete das Derby mit einem insgesamt gerechten 1:1-Unentschieden.

Stimmen zum Spiel

Benjamin Posch, Trainer SC Pinkafeld:

„Es war ein exzellentes Landesligaspiel, in dem wir den besseren Start erwischt haben und auch verdient in Führung gegangen sind. Nach dem Seitenwechsel haben wir es verabsäumt, das 2:0 zu erzielen. Kohfidisch ist danach immer besser ins Spiel gekommen und hat durch einen Elfmeter den Ausgleich geschafft. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen, nehmen den Punkt aber gerne mit. Mit der Leistung der Mannschaft können wir zufrieden sein und wir freuen uns schon auf das nächste Highlight gegen Neusiedl.“

Der Beste: Gabriel Matteo Kappel

Thomas Polzer, sportlicher Leiter ASK Kohfidisch:

„Es war meiner Meinung nach ein hervorragendes Derby mit vielen Zweikämpfen. Beide Mannschaften haben sich einige Torchancen herausgespielt, und am Ende war es ein gerechtes Unentschieden. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr vom Spiel und haben auch den verdienten Ausgleich erzielt. Ersatz-Torwart Richárd András Szöke hat mit 30 Jahren sein Landesliga-Debüt gegeben und seine Sache hervorragend gemacht.“

Der Beste: Tim Schreiber