Spielberichte

Edelserpentin schlägt in der Nachspielzeit eiskalt zu und schockt Rust

Am Samstag kam es in der Burgenland-Energie-Landesliga zum Duell zwischen dem SC Rust und der SpG Edelserpentin. Beide Teams waren nach zwei Runden noch sieglos und standen bereits etwas unter Zugzwang. Rust hatte gegen Sankt Margarethen und Klingenbach verloren, Edelserpentin gegen Leithaprodersdorf und Eberau. Im direkten Duell wollten beide Mannschaften daher erstmals voll anschreiben und den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herstellen. In einem nicht hochklassigen Spiel verloren die Ruster mit 1:3 gegen Edelserpentin.

 Rust Torjubel

Ruster Spieler jubeln über den 1:1-Ausgleich

Früher Rückstand für die Hausherren

Es zieht sich wie ein roter Faden durch die ersten drei Runden: Die Ruster kassieren ihre Gegentreffer immer wieder in den Anfangsminuten. So auch in diesem Match. Bereits in der dritten Minute brachte Slavomír Pagáč Gästestürmer Gergö Csonka im eigenen Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Ermin Bukvic zeigte sofort auf den Punkt und Patrik Zsolt Szabó ließ sich diese Chance nicht entgehen. Er verwandelte den Strafstoß sicher zur 1:0-Führung für Edelserpentin.

Die Hausherren ließen sich vom frühen Rückstand nicht entmutigen und berannten in der Folge das Tor der Gäste, ohne dabei jedoch zwingende Torchancen herauszuspielen. Die Stubener beschränkten sich weitgehend auf die Defensive und waren offensiv über längere Phasen kaum zu sehen. Kurz vor dem Pausenpfiff bot sich Gergö Csonka allerdings die große Chance auf das 2:0. Er tauchte allein vor Torhüter Roman Scheit auf, setzte den Ball jedoch am Tor vorbei. Somit wurden mit der knappen 1:0-Führung der Gäste die Seiten gewechselt.

Edelserpentin macht in der Nachspielzeit den Sieg perfekt

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Spielverlauf zunächst wenig. Die Gastgeber hatten weiterhin mehr vom Spiel, klare Torchancen blieben jedoch Mangelware. In der 76. Minute wurden die Hausherren schließlich für ihre Bemühungen belohnt. Oliver Fandel tankte sich auf der Seite energisch durch und brachte einen scharfen Stanglpass zur Mitte, wo Andres Manya zur Stelle war und den lange ersehnten Ausgleich zum 1:1 erzielte.

In der Folge drückten die Ruster auf den Führungstreffer und versuchten es unter anderem mit Distanzschüssen. Der zunehmende Offensivdrang der Hausherren eröffnete den Gästen allerdings Räume für Konter – und genau diese nutzte Edelserpentin in der Nachspielzeit eiskalt aus. Nach einem gut heraus gespielten Gegenstoß erzielte Alexander Martin Koller den 2:1-Führungstreffer. Nur zwei Minuten später sorgte Gergö Csonka mit dem 3:1 endgültig für die Entscheidung.

Stimmen zum Spiel

David Stagl, Obmann SC Rust:

„In einem Spiel, das man gewinnen muss, verliert man dann mit 1:3. Wir haben 90 Prozent Ballbesitz gehabt, wieder in den Anfangsminuten einen Fehler gemacht und sind dann erneut einem Rückstand nachgelaufen. Wir haben viele Angriffe auf das Tor des Gegners gestartet, aber eine wirklich zwingende Torchance war kaum dabei. Wir werden jetzt nicht die Nerven verlieren, die ganze Sache analysieren und schauen, an welchen Schrauben wir noch drehen müssen.“

Peter Schönfeldinger, Obmann-Stv. SpG Edelserpentin:

„Wir sind mit dem 1:0 durch einen Elfmeter gut in das Spiel gestartet und haben uns anschließend voll auf die Defensivarbeit konzentriert. Wenn wir nach dem 1:1-Ausgleich noch ein weiteres Gegentor bekommen hätten, wäre das Spiel für uns wohl verloren gewesen. So haben wir in der Nachspielzeit noch zwei Treffer erzielt. Letztlich war es ein schmutziger Sieg meiner Mannschaft.“

Die Besten: Patrik Zsolt Szabó und Kevin Strohmeyer